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Model Based Testing 1
Raum Rom
Model Based Testing 2
Raum Wien/Athen
Workshops
Raum London
09:30 Eröffnung der Pre-Conference "Model Based Testing"

Franziska Mai, HLMC Events GmbH
09:40 Eröffnungskeynote Warum der Einsatz von MBT kein Paradigmenwechsel ist und dennoch wie einer empfunden wird…

Dr. Anne Kramer, sepp.med gmbh
HTWS1 Modellbasiert zur MC/DC Coverage - Whitebox-Tests automatisch generieren

Dr. rer. nat Martin Beißer, sepp.med gmbh
10:40 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
11:10 MBT1.1 MB TDD an einem praktischen Beispiel realitätsnah gezeigt

Andreas Willert, Willert Software Tools und Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AG
MBT2.1 Modellbasierte HiL-Tests von Mobilhydraulik-Steuergeräten in Echtzeit

Dr. Ing. Stephan Kaiser, Danfoss Power Solutions GmbH & Co. OHG
11:55 Zeit für Raumwechsel
12:05 MBT1.2 MBSE support through Model-Based Testing and Formal Methods

Dr. Udo Brockmeyer und Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AG
MBT2.2 Static Model Analysis of Safety Related Functions in Simulink und Stateflow

Evgeni Verbitski, TechCoaching GmbH
12:50 Mittagspause / Lunch Buffet und Besuch der Ausstellung
14:00 MBT1.3 Automatisierte Validierung einer Continuous Integration Toolkette – ein Erfahrungsbericht

Beatrix Forster, sepp.med GmbH
MBT2.3 Kombinatorische State-Transition Tests für Embedded Systeme

Thomas Schütz, PROTOS Software GmbH
HTWS2 Modellbasierte Entwicklung eingebetteter Software nach IEC 61508 und ISO 26262 – Herausforderungen, bewährte Lösungen und ein Überblick zur 2018er-Edition der ISO 26262

Heiko Doerr, Model Engineering Solutions GmbH
14:45 Zeit für Raumwechsel
14:55 MBT1.4 tbd

MBT2.4 Modellbasiert besser und schneller zur Testautomatisierung - Erfahrungsbericht: Wie man Testmodelle erstellt und daraus Testskripte generiert

Siegfried Schöfer und Johannes Schaffenroth, sepp.med GmbH
15:40 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
16:10 Abschlusskeynote Software-Entwicklung aus der Sicht eines Rollenspielers

Iris Kellermann und Lutz Marquardt, Method Park Engineering GmbH
ab 17:10 Get together

Exzellentes Networking mit Teilnehmern, Referenten und Ausstellern

Warum der Einsatz von MBT kein Paradigmenwechsel ist und dennoch wie einer empfunden wird…

Referentin: Dr. Anne Kramer, sepp.med GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 09:40 - 10:40 Uhr

Abstract: In den letzten zehn Jahren industrieller Anwendung hat sich im Bereich des modellbasierten Testens einiges getan. Ursprünglich als Lösung aller Probleme bejubelt, dann als Hype verschrien, ist MBT inzwischen bei einigen Firmen fest in das Testkonzept integriert. Doch obwohl die Fangemeinde stetig wächst, herrscht andernorts nach wie vor Skepsis und Zurückhaltung.

Tatsächlich beobachten wir bis heute eine Diskrepanz zwischen der Erwartungshaltung potentieller MBT-Anwender und den nachweislich dank MBT erreichten Verbesserungen, die sich jedoch nicht unbedingt in den erwarteten Bereichen manifestieren. Inzwischen haben wir hinreichend Erfahrungswerte gesammelt und dadurch eine vergleichsweise realistische Vorstellung davon, was wir erwarten dürfen, was sich bewährt hat und was weniger. Wir wissen besser als früher, welcher der zahlreichen MBT-Ansätze in welchem Kontext sinnvoll ist und welchen Einfluss das verwendete Werkzeug hat.

In ihrer Keynote räumt Anne Kramer mit Klischees wie „MBT ist ein Paradigmenwechsel“ und „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ auf. Um Ordnung in das Chaos zu bringen, vermittelt sie einen Überblick darüber, was MBT ausmacht, welche Ausprägungen es gibt und worin sich diese unterscheiden. Sie zeigt den Weg vom MBT-Modell zum ausführbaren Testfall und gibt praktische Ratschläge, wie sich typische Fallen vermeiden lassen.

Der Vortrag stützt sich auf den ISTQB®-Lehrplan „Certified Tester Foundation Level – Model-Based Testing“, verschiedene MBT-Anwenderumfragen und Annes eigene, langjährige Projekterfahrung.


Dr. Anne Kramer, sepp.med GmbHDr. Anne Kramer promovierte 1995 in Physik an der Université Joseph Fourier (Frankreich). Nach einigen Jahren als Softwareentwicklerin und Projektleiterin bei Schlumberger Systems in Paris kam sie 2001 zur sepp.med GmbH, wo sie heute als Projektleiterin, Prozessberaterin und Trainerin tätig ist.

Anne Kramer war aktiv an der Ausarbeitung des ISTQB®-Kurses „Certified Tester Foundation Level – Model-Based Testing“ beteiligt und ist Autorin des dazu gehörigen Lehrbuchs „Model-Based Testing Essentials“ (Wiley). Gemeinsam mit Robert V. Binder und Bruno Legeard organisierte sie die MBT-Anwenderumfragen 2014 und 2017.

Darüber hinaus ist Anne Kramer Leiterin der ASQF®-Fachgruppe Projektmanagement und Ko-Autorin weiterer Lehrpläne sowie des Lehrbuchs „Basiswissen für Software-Projektmanager“.

Software-Entwicklung aus der Sicht eines Rollenspielers

Referenten: Iris Kellermann und Lutz Marquardt, Method Park Engineering GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 16:10 - 17:10 Uhr

Abstract: Der Vortrag stellt den Zuhörern typische Situationen aus dem Alltag der Software-Entwicklung vor. Trotz lange etablierter Methoden mit diesen richtig umzugehen zeigt die Praxis, dass im Entwicklungsprozess von allen Seiten noch immer vieles grundlegend falsch gemacht wird. Qualitätsprobleme, schlechte Planbarkeit, Frustration und viel zu hohe Entwicklungs- und Wartungskosten sind die logische Folge.
Angelehnt an das Setting eines klassischen Pen-and-Paper Rollenspiels hat das Publikum die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie es in den jeweiligen Situationen reagieren möchte und bestimmt so den Verlauf des Vortrags maßgeblich mit. Je nach Entscheidung wird anschließend analysiert, welche Auswirkung diese hat, inwiefern sie negative Konsequenzen mit sich bringt und wie man diesen hätte vorbeugen können.
Der vom Rollenspiel abgedeckte Software-Themenbereich ist naturgemäß sehr weitläufig. So umfasst er zum einen technische Aspekte, beispielsweise die Bedeutung automatisierter Unit Tests. Aber auch der Umgang mit organisatorischen Fragestellungen und die Wichtigkeit von Soft Skills werden anhand konkreter Situationen durchgespielt. Die Herausforderung, wie auf kleine bis große Änderungen der Anforderungen während eines Sprints reagiert werden kann, ist hierfür nur ein Beispiel.
Am Ende des Vortrags wissen die Zuhörer, wie sie mit den alltäglichen Situationen in der Software-Entwicklung angemessen umgehen können. Sie kennen die Fallstricke, die ein unmethodisches Vorgehen mit sich bringt, und können auf Techniken zurückgreifen, die ihnen helfen, negative Konsequenzen in Zukunft effektiv zu vermeiden.


Iris Kellermann, Method Park Engineering GmbHIris Kellermann ist seit 2017 als Software Engineer bei Method Park tätig.
Im Team Medical Applications entwickelt sie Software im Bereich Medizintechnik. Ihre Schwerpunkte sind dabei GUI-Programmierung und Bildverarbeitung.
Zuvor hat sie sich bereits mit Algorithmen für Defekterkennung in Gussteilen befasst und Software für automatisierte Bauteilprüfung mittels Endoskopie entwickelt.
Iris Kellermanns besonderes Interesse gilt darüber hinaus der Mustererkennung und dem Requirements Engineering.

Lutz Marquardt, Method Park Engineering GmbHLutz Marquardt hat sein Diplomstudium im Fachbereich Elektrotechnik an der Technischen Universität Kaiserslautern absolviert. Im Anschluss arbeitete er drei Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Erlangen-Nürnberg im Bereich digitale Audiosignal-Verarbeitung, sowohl in der Lehre als auch im Rahmen eines EU-geförderten Forschungsprojekts. Drei weitere Jahre entwickelte er am Fraunhofer IIS komplexe Signal-Verarbeitungsalgorithmen zur akustischen Echo-Unterdrückung für VoIP-Anwendungen. 2013 wechselte er aus dem wissenschaftlichen Umfeld mit Schwerpunkt Prototypen-Entwicklung zu Method Park und unterstützt dort als Senior Software Engineer die industrielle Entwicklung medizintechnischer Produkte, vornehmlich in der Sprache C++. Zu seinen weiteren T‰tigkeiten zählt die Ausarbeitung und Durchführung von Schulungen zum Thema Clean Code.

Zur AnmeldungHTWS1 Modellbasiert zur MC/DC Coverage - Whitebox-Tests automatisch generieren

Referent: Dr. rer. nat. Martin Beißer, sepp.med GmbH

Workshoprichtung: Model Based Testing

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 09:00 - 13:00 Uhr

Abstract: Werkzeuge zur Code Coverage Messung helfen, die Code-Überdeckung von Tests zu messen und nachzuweisen. Dieser Nachweis ist in Bereichen der Softwareentwicklung, die sicherheitskritische Funktionen implementieren, oft gefordert und daher ein Muss. Für komplexe Module oder solchen mit einer hohen Kombinatorik der Eingangsdaten ist die Erstellung der Testeingangsvektoren oft mit viel Aufwand verbunden.

Wir zeigen in unserem Workshop „Modellbasiert zur MC/DC Coverage“ wie man Testmodelle nutzen kann, um mit wenig Aufwand Test-Sets zu generieren die z.B. eine MC/DC Abdeckung des Codes realisieren.

Dabei werden wir Schritt für Schritt die Modellerstellung erläutern, die Möglichkeiten der Testfallgenerierung mit der MBTsuite beleuchten und die Übernahme und Ausführung der Testfälle im Code-Coverage Werkzeug Tessy zeigen.

Wer bei seinen White-Box Tests schneller zur definierten Code-Abdeckung kommen will, sollte sich diesen Workshop ansehen.


Dr. rer. nat. Martin Beißer, sepp.med GmbHDr. rer. nat. Martin Beißer hat in Erlangen Physik studiert. Nach seiner Promotion war er mehrere Jahre als Geo-Wissenschaftler an verschiedenen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen tätig. Danach hat er in mehreren Projekten im Bereich Qualitätssicherung und Prozessoptimierung im Auftrag für verschiedene Automobilhersteller gearbeitet.

Seit Juni 2000 ist Dr. Martin Beißer in der Geschäftsleitung der sepp.med gmbh verantwortlich für die Bereiche Softwareentwicklung, Qualitätssicherung und Beratung in Medizintechnik-, Avionik- und Automotive-Projekten. In Vorträgen und Veröffentlichungen setzt er sich seit vielen Jahren für die Verbreitung der modellbasierten Testidee ein.

MB TDD an einem praktischen Beispiel realitätsnah gezeigt

Referenten: Andreas Willert, Willert Software Tools GmbH und Dr. Hartmut Wittke, BTC-Embedded Systems

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: Die UML und SysML beinhaltet neben Notationselementenm die auf die Implementierung zielen, auch Notationselemente zur Spezifikation von Systemen und Software.

Was sich erst einmal unspektakulär anhört, gestaltet sich als ideale Voraussetzung für die pragmatische Anwendung von TDD (Test Driven Development). Das soll in dieser Präsentation realitätsnah gezeigt werden.

In einer realen Demo wird gezeigt, wie einer vorgegebenen Spezifikation in Form von Sequenzdiagrammen weitgehend automatisch in eine Testspezifikation und Testarchitektur überführt wird. Anschliessend wird life das aus der Spezifikation resultierende Verhalten in Form einer Zustandsmaschine inkrementell modelliert. Nach jedem Inkrement folgt ein automatisierter Test gegen die Spezifikation.

Die Ergebnisse führen immer wieder zu Überraschungen und zeigen, dass das erwartete Verhalten nicht immer dem realen Verhalten entspricht. Selbst in einem relativ simplen Beispiel geraten unsere Gehirne schnell an die Grenzen und sind nicht mehr in der Lage das Verhalten in voller Konsequenz zu überblicken.

Das dahinter liegende Prinzip ist einfach wie effizient. Das Aufteilen des Systems in einzelne Sequenzen hilft auch komplexe Systeme fehlerfrei zu spezifizieren. Was auf der Ebene der Sequenzen noch einfach erscheint, beinhaltet zusammengenommen eine fast immer unterschätzte Komplexität. Ein inkrementelles Vorgehen hilft, diese Komplexität zu handhaben. Kontinuierliche Tests gegen die Spezifikation sichern dabei ab, dass am Ende das komplexe Verhalten der Spezifikation entspricht.


Andreas Willert, Willert Software Tools GmbHAndreas Willert ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma Willert Software Tools GmbH und dort seit 25 Jahren in der Beratung und Einführung von Engineering-Vorgehen im Software und Systems Engineering tätig (Unter anderem bei Firmen wie AUDI, Continental, Pilz, Rheinmetall, Sennheiser, Bosch …).

Im Kontext von System- und Software-Engineering, Methoden, Prozesse und Werkzeuge ist er tätig als Buchautor, Referent von Seminaren und Vorträgen, unter anderem auf Kongressen, an Hochschulen, der TAE (Technischen Akademie Esslingen) und bei Willert Software Tools.

Andreas Willert ist Mitglied im Beirat des ESE Kongresses (Embedded Software Engineering Kongress - www.ese-kongress.de) und Mitorganisator der ‚MESCONF’ (Modeling of Embedded Systems Conference - www.mesconf.de) eine der größten deutschen Konferenzen zum Thema MDSE.

Dr. Hartmut Wittke ist als Entwickler bei der BTC-ES seit 2005 in der Entwicklung der IBM Rational Rhapsody TestConductor und Automatic Test Generation Plugins aktiv. Modellbasiertes Testen und die Entwicklung und Umsetzung einer testunterstützen Modellentwicklungsmethodik stehen im Mittelpunkt seines Interesses.
Nach dem Studium der Informatik in Oldenburg folgte ab 1997 eine langjährige Tätigkeit in der formalen Modellverfikation bei OFFIS und dort auch eine Promotion zum Thema kompositionale formale Verifikation von Statemate Modellen.

Modellbasierte HiL-Tests von Mobilhydraulik-Steuergeräten in Echtzeit

Referent: Dr.-Ing. Stephan Kaiser, Danfoss Power Solutions GmbH & Co. OHG

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: In den letzten zwanzig Jahren ist die Digitalisierung an der Mobilhydraulik (z.B. bei Mähdreschern oder Forstmaschinen) nicht spurlos vorüber gegangen und auch hier werden hydrostatischer Fahrantrieb und Arbeitsfunktionen von elektronischen Steuergeräten auf Mikrocontroller-Basis gesteuert. Dafür hat Danfoss Power Solutions mit PLUS+1® eine eigene Produktpalette von Steuergeräten und Peripherie (Joysticks, Displays, …) aufgebaut. Für die Steuergeräte und Displays wurde ein eigenes Betriebssystem entwickelt und sie können mit einer zu diesem Zweck geschaffenen, grafischen Entwicklungsumgebung programmiert werden.

Im Zeitalter der Europäischen Maschinenrichtlinie waren einfache, manuelle Integrationstests am Platz des Entwicklers bzw. Erst-Inbetriebnahmen beim Kunden nicht mehr zeitgemäß. Darum hat Danfoss Power Solutions in den letzten fünf Jahren das Modular Application Test System (MATS) entwickelt. Bei MATS wird, basierend auf NI-Hardware und Veristand®, das reale Steuergerät in eine virtuelle Fahrzeugumgebung in Echtzeit integriert und damit automatisierte Tests gefahren. Diese Tests sind in Testplänen zusammengefasst und die komplette Spezifikation kann bei jedem Software-Update über Nacht durchgetestet werden, bevor der Kollege auf dem Testgelände in das Fahrzeug steigt.

In unserem Anwenderbericht kann man an konkreten Beispielen sehen, wie die einzelnen Abteilungen im Bereich Application Software dabei interagieren, wie die Nachverfolgbarkeit von der Kundenspezifikation bis zum Testreport organisiert ist und wie der Kunde damit am Ende Entwicklungszeit spart.

Am Ende geben wir einen Ausblick darauf, wie wir den Schritt vom automatisierten Testen zur virtuellen Fahrt auf dem Fahrzeug realisiert haben bzw. wie wir das Ganze am Ende mit einem 3D-Fahrerlebnis auf einem Bewegungssimulator abrunden werden.


Dr.-Ing. Stephan Kaiser, Danfoss Power Solutions GmbH & Co. OHGStephan Kaiser hat an der TU Braunschweig Technische Physik studiert und sein Diplom im Bereich der Quantenkorrekturen zur elektrischen Leitfähigkeit geschrieben. Anschließend hat er beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Bereich Maschinenbau über Echtzeit-Schadensanalyse von Faserverbundbauteilen promoviert. Er arbeitet seit 19 Jahren bei Danfoss, zunächst als Software-Entwickler für embedded Systems, später als System-Ingenieur. Nach langen Jahren als Projektleiter ist er in den Bereich "Application Software" zurückgekehrt und leitet dort als Teamleiter das Team "Testing &Validation".

MBSE support through Model-Based Testing and Formal Methods

Referenten: Dr. Udo Brockmeyer und Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AG

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: Development and V&V of future systems lead to new challenges regarding correctness, completeness and consistency. Important enablers for development assurance in a continuous engineering environment is the application of powerful MBE, MBT and Formal Methods (FM) technologies as recommended in engineering standards. Such technologies enable to implement full traceability as required by processes such as ASPICE and ISO/IEC 15504, increase the degree of automation in the verification process, the probability to uncover more errors early and the reuse of specification artifacts throughout the engineering phases. When applying FM we have to consider two aspects, i.e. the development of a Formal Specification for natural language requirements, and performing Formal Verification activities. Formal verification can be performed by different existing technologies. This presentation shows how we extended Rhapsody MBE/MBT with FM capabilities – by using the verification method Formal Testing -- and how we combined it with the existing Rhapsody MBT solutions. An approach and commercial tool is presented how natural language requirements can easily be formalized, and how Rhapsody system and software designs can be verified, i.e. by performing Formal Testing, against formal specifications of requirements -- resulting in greater efficiency and effectiveness.


Dr. Udo Brockmeyer studied Computer Science at the University of Oldenburg, completing his Diploma in 1995. He went on to work in the Research Institute OFFIS e.V. on Formal Methods and achieved his Doctorate in computer science in 1999. In 2001 he moved to BTC Embedded Systems AG where he assumed a position as project leader. Since 2005, he is CEO of BTC Embedded Systems AG. He went on to become a Directors of BTC Japan Co.,Ltd in 2007, since 2015 he is also the Director of BTC Embedded Systems România SRL, and since 2017 he is a Director of BTC Software Technology (Shanghai) Co., Ltd. Additionally, from 2013-2018 he was selected as an IBM Champion for Rational Software.

Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AGHartmut Wittke studierte Informatik in Oldenburg und schloss das Studium 1997 mit dem Diplom ab. Nach dem Studium arbeitete er im Forschungsinstitut OFFIS e.V. ebenfalls in Oldenburg mit dem Schwerpunkt formale Modellverfikation und promovierte dort im Thema kompositionale formale Verifikation von Statemate Modellen. Seit 2005 ist er als Entwickler bei der BTC Embedded Systems AG in der Entwicklung der IBM Rational Rhapsody TestConductor und Automatic Test Generation Plugins aktiv. Modellbasiertes Testen und die Entwicklung und Umsetzung einer testunterstützen Modellentwicklungsmethodik stehen im Mittelpunkt seines Interesses.

Static Model Analysis of Safety Related Functions in Simulink und Stateflow

Referent: Evgeni Verbitski, TechCoaching GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: Usability can make the difference between pleasure and frustration. What technology can make easy will get done easily.

EZCHECK® software is designed for fast and simple static model analysis on unit and architectural level in Simulink® and Stateflow®.

EZCHECK® software enables function developers to leverage advantages of model-based design, verification and code generation.

EZCHECK® software is compliant with IEC 61508 and ISO 26262 requirements for static model analysis.


Evgeni Verbitski, TechCoaching GmbHMr. Verbitski is an independent consultant, trainer and coach in safety related projects providing holistic team support in all aspects of model-based development.

Mr. Verbitski has solid experience in embedded systems design and implementation for safety related applications with exposure to automotive industry (ISO 26262).

Automatisierte Validierung einer Continuous Integration Toolkette – ein Erfahrungsbericht

Referentin: Beatrix Forster, sepp.med GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:00 - 14:45 Uhr

Abstract: Moderne Software-Entwicklung steht vor der Herausforderung, qualitativ sehr guten Code in immer kürzeren Release-Zyklen zu erzeugen. Dies ist ohne das Konzept der Continuous Integration, - bestehend aus Compiler, statischen und dynamischen Tests, und dem eigentlichen Build - nicht mehr vorstellbar. Für den Einsatz im regulierten Umfeld, muss die dafür notwendige Toolkette validiert werden. Dies ist auch notwendig, um sicherzustellen, dass nur korrekt geprüfte Software ins Produkt kommt.

Wir zeigen, wie ein modell-basierter Ansatz entscheidend dazu beiträgt, eine Prozess- und Toolkette effizient zu validieren.

In diesem Projekt standen wir vor der besonderen Herausforderung, die verwendeten statischen Code-Analyse-Tools umfassend (gemäß MISRA C++2008) zu prüfen. Dies ist uns mit Hilfe von gezielter Testautomatisierung gelungen.


Beatrix Forster, sepp.med GmbHBeatrix Forster ist Expertin für Software in Medizintechnik und Pharma. Seit mehr als 25 Jahren sichert sie die Qualität von hoch komplexen und innovativen Medizinprodukten, von der Particle Therapy bis zum elektronischen Labeling von Medikamenten, selbstverständlich unter Beachtung aller zulassungsrelevanten Normen. Ihre Tätigkeiten reichen von Requirement-Engineering über Testkonzeption bis zur Validierung von Prozessen und Toolketten.

Kombinatorische State-Transition Tests für Embedded Systeme

Referent: Thomas Schütz, PROTOS Software GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:00 - 14:45 Uhr

Abstract: State-Transition Tests werden in vielen Standards für sicherheitskritische Systeme empfohlen. Sie sind aber auch für andere Systeme eine hervorragende Methode um schnell und strukturiert eine eine hohe Testabdeckung zu erreichen.

Nach einer kurzen Einführung in die Methode der State-Transition Tests, wird im Vortrag gezeigt wie damit sowohl Abläufe als auch Datenkonfigurationen kombinatorisch getestet werden können.

Anhand eines konkreten Beispiels wird abschliessend die Methode live demonstriert.


Thomas Schütz, PROTOS Software GmbHThomas Schütz studierte Luft- und Raumfahrttechnik in München und gründete 1997 die PROTOS Software GmbH. Als Softwareprojektleiter oder Architekt konnte er seine Erfahrung in der Verbindung modellbasierter Ansätze mit den Anforderungen von Embedded Systemen in zahlreiche Projekte einbringen. Thomas Schütz berät Firmen beim Aufbau domänenspezifischer Werkzeugketten für Embedded Systeme und ist Projektleiter des Eclipse Projektes eTrice.

Zur AnmeldungHTWS2 Modellbasierte Entwicklung eingebetteter Software nach IEC 61508 und ISO 26262 – Herausforderungen, bewährte Lösungen und ein Überblick zur 2018er-Edition der ISO 26262

Referent: Dr. Heiko Dörr, Model Engineering Solutions GmbH

Workshoprichtung: Model Based Testing

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:00 - 18:00 Uhr

Abstract: - Entwickeln sicherheitsrelevanter Software nach IEC 61508 und ISO 26262
- Einfluss von IEC- und ISO-Normen auf eingebettete Software mit Simulink, Embedded Coder und Targetlink
- Modell- und Software-Architektur für sicherheitskritische Software
- Erzielen von ISO-konformen Modellen durch Einsatz von Modellierungsrichtlinien und Komplexitätsmessungen
- Normgerechtes Testen nach ISO 26262 in der modellbasierten Softwareentwicklung
- Toolqualifizierung
- Von den Vorreitern aus der Automobilindustrie lernen - Praxisbeispiele aus der Automobilbranche (ISO 26262)
- Modellbasierte Entwicklung eingebetteter Software nach ISO 26262 – Herausforderungen, bewährte Lösungen und ein Ausblick auf die kommende Edition der ISO 26262


Heiko Doerr, Model Engineering Solutions GmbHDr. Heiko Dörr ist ein renommierter Redner, bekannt von Veranstaltungen wie der ELIV, VDA Automotive oder dem Automobilelektronikkongress. Er begann seine Karriere bei Daimler Benz Research, war für AUTOSAR bei Carmeq zuständig und ist seit einigen Jahren Geschäftsführer der Model Engineering Solutions GmbH (MES), dem Competence Center für modellbasierte Software.

Ist es möglich mit vier Symbolen 90% aller Prozesse darzustellen? – Ja! So einfach ist Prozessmodelling im Testumfeld

Referent: Georg Haupt, oose Innovative Informatik eG

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:55 - 15:40 Uhr

Abstract: Ein gemeinsames Bild das jeder auf Anhieb versteht ist ein Anspruch den jedes Model haben sollte. Aber Hand aufs Herz, Modelle die jeder sofort versteht sind doch eher selten. Gibt es denn keine Möglichkeit mit wenigen verständlichen Symbolen einen Prozess darzustellen?

Doch die gibt es! Mit nur vier Items der BPMN 2.0 können Sie 90% Ihrer Prozesse darstellen. Durch sie einfache und selbsterklärende Symbolik der Sprache können auch ungeübte „Leser“ sofort die Inhalte nachvollziehen.

Anhand eines alltäglichen Beispiels zeigt Ihnen Georg Haupt mit nur vier BPMN Symbolen wie ein Prozess dargestellt werden kann. Ihr Vorteil: Wenn der Prozess erst einmal verständlich aufgezeichnet ist, dann ermöglicht er die Kommunikation mit allen Beteiligten zu vereinfachen. Ohne lange Komplizierte Erklärungen können wir uns auf das wesentliche konzentrieren, Die Ermittlung der Testfälle und die Abstimmung mit den Stakeholdern.


Georg Haupt, oose Innovative Informatik eGISTQB Certified agile / MBT Tester, Certified Quality Designer, ITIL Certified
Als Trainer und Berater liegen die Schwerpunkte von Georg Haupt im Bereich der Qualitätssicherung und Softwaretests.
In 14 Jahren vergleichende Produkttests für die Computerbild, Computerbild-Spiele und Audio-Video-Foto-Bild wurde sein Blick für Produktqualität geschult. Das Motto seiner Trainings lautet: „Aus der Praxis für die Praxis!“ Denn er blickt als ISTQB zertifizierter Test- und Qualitäts-Management Experte auf mittlerweile annähernd 20 Jahre praktische Erfahrung in den Bereichen Soft- und Hardwaretests zurück.

Modellbasiert besser und schneller zur Testautomatisierung - Erfahrungsbericht: Wie man Testmodelle erstellt und daraus Testskripte generiert.

Referenten: Siegfried Schöfer und Johannes Schaffenroth, sepp.med GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:55 - 15:40 Uhr

Abstract: Testskripte für Hardware in the Loop Systeme zu entwickeln ist sehr aufwendig und wird mit zunehmender Komplexität und Variantenvielfalt ein immer größerer Kostenfaktor für die Komponentenentwicklung.

Für unseren Kunden aus dem Automotive-Umfeld haben wir daher neue Wege gesucht, das Testdesign und die Testimplementierung durch zusätzliche Automatismen effektiver und zuverlässiger zu gestalten. Insbesondere sollte die Testfallimplementierung automatisiert werden, um den Aufwand für die Testskripterstellung zu reduzieren. Tatsächlich entkoppelt unser Vorgehen den Implementierungsaufwand von der Anzahl der Testfälle.

Der erste Schritt dazu ist die Umsetzung der Systemanforderungen in Testmodelle. Auf diesem Weg werden schon im Vorfeld Unklarheiten und Lücken in den Anforderungen gefunden und geklärt. Durch Anwendung eines Testfallgenerators, der direkt aus den Modellen konkrete, ausführbare Testfälle erzeugt, habe wir den Aufwand für Implementierung der Testskripte entscheidend reduziert, so dass letztendlich die Anzahl der Testfälle nicht mehr aufwandsrelevant ist. Dies hat zur Folge, dass die Testabdeckung deutlich verbessert und die Skripterstellung automatisiert wird.

Die Effektivitätssteigerung durch diesen Ansatz, kann genutzt werden, bei gleichem Aufwand eine entscheidende Steigerung der Testabdeckung und damit der Zuverlässigkeit des Produktes zu realisieren.

Im Vortrag wird das Vorgehen bei der Modellerstellung erklärt und verschiedene Strategien erläutert, nach denen die Testskripte generiert werden können, um die gewünschte Testabdeckung zu erreichen.


Siegfried Schöfer studierte Computational Engineering an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Er arbeitet seit 2016 als Software-Testingenieur bei der sepp.med gmbh und ist hier mit der Entwicklung von automatischen HiL-Tests betraut. Sein Interesse gilt der stetigen Verbesserung und Systematisierung des Testdesigns und der Automatisierungskonzepte.

Johannes Schaffenroth studierte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Er arbeitet seit August 2017 als Software-Testingenieur bei der sepp.med gmbh. Er hat sich seither intensiv mit modellbasiertem Test beschäftigt und bringt dieses Know-How zunehmend in die Testautomatisierung in Kundenprojekte ein.

Test Intelligence?

Referent: Dr. Elmar Jürgens, CQSE GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 09:10 - 10:10 Uhr

Abstract: Es ist selten genug Zeit da, um so gründlich zu testen, wie wir gerne würden. Verantwortung für Tests umfasst daher auch immer die Verantwortung für Test-Lücken. Das ist oft schmerzhaft. Gibt es Ansätze, die uns helfen können, intelligenter zu testen?

Big Data und Machine Learning versprechen Erkentnisgewinn durch die intelligente Auswertung von großen Datenmengen. In der Forschung gibt es auch tatsächlich Ansätze, die versuchen, relevante Erkenntnisse aus den Daten zu extrahieren, die bei Entwicklung und Test anfallen (z.B. Versionshistorien, Issues, Review-Kommentare, Coverage, Stack-Traces). Doch was bringen Defect Prediction, Failure Clustering, Test Impact Analysis usw. in der Praxis?

Wir selbst haben in den letzten Jahren viele der wichtigsten Ansätze implementiert und in unserer eigenen Entwicklung und bei Kunden evaluiert. In dieser Keynote stelle ich zentrale Ansätze, Forschungsergebnisse und Anekdoten, Erfolgsgeschichten und Fehlschläge vor.


Dr. Elmar Jürgens, CQSE GmbHDr. Elmar Jürgens hat über statische Codeanalyse promoviert und für seine Doktorarbeit den Software-Engineering-Preis der Ernst Denert-Stiftung erhalten. Er ist Mitgründer der CQSE GmbH und begleitet seit acht Jahren Teams bei der Verbesserung ihrer Qualitätssicherungs- und Testprozesse. Juergens spricht regelmäßig auf Konferenzen wie dem QS-Tag, W-JAX, JAX, OOP, Teamconf, DWX, ICSE, CSMR, SQD oder den XP Days. Er wurde von den Teilnehmern zum besten Sprecher der Clean Code Days 2014, der Software Quality Days 2015, dem Java Forum 2015 und dem QS-Tag 2016 gewählt. Elmar Jürgens wurde 2015 zum Junior Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt.

Kontinuierliche Qualitätssicherung und Test von Vehicle Computern – Von der Basis bis zur Freigabe

Referent: Dr. Dominik Holling, ITK Engineering GmbH

Vortragsrichtung: Integrationstests

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Mit den neusten Fahrzeuggenerationen erhalten Vehicle Computer mit wesentlich größerer Rechenleistung als Steuergeräte zuvor eine stetig größere Bedeutung. Diese beherbergen nicht nur vermehrt die Funktionalität von klassischen Steuergeräten, sondern erlauben auch neuartige Funktionen (z.B. automatisiertes Fahren) sowie eine effiziente Vernetzung von Fahrzeugen. Durch die Möglichkeiten der Aktualisierung und einer After-Market-Monetisierung, erleben Vehicle Computer einen an smarte/IoT Geräte angelehnten Lebenszyklus mit kontinuierlicher Weiterentwicklung nach SoP und auch wesentlichem Funktionshub nach Verbau im Fahrzeug.

Bei effizienter Qualitätssicherung und Test von Vehicle Computern spielt die Automatisierung der rechten Seite des V-Modells die bedeutendste Rolle. Um den Gewinn an Entwicklungs- und Absicherungs- Geschwindigkeit abzubilden finden die Techniken Continuous Integration und Continuous Delivery, aber auch Methoden des DevOps in Kombination mit System Engineering (SysDevOps) in der Qualitätssicherungs- und Teststrategie Einsatz. Dies ermöglicht nicht nur die automatisierte Bereitstellung von Software und deren Konfiguration, sondern eine durchgehende automatisierte Absicherungskette inklusive der automatisierten Erstellung der Freigabe-Dokumentation, Quality Gates zum Sichtbarmachen von Software-Qualität und frühe Ende-zu-Ende Tests zum Erhalt schnelle Feedbacks über die Gesamtfunktion.

Dieser Vortrag zeigt an einer Fallstudie die Implementierung und daraus resultierende Herausforderungen und sowie Lösungsstrategien auf, die zu einem effektiveren, flexibleren und höher automatisierten Entwicklungsprozess, im Zeichen von Continuous Integration, Continuous Delivery und SysDevOps, führen können.


Dr. Dominik Holling, ITK Engineering GmbHDominik Holling arbeitet im Bereich Testmethodik und Entwicklungsprozesse bei der ITK Engineering GmbH. Sein Fokus ist auf Software Engineering und Softwaretest. Dies beinhaltet das Zusammenbringen von Entwicklung und Qualitätssicherung sowie der frühen Aktivitäten des Requirements Engineering und der Software Architecture. Hauptinteresse ist dabei Continuous Integration, Continuous Delivery, sowie SysDevOps für eingebettete / cyber-physische Steuergeräte.
Davor hat er Informatik mit Focus auf Security an der TU Kaiserslautern studiert und an der Technischen Universität München am Lehrstuhl Software Engineering zum Thema wissensbasierte Testmethodik promoviert.

Automatisierter Test von Steuergeräten - Hardware in the Loop-Test vom Modultest bis zum Systemtest

Referent: Dr.-Ing. Kristian Trenkel, iSyst Intelligente Systeme GmbH

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Im Bereich der Entwicklung eingebetteter Systeme, wie sie beispielsweise in Form von Steuergeräten im Automobilbereich eingesetzt werden, ist ein rasanter technischer Fortschritt zu verzeichnen. Die Komplexität der Funktionen und der Entwicklungsaufwand steigen stetig an. Hierbei kommen für den Datenaustausch immer häufiger Funkschnittstellen zum Einsatz, welche zur Vernetzung mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur eingesetzt werden. Diese Funktionalität ist im Kontext von IoT zu sehen. Unter diesen Bedingungen lassen sich die Tests nur durch eine höchstmögliche Automatisierung in der nötigen Testtiefe wirtschaftlich realisieren. Neben den genannten Anforderungen an den Test allgemein stellen immer komplexere Steuergeräte auch immer größere Anforderungen an die Entwicklung. Neben der steigenden Komplexität steigt auch die Bandbreite der eingebetteten Systeme – vom drahtlosen Sensor bis hin zum Automobilsteuergerät mit 400 Pins – für welche automatisierte Tests auszuführen sind. Dies erfordert flexible und anpassbare Testsysteme. Bei der Software-Entwicklung auf der Ziel-Hardware werden dabei immer umfangreichere Umgebungsemulationen durch Simulationen notwendig, um das Steuergerät in einen für den Entwickler nutzbaren Betriebszustand zu versetzen. Dabei bestehen ähnliche Anforderungen, wie für die Umgebungssimulation bei Hardware in the Loop (HIL)-Testsystemen.

Im Rahmen dieses Beitrages wird das Konzept und die Umsetzung einer Plattform für Testsysteme vorgestellt, welche die Realisierung von kompakten Testsystemen für den Entwicklerarbeitsplatz bis hin zu Fullsize-HILs für den Systemtest ermöglichen. Diese Testsysteme sind im weiten Umfang an die Erfordernisse des jeweiligen eingebetteten Systems anpassbar und sind ebenfalls um Funkschnittstellen für den Test erweiterbar. Dabei ist die Wiederverwendbarkeit der Modelle für die Umgebungssimulation ohne Änderungen sichergestellt. Als Basis für die Testsystemplattform kommt die Echtzeit-Middleware Gamma V der Firma RST zum Einsatz. Diese Middleware ermöglicht die echtzeitfähige Ausführung von Modellen und die Abstraktion der Hardware. Damit ist ein Einsatz auf verschiedenen Prozessoren möglich. Mit Hilfe des Matlab/Simulink-Blockset ist die einfache Erstellung von Umgebungsmodellen – auch für die Funkkommunikation – und deren Portierung auf die Testsystemplattform möglich. Weiterhin ermöglicht der transparente Austausch der Daten der Middleware zwischen verschiedenen Systemen eine Visualisierung der Systemdaten sowie eine Testautomatisierung von unterschiedlichen Steuersystemen aus.

Anhand zweier Beispiele werden die Einsatzmöglichkeiten der Testplattform dargestellt. Als Erstes wird der Einsatz als Werkzeug für den Entwicklerarbeitsplatz in Form eines kompakten Motorprüfstandes für Elektromotoren gezeigt. Im zweiten Beispiel wird der Einsatz als Fullsize-HIL-System für ein Automobilsteuergerät dargestellt.


Dr.-Ing. Kristian Trenkel, iSyst Intelligente Systeme GmbHDr.-Ing. Kristian Trenkel studierte ab 2001 an der FH Jena Elektrotechnik/Technische Informatik. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums als Dipl.-Ing. (FH) im Jahr 2005 folgte eine Tätigkeit als Entwicklungsingenieur im Bereich Industrieautomatisierung. Ab 2008 folgte die Arbeit als Testingenieur bei der iSyst GmbH in Verbindung mit einer kooperativen Promotion mit der TU Chemnitz, Professur SSE. Seit 2013 betreut Herr Trenkel die Forschungs- und Förderprojekte sowie die studentischen Arbeiten bei der iSyst GmbH. Der erfolgreiche Abschluss der Promotion erfolgte Ende 2015. 2018 übernahm Herr Trenkel die Abteilungsleitung für die Forschung und Softwareentwicklung.

Clean Code ist Teamsport!

Referent: Michael Kaufmann, Alegri

Vortragsrichtung: Methodenbericht

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Bei viele Clean-Code-Systemen geht es um die persönliche Entwicklung vom ihren Schülern. Software wird heutzutage aber im Team entwickelt – und wir brauchen deshalb Werkzeige um Clean-Code im Team umzusetzen. Dazu gehört die Definition, Quantifizierung und Steuerung. Wer also Clean-Code im Team umsetzen will, der kommt an dem Thema technische Schuld nicht vorbei.

Der Vortrag erklärt, wie man Clean-Code in die technische Schuld integriert und es damit quantifizierbar und steuerbar macht. Er stellt technische Lösungen für die Messung und Verwaltung von technischer Schuld vor, und zeigt, wie man sie in einen modernen, agilen Entwicklungsprozess integriert.


Michael Kaufmann ist Mitglied der Geschäftsführung von Alegri und dort als Direktor für den Bereich Entwicklung und den Standort Stuttgart verantwortlich. Er ist seit fast 18 Jahren in der IT-Beratung als Architekt und Projektleiter tätig. Seit 2015 wurde ihm jedes Jahr die Auszeichnung Microsoft Most Valuable Professional (MVP) für DevOps und Visual Studio ALM verliehen. Er ist PRINCE2 zertifizierter Projektleiter und zertifizierter Scrum Master und Product Owner. Sein Wissen teilt er in diversen Schulungen, Vorträgen, Artikeln und seinem Blog.

Testarten in der Praxis mit Countinuous Integration

Referent: Roland Golla, Never Code Alone

Vortragsrichtung: Methodenbericht

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Codeception ist ein PHP Framework und unterstützt verschiedene Testarten. Bei Never Code Alone setzen wir auf Acceptance-, API- und Unittests. Das Open Source Projekt ist auf GitHub veröffentlicht. In dem Talk zeige ich live, wie wir Tests ausführen und was wir testen. Dadurch können wir schnell und zuverlässig neue Features live bringen und Bugs sehr früh erkennen. So sparen wir viel zeit und Geld. Dazu machen automatische Prozesse einfach Spaß und sparen viel Zeit.


Roland Golla, Never Code AloneDer 2003 ausgebildete Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt PHP-Backend-Entwicklung war viele Jahre als Senior Webdeveloper und Lead Developer für große CMS-Portalen und umsatzstarke eCommerce-Lösungen tätig. Seit 2013 liegen seine Arbeitsschwerpunkte im Clean Code und in der Software-Qualität.

Eingesetzte Technologien sind u. a. Backend PHP Fullstack Frameworks Symfony und Zend. Ergänzend dazu sehr gute Fähigkeiten in AngularJS, NodeJS und Responsive Design. Eingesetzte Testframeworks sind PHPUnit für PHP Code und DalekJS für automatisiertes Frontend Testing.

Zitat: “Mit den PHP-Schulungen der ‘Entwicklungshilfe’ geben wir Web-Entwicklern die Möglichkeit, die Lerninhalte sofort eigenhändig am Rechner umzusetzen. Hands-on ist für uns hier also die oberste Maxime.”

Die Null-Fehler-Software-Fabrik - Fantasie oder bereits Wirklichkeit?

Referent: Ingo Nickles, Vector

Vortragsrichtung: Integrationstests

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Abstract: Die steigende Wichtigkeit der Software für die Bereitstellung von Schlüsselmerkmalen und sicherheitskritischen Funktionen in vielen Geräten und Systemen führt dazu, dass nicht länger ein handwerklicher Ansatz bei der Entwicklung zugrunde gelegt werden kann. Software muss mit der Präzision und Qualität konstruiert werden, die in jedem modernen Herstellungs- oder Montageprozess zu sehen ist. Es gibt viele Lehren, die man aus der Fertigungsindustrie in Bezug auf die Verbesserung der Qualität ziehen kann. Dies legt nahe eine "Fabrik" -Umgebung zu schaffen, die sicherstellt, dass Unternehmen die Produktion von Software in kürzester Zeit bei maximaler Qualität ermöglicht.

In diesem Vortrag werden wir mit der "Vorlaufzeit" und der "Zykluszeit" zwei Probleme betrachten, die Unternehmen berücksichtigen müssen und es wird gezeigt wie Unternehmen beide innerhalb einer Software Factory-Umgebung lösen können.

Es werden vier definierende Prinzipien vorgestellt die für eine Softwarefabrik beachtet werden müssen.

Konkrete Vorschläge wie eine Softwarefabrik erreicht werden kann runden den Vortrag ab um die Frage im Vortragstitel final zu beantworten.


Ingo Nickles, VectorIngo Nickles arbeitet als Senior Field Application Engineer bei der Firma Vector Informatik und ist dort für die Kunden- und Projektbetreuung verantwortlich. Er kann auf über 20 Jahre Berufserfahrung in der Software Entwicklung, System Design und Software Tests und agilen Entwicklungsmethoden zurückgreifen und hat zahlreiche Vorträge in Online Seminaren und auf Konferenzen im In- und Ausland gehalten.

Effizienter Testen mit einem praxisbewährten Testprozess

Referent: Michael Wittner, Razorcat Development GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Abstract: Eine Zertifizierung sicherheitskritischer Systeme erfordert umfangreiche und normgerechte Tests aller Funktionalitäten eines solchen Systems. Zeit und Kosten der Zertifizierung können durch den Einsatz eines praxisbewährten Testprozesses erheblich reduziert werden. Die erforderlichen Testdokumente werden dabei automatisch auf der Basis der Testergebnisse für die einzelnen System-Anforderungen erzeugt.

Die Präsentation beschreibt einen strukturierten Testprozess, der die Verlinkung von Anforderungen mit den erstellten Testartefakten sowie die anschließende Nachweisführung und Reporting ermöglicht. Anhand eines erfolgreich durchgeführten Testprogramms einer Flugzeugkomponente wird die Testmethode, der schrittweise Prozess sowie die verfügbare Werkzeugunterstützung und das damit mögliche Einsparungspotential vorgestellt.


Michael Wittner, Razorcat Development GmbHDipl.-Inform. Michael Wittner ist seit vielen Jahren im Bereich Software-Entwicklung und Test tätig. Nach dem Studium der Informatik an der TU Berlin arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Daimler AG an der Entwicklung von Testmethoden und Testwerkzeugen. Seit 1997 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Razorcat Development GmbH, dem Hersteller des Unit-Testtools TESSY und CTE sowie des Testmanagement-Tools ITE und der Testspezifikationssprache CCDL.

Plötzlich Clean Coder! Und jetzt?

Referentin: Claudia Simsek-Graf, viadee IT-Unternehmensberatung GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Vortragsrichtung: Wertesystem von Clean Code Developern

Level: Einsteiger

Abstract: Die Einführung und Umsetzung der Clean Code Prinzipien und Praktiken stellt nicht einfach nur einen Methodenwechsel sondern eine veränderte Teamkultur, ein mitunter neu orientiertes Wertesystem und ggf. eine Veränderung der eigenen Haltung, dar: Weg vom „Individualcode“ hin zum „Teamcode“ sind viele Hürden zu nehmen, Widerstand zu überwinden und Begeisterung zu entfachen und zu erhalten. Die Clean Code Prinzipien und Praktiken sind erst wirklich effektiv umsetzbar, wenn auch der Mensch berücksichtigt wird.

- Welche Clean Code Prinzipien sind mit welchen Werten verknüpft?
- Wie sieht eine „Clean Code Teamkultur“ aus?
- Was sind wesentliche Faktoren um Menschen zu Clean Codern zu entwickeln?
- Welche Bedürfnisse, Ängste und Befindlichkeiten werden dadurch ggf. tangiert?

Diese und weitere Fragen habe ich mir gestellt. Vieles habe ich in Projekten erlebt und Teams bei ihrer Entwicklung unterstützt. Meine Erkenntnisse dabei sind:

- Auch Clean Coder sind in erster Linie Menschen und haben Bedürfnisse, Erfahrungen und Befindlichkeiten
- Clean Code ist dann von größtmöglichem Erfolg gekrönt, wenn Teams die dazugehörigen Werte leben und in ihrer Kultur manifestieren.

Meine Erfahrungen möchte ich mit euch teilen und diskutieren.


Claudia Simsek-Graf, viadee IT-Unternehmensberatung GmbHClaudia Simsek-Graf hat Technische Informatik studiert und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in IT-Projekten. Schwerpunkte sind hierbei das Testmanagement, die Verbesserung von Software-Entwicklungsprozessen und das Projektmanagement. Durch ihre früheren Aufgaben als Team- und Abteilungsleiterin kennt Sie die Herausforderung im Umgang mit den menschlichen Faktoren aus eigener Erfahrung.

Neben der Projektmanagementausbildung ist sie Wirtschaftsmediatorin und vertritt in der viadee den Kompetenzbereich Soft-Skills.

Software Qualität in einem Legacy Projekt

Referentin: Jeanette Wernicke, Bayerische Versorgungskammer

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Vortragsrichtung: Vorteil beim Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger

Abstract: In Legacy Projekten haben sich mit der Zeit technische Schulden angesammelt. Komplexer und doppelter Code, enge Kopplung, zyklische Abhängigkeiten und fehlende Tests sind typische Probleme.

Soll so ein System auch langfristig wart- und erweiterbar bleiben, müssen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Tools können helfen technische Schulden zu verringern, wenn sie richtig eingesetzt werden.

In diesem Vortrag werden einige Tools und Methoden vorgestellt. Am Beispiel eines Rentenversorgungssystems, das seit 10 Jahren im Einsatz ist, wird gezeigt wie sich bestehende Systeme stetig verbessern und erreichte Standards halten lassen.


Jeanette Wernicke, Bayerische VersorgungskammerJeannette Wernicke ist bei der Bayerischen Versorgungskammer als Software Entwicklerin und Architektin mit Schwerpunkt Software Qualität tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit untersucht sie Verbesserungspotentiale in verschiedenen Systemen, leitet Workshops und hält Vorträge zu den Themen Clean Code, Software Architektur und Unit-Testing.

Integrationstests als Teil des Entwicklungsprozesses in heterogenen Systemen

Referent: Robert Schachner, RST Industrie Automation

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Vortragsrichtung: Integrationstests

Abstract: Neben klassischen HIL Tests sind Integrationstests vor allem mit unterschiedlichen Technologien, wie zum Beispiel Hochsprachen-Anwendungen in Verbindung mit SPS Technologien, äußerst schwierig. Die meist proprietären Testtechnologien sind dazu nicht flexibel genug, heterogene Systeme durchgängig zu testen.

Offene Middleware Technologien bieten hier viel mehr Möglichkeiten:

- Test- und Simulationswerkzeuge können während des gesamten Entwicklungsprozesses kombiniert werden
- Offene Schnittstellen ermöglichen durchgängige Teststrategien
- Serviceorientierte Zusatzfunktionen, wie im IoT Umfeld üblich, erleichtern die Bedienung

Der Vortrag zeigt, wie offene Kommunikationsmodelle, die Transparenz und Durchgängigkeit der heterogenen Systemlandschaft herstellt. Offene Schnittstellen ermöglichen auch die Adaption und Kombination von Testwerkzeugen, individuell dem Entwicklungsprozess angepasst.

Zu guter Letzt zeigt der Vortrag, wie sich Heterogenität nahezu auflöst, wenn auch die Embedded Applikation auf einer Middleware realisiert wird.


Robert Schachner, RST Industrie AutomationDipl.-Ing. (FH) Robert Schachner bewegt sich im embedded Markt seit 1985. Schon von Beginn an beschäftigt er sich mit der Abstraktion von embedded Systemen durch Datenmodelle. Bis heute konnte er mit seinem Team die Effektivität von Datenmodellen in mehr als 250 verschiedenen Projekten nachweisen. Durch die Abstraktion, die sich aus solchen Modellen ergibt findet man die Systeme nicht nur in der Automation, sondern in diversen Märkten wie Medizintechnik, Automotive- und Avionik Test.

1993 gründete Herr Schachner die RST Industrie Automation GmbH in der er seither erfolgreich seine Projekte umsetzen kann.

Herr Schachner ist Gründungsmitglied im Verein Embedded4You e.V. und stellt dort derzeit den zweiten Vorstand. Zu seinem Kernthema Middleware hat er sich an der VDI/VDE Richtlinie 2657 „Middleware in der Automatisierungstechnik“ engagiert. Seit Kurzem engagiert er sich auch für den Nachwuchs in dem er an Fachhochschule Rosenheim den Studienkurs „Methoden der Echtzeit Kommunikation in eingebetteten Systemen“ leitet.

Effizienter Einsatz verschiedener Testmethoden für einen automatisierten ISO 26262 konformen Software-Unit- und Integrations-Test

Referent: Wolfgang Meincke, BTC Embedded Systems AG

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Vortragsrichtung: Unit Testing

Abstract: Der Test von eingebetteter Software wird in heutigen Softwareentwicklungsprozessen zu einer immer größeren Herausforderung. Vor allem in der Automobilindustrie wächst die Komplexität und die Anzahl der sicherheitskritischen Komponenten deutlich an, während die Entwicklungszyklen immer kürzer werden. Neue Entwicklungsansätze, wie die Modell-basierten Entwicklung oder agile Entwicklungsprozesse, sind sehr hilfreich für einen effizienteren Softwareentwicklungsprozess. Andererseits stellt dies wiederum neue Herausforderungen an das Testen, wie z.B. eine wesentlich frühere Testausführung und im Rahmen der Modell-basierten Entwicklung auch die Ausführung von Testfällen auf verschiedenen Implementierungsebenen (MIL/SIL/PIL). Zudem ist durch die gestiegene Komplexität sowie die deutlich höheren Sicherheitsanforderungen an die Komponenten eine einzelne Testmethode nicht mehr ausreichend, um sowohl Korrektheit als auch Robustheit des zu testenden Systems sicherzustellen. Das schlägt sich auch in verschiedenen Standards, wie z.B. der ISO 26262 nieder, die eine Kombination verschiedener Testmethoden auf Modell und Code Ebene empfiehlt.

Der Vortrag stellt ein Konzept für eine integrierte Testplattform vor, um für Modell und Produktionscode die oben genannten Herausforderungen zu adressieren. Dabei liegt der Hauptfokus auf den folgenden drei Aspekten: Integration, Separation und Automatisierung. Der Integrationsaspekt gliedert sich in zwei Teile. Zum einen sollte die Plattform mit anderen entwicklungsunterstützenden Tools für Modellierung, Anforderungsmanagement oder Codegenerierung gut integriert sein. Alle Informationen, um eine Komponente zu testen, sollten so gut wie möglich automatisiert ausgelesen und aufbereitet werden. Das umfasst Informationen zu den Modell- und Softwareschnittstellen, Datentypen, Wertebereiche, Anforderungen und Code Dateien. Da diese Informationen für verschiedene Testmethoden benötigt werden, ist der zweite Integrationsaspekt die Integration verschiedener Testmethoden, die basierend auf einer Datenbank und einer integrierten Umgebung zum Einsatz kommen.

Separation bedeutet, dass Softwareunits zuerst umfassend getestet werden, bevor diese in größere Softwarekomponenten integriert werden. Die integrierten Softwarekomponenten wiederum werden dann gegen die Softwarearchitektur getestet. Die Testplattform sollte diesen Teile-und-Herrsche Ansatz so unterstützen, wie in der ISO 26262 oder Automotive SPICE empfohlen und beschrieben. Ein letzter wichtiger Aspekt ist die Automatisierung. Dazu sollte die Plattform eine vollständige API und Schnittstellen zu Standardtools wie Jenkins anbieten. Das Ziel ist, dass die Plattform sowohl einfache Testmethoden bis hin zu anspruchsvollen Aufgaben wie der automatischen Testfallgenerierung unterstützt.


Wolfgang Meincke, BTC Embedded Systems AGWolfgang Meincke studierte Angewandte Informatik an der Hochschule Ravensburg-Weingarten und schloss sein Diplom 2006 ab. Im Anschluss arbeitete er bei der BTC Embedded Systems AG, die als Tool-Provider im Bereich formale Verifikation, Validierung und automatisiertem Testen eingebetteter Systeme integrierte, automatisierbare und zertifizierte Testlösungen anbietet. Später wechselte er zum Telefon- und Internetprovider EWE TEL GmbH und arbeitete dort im Anforderungs- und Projektmanagement und war u.a. am Wechsel vom klassischen Entwicklungsprozessen hin zur agilen Softwareentwicklung involviert. Heute arbeitet er wieder bei BTC als Senior Pilot Engineer und begleitet dort die Kunden in Evaluationen, unterstützt die Integration der Tools in den Softwareentwicklungsprozessen der Kunden sowie die Anwendung von Testmethoden im Kontext der ISO 26262.

Saubere Sache – aber wie?

Referent: Michael Wiedeking, MATHEMA Software GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Vortragsrichtung: Regelwerk von Clean Code

Level: Einsteiger

Abstract: Aussagekräftige Namen, selbstdokumentierender Code, kleine Funktionen etc. Alles leichter gesagt als getan. Wie muss man aber nun konkret programmieren, damit sich das Ergebnis als „Clean Code” sehen lassen kann?

Dieser Vortrag widmet sich konkreten Vorschlägen, wie man mit einfachen Regeln „Clean Code” schreiben kann. Dabei werden nicht nur brauchbare Ziele definiert, an denen man sich orientieren und mit deren Hilfe man „saubere“ Entscheidungen treffen kann, sondern auch konkrete Beispiele gezeigt, wie man zu gut les- und wartbarem Code kommen kann.


Michael Wiedeking, MATHEMA Software GmbHMichael Wiedeking ist Gründer der MATHEMA Software GmbH. Er ist Java-Programmierer der ersten Stunde, schreibt regelmäßig Artikel und spricht auf Konferenzen. Am liebsten aber "sammelt" er Programmiersprachen und beschäftigt sich mit ihrem Design und ihrer Implementierung – neuerdings besonders mit seiner eigenen: Aalgola.

Anwendungen vom Single Responsibility Prinzip

Referent: Robert Bräutigam, MATHEMA Software GmbH

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Abstract: Eine Klasse sollte genau einen Grund haben sich zu ändern. Die "Definition" von Uncle Bob ist kurz und einprägsam, jedoch höchsten Grades subjektiv und vieldeutig. Ist "weil ich die Applikation ändern muss" ein Grund? Ist "weil ich ein Ticket gekriegt habe" ein Grund? Die Beispiele im Netz, inklusive die von Uncle Bob sind meistens eher trivial oder nicht anwendbar, oder beides. Die vielen Fragen auf Stackoverflow bestätigen auch, dass das Interpretieren dieses Prinzips gar nicht so einfach ist.

Dieser Vortrag gibt nicht nur eine anwendbare Interpretation vom Prinzip, sondern demonstriert es auch mit der Hilfe von verschiedene Use-Cases aus echten Projekten. Dabei werden auch schwierigere Fälle wie der Zusammenhang von Business, Präsentation und Persistenz nicht außer Acht gelassen. Es werden Auswirkungen auf die ganze Architektur, wie auf Schichtenarchitekturen diskutiert, sowie die Verbindung mit anderen Konzepten wie Objekt-Orientierung und Domain-Driven-Design.


Robert Bräutigam, MATHEMA Software GmbHRobert Bräutigam

Ferngesteuerte HMI Tests auf Cortex-M Controllern

Referenten: Andy Walter und Dr. Matthias Müller, macio GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Integrationstests

Abstract: Das automatisierte Testen auf einem Embedded Gerät ist eine besondere Herausforderung. Wünschenswert ist es, mit demselben Werkzeug und denselben Testfällen vollautomatisierte Tests sowohl ferngesteuert auf der echten Zielhardware durchzuführen als auch gegen die Simulation am PC, da sich manche Fehlertypen mit vertretbarem Aufwand nur in einer der beiden Varianten detektieren lassen.

Für diese Fernsteuerung des Zielgerätes hat macio ein Remote Command Interface (RCI) entwickelt, die kompakt genug ist, um inklusive der zu testenden GUI-Anwendung (Graphical User Interface) auf einem Embedded Controller mit 1MB RAM und Flash eingesetzt werden zu können. Die Schnittstelle ist eingebettet in das mbedded Framework, das die deklarative Programmierung auf Controllern der Klasse Cortex M unterstützt.

Auf der Ebene von Eingabeevents wie Tastendrücke, Aktionen eines Dreh-Drück-Stellers oder Klick-Events kann das programmierte HMI in jeden möglichen Zustand überführt und mit jeder möglichen Interaktion stimuliert werden.

Dieses Repertoire der Interaktion wird durch die duale und mehrschichtige Architektur des RCI ermöglicht: Die eine Seite befindet sich auf dem Host- und die andere Seite auf dem Target. Während sich die Seite auf dem Target in die Eventschnittstellen des Systems einklinkt, bietet die Host-Implementierung eine komfortable Python-API. Mit Hilfe der Python-API werden Eingabe-Events an das HMI geschickt, Zustände im HMI abgefragt und Screenshots vom HMI geschossen und auf den Host übertragen. Dort angekommen werden diese Screenshots mit früheren, verifizierten Gold-Abbildern verglichen und der Erfolg eines Testszenarios ermittelt.

Letztendlich können auch projektfremde Mitarbeiter mit etwas Programmiererfahrung unter Einbezug des Python-Unittest-Frameworks mächtige und automatisierte Tests erstellen. macio verbindet die Testautomatisierung über das RCI mit HW-Tests auf einem Build- und Integrationsserver. Diese Tests laufen regelmäßig im Nightly-Build auf einem über USB mit dem Buildserver verbundenen Target.

Neben den vorhandenen Unit-Tests und SW-SW-Integrationstests bietet das RCI eine mächtige Schnittstelle für erste HW-SW-Integrationstests. Denn es ermöglicht automatisierte Endbenutzertests auf der Zielplattform und lässt die QS mit Hilfe kostengünstiger automatisierter Tests im V-Modell eine Stufe höher klettern.

Der Vortrag beschreibt die gewählte Architektur und die Erfahrung im Verlauf des Testeinsatzes anhand eines umfangreichen Projektes mit mehreren tausend Screens.


Andy Walter, macio GmbHAndy Walter war nach dem Informatikstudium an der Universität des Saarlandes wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe. Danach war er Mitgründer der aicas GmbH, wo er als Chief Operations Officer das Geschäft in Europa und Asien verantwortete. Seit 2012 leitet er die Karlsruher Niederlassung des Software Dienstleistungsunternehmens macio GmbH und ist dort seit 2015 Prokurist. macio bietet die attraktive inhouse Kombination von Design- und Ingenieur-Know-how zur Konzeption und Umsetzung anspruchsvoller Human Machine Interfaces (HMI). macio hat 3 Entwicklungsbereiche, von denen sich jeweils einer auf die Plattformen C/C++, C# und Mobile/Web konzentriert.

Dr. Matthias Müller, macio GmbHDr. Matthias Müller ist bei macio seit September 2016 Entwicklungsgruppenleiter und Projektleiter für große Projekte. Nach seinem Studium und seiner Promotion am KIT beschäftigte er sich mit agilen Vorgehensmethoden in der Softwareentwicklung. Die Ergebnisse seiner Studien konnte er auf internationalen Konferenzen und Journalen einem breiten Fachpublikum vorstellen. Bei macio leitet und coached er Projekte im Bereich deklarativer GUIs auf eingebetteten Systemen.

Reaktiver Test eingebetteter Software mit Hilfe von Modellen

Referent: Dr. Sadegh Sadeghipour, ITPower Solutions GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Black and White Box Tests

Abstract: Eingebettete Systeme interagieren wesentlich mit ihrer physikalischen und digitalen Umgebung. Diese hat großen Einfluss auf den Testablauf eingebetteter Software. Werden Steuerungsfunktionen getestet, können entsprechende Testabläufe als Open-Loop-Tests vollständig vor der Testausführung spezifiziert werden. Dagegen sind Regelungsanteile eines Systems effektiv nur durch Closed-Loop- oder reaktive Tests zu prüfen. Bei reaktiven Tests wird der Testablauf durch den aktuellen Zustand des Testobjekts und seine Reaktion auf die aktuellen Testinputs bestimmt. Der nachfolgende Testinput hängt vom Testoutput des Prüflings ab.

Es sei z.B. die Software eines Spurhalteassistenten in einer Beschleunigungsphase, einer Anfangsgeschwindigkeit von 30 km/h und einer Zielgeschwindigkeit von 100 km/h zu testen. Um die Zielgeschwindigkeit zu erreichen, muss für eine bestimmte Dauer das Gaspedal gedrückt werden. Der Tester hätte die Aufgabe, einen Testablauf für dieses Szenario zu spezifizieren.

Wann ist bei welcher Gaspedalstellung diese Zielgeschwindigkeit erreicht? Die effektive Beschleunigung des Fahrzeugs hängt von vielen Faktoren ab: Von den Gegebenheiten der Fahrbahn, einer eventuellen Steigung, unbekannter Reibung, Windwiderstand und natürlich einer unbekannten Kennlinie von Gaspedalstellung und Drehmoment. Der Test sollte deshalb widerspiegeln, was ein Fahrer machte: Beschleunigt er zu langsam, drückt er das Pedal tiefer. Hat er die Endgeschwindigkeit erreicht, geht er mit dem Pedal zurück. Der Fahrer achtet auf die Reaktion des Fahrzeugs und drückt entsprechend das Gaspedal. Und so sollte auch der Test spezifiziert werden: Er überwacht laufend die Reaktion des Prüflings und definiert demgemäß die nächsten Eingaben.

Im vorliegenden Beitrag wird eine Methode zur Spezifikation reaktiver Tests präsentiert, welche UML-Zustandsdiagramme als Testmodelle verwendet. Im Unterschied zum üblichen Vorgehen beim modellbasierten Test (MBT) werden allerdings nicht Modellpfade aus dem Testmodell, und so Offline Testfälle, generiert, sondern das Testmodell wird parallel zum Testobjekt ausgeführt. Die Eingaben des Prüflings sind dann Ausgaben des Testmodells, und umgekehrt wird das Testmodell durch Messwerte des Prüflings getrieben. Dadurch kann der Testablauf, abhängig vom aktuellen Verhalten des Testobjekts, variieren, und das Testmodell die Dynamik einer sich ändernden Umgebung widerspiegeln.

Die präsentierte Methode des reaktiven Tests wird durch eine Werkzeugarchitektur unterstützt, in der die Spezifikation reaktiver Testmodelle in einem etablierten UML-Werkzeug erstellt und aus dem heraus ein ausführbares Modell generiert wird. Dieses Modell wird automatisiert in ein Testwerkzeug eingebunden, welches die Testausführung kontrolliert und die Testauswertung durchführt. Die Testumgebung ist als Framework konzipiert und kann flexibel durch weitere Tools, z.B. Relais-Boxen, Oszilloskopen, Debugger, Bus-Werkzeuge etc., erweitert werden.

Im Beitrag wird der werkzeugunterstützte Einsatz der Methode beim Test einer Funktion eines medizintechnischen Systems erläutert.


Dr. Sadegh Sadeghipour, ITPower Solutions GmbHSadegh Sadeghipour promovierte 1998 am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Berlin im Bereich des Softwaretests. Seit 1996 veröffentlicht er Beiträge zum Test eingebetteter Software auf nationalen und internationalen Konferenzen und Workshops sowie in Fachzeitschriften.

Im Jahre 2000 gründete er die Firma IT Power Consultants mit, später umbenannt auf ITPower Solutions GmbH, in der er seither als Geschäftsführer tätig ist. ITPower Solutions bietet den Entwicklern eingebetteter Systeme, unter anderem aus den Bereichen der Automobilindustrie und der Medizintechnik, Tools, Beratung und operative Unterstützung entlang des System- und Software-Entwicklungsprozesses.

What is Software as a Craft?

Referent: Daniel Carral, trendig technology services

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Vorteile beim Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger

Abstract: What do we mean by Software as a Craft? What not? How and why was it born? How does it relate to Scrum? Is the same as eXtreme Programming? By the way, wasn't it called Software Craftsmanship? Anyway, why does it matter?

After answering all these questions and diving into concepts like deliberate practice and Open Space Technology, we will explore the current status of Software Crafting communities and events across Europe.

Originally presented in September 2017 at RUG::B (Ruby User Group Berlin), this “revisited” version includes perspectives, anecdotes and thoughts acquired during Dani's journey visiting local communities while giving talks, facilitating coding dojos and coderetreats.


Daniel Carral, trendig technology servicesDani is a Software Engineer who enjoys applying critical and out of the box thinking to technology, producing elegant solutions to non-trivial customer challenges.

Passionate about code quality and deliberate practice, he advocates the eXtreme Programming methodology and participates in several Ruby User Groups and Software as a Craft communities around Europe.

In his role as Lead Consultant @ trendig, Dani strives to delight our clients day in, day out. He believes in the power of psychologically safe spaces, diversity, and continuous learning cultures to unlock teams’ full potential and achieve high-quality results.

In his previous life he embarked on a so-called Journeyman Tour, a 6-month backpacking journey visiting local communities, giving talks, facilitating coding dojos & coderetreats, and sharing good vibes all over the place.

Soft Skills – Nur was für Dampfplauderer?!

Referent: Christoph Menzel, Method Park Engineering GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Methodenbericht

Level: Einsteiger

Abstract: Wie erklären wir es, dass ähnliche Organisationen mit ähnlich qualifizierten Menschen extrem unterschiedliche Ergebnisse liefern? Indem wir uns nur auf die mutmaßlich wesentlichen beruflichen Fähigkeiten konzentriert und den Wert der eigentlich wichtigen Fähigkeiten abgewertet oder unterschätzt haben. Die meisten Bücher und Prüfungen in unserer Ausbildungszeit, sei es in der Schule, der Berufsausbildung oder im Studium, beschäftigen sich nur mit den vermutet wichtigen Fähigkeiten. Dabei respektieren wir die wirklich wichtigen Fähigkeiten zu wenig. Indem wir sie als „soft“ bezeichnen, implizieren wir, dass sie optional wären. Es stellt sich jedoch heraus, dass die schwierig zu messenden Eigenschaften der Mitarbeiter eine erfolgreiche Organisation erst ausmachen, nämlich eben diese Soft Skills.


Christoph Menzel, Method Park Engineering GmbHChristoph Menzel ist bereits seit 2011 Teil des Method Park Teams und mittlerweile als Senior Software Engineer tätig. Seine Themenschwerpunkte sind agile Entwicklungsmethoden und die Testautomatisierung. Daraus ergeben sich auch seine Tätigkeitsfelder, so unterstützt er als agiler Coach und zertifizierter Scrum Master seine Kunden bei der Einführung von Scrum oder bei der Optimierung von Entwicklungsprozessen. Außerdem hält er hands-on Workshops zu Themen wie Unit Tests, Clean Code oder Continuous Integration & Delivery. Darüber hinaus begleitet und unterstützt Christoph Menzel seine Kunden auch aktiv bei der Entwicklung von Software und engagiert sich beim Software Engineering Camp Erlangen.

Hardware in the Loop for Everybody

Referent: Thomas Schütz, PROTOS Software GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:00 - 16:45 Uhr

Abstract: Die meisten Embedded Systeme werden zu spät oder nur unzureichend getestet. Fakt ist: Je später Fehler entdeckt werden, desto teurer ist die Behebung - die Kosten steigen exponentiell mit Fortschreiten des Projekts an.

Am Beispiel der Softwareentwicklung eine Bohrmaschinenherstellers wird eine entwicklungsbegleitende HIL Testmethodik für Embedded Systeme vorgestellt. Anders als bei herkömmlichen HIL Systemen erlaubt die Methodik bereits während der Entwicklung den Aufbau und die Durchführung automatisierter HIL Tests durch den Entwickler (Test First). Ermöglicht wird dies durch die Verwendung von kostengünstiger Standardhardware als HIL Plattform in Kombination mit leistungsfähigen Open Source Modellierungswerkzeugen.

Der Vortrag endet mit einer Live Demonstration der Toolchain.


Thomas Schütz, PROTOS Software GmbHThomas Schütz studierte Luft- und Raumfahrttechnik in München und gründete 1997 die PROTOS Software GmbH. Als Softwareprojektleiter oder Architekt konnte er seine Erfahrung in der Verbindung modellbasierter Ansätze mit den Anforderungen von Embedded Systemen in zahlreiche Projekte einbringen. Thomas Schütz berät Firmen beim Aufbau domänenspezifischer Werkzeugketten für Embedded Systeme und ist Projektleiter des Eclipse Projektes eTrice.

Unlocking ‘Shift-Left’ Testing with Intelligent Test Automation

Referent: Marcin Zwawa, Parasoft

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:00 - 16:45 Uhr

Vortragsrichtung: Unit Testing

Abstract: Today’s software teams need more than basic automated testing tools and reports to achieve Quality@Speed. Software applications are growing exponentially in size and software releases are accelerating, leading to vulnerable applications that are becoming daily front-page news. For teams to avoid the threats of today’s connected world and truly ‘shift left’ testing, they need to leverage new techniques that enable them to control and understand risk, readiness, and testing completeness.

In this session, we will cover;

1. How to efficiently build a solid testing pyramid, from unit tests to automated and manual functional tests
2. Best practices for Continuous Testing, including the use of dynamic test environments and disposable test data
3. How to leverage Intelligent Analytics, such as Change-Based Testing, Modified Code Coverage, and Risky Code Changes, to prioritize your agile testing activities
4. Putting these together will allow you to unlock your shift-left potential.


I have been working for Parasoft for over 10 years. As a Solution Architect I am responsible for supporting the sales of Parasoft automated software testing solutions in D-A-CH and Central Europe, and for delivering the solutions to customers. I've spoken at various conferences with a lot of pleasure.

My passion is for: Source Code Analysis, Embedded Testing, Safety Critical Standards, Functional Testing, Continuous Testing, Application Lifecycle Management.

Coding Dojo "Tests gegen Bugs"

Referent: Roland Golla, Never Code Alone

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, ab 16:00 Uhr

Abstract: Acceptance und PHPUnit Tests mit dem Codeception Framework. Unterschiedliche Testarten finden in ihrer Kombination besser Bugs und vermeiden so hohe Kosten, sparen viel Zeit und bringen gute Laune in den Job.


Roland Golla, Never Code AloneDer 2003 ausgebildete Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt PHP-Backend-Entwicklung war viele Jahre als Senior Webdeveloper und Lead Developer für große CMS-Portalen und umsatzstarke eCommerce-Lösungen tätig. Seit 2013 liegen seine Arbeitsschwerpunkte im Clean Code und in der Software-Qualität.

Eingesetzte Technologien sind u. a. Backend PHP Fullstack Frameworks Symfony und Zend. Ergänzend dazu sehr gute Fähigkeiten in AngularJS, NodeJS und Responsive Design. Eingesetzte Testframeworks sind PHPUnit für PHP Code und DalekJS für automatisiertes Frontend Testing.

Zitat: “Mit den PHP-Schulungen der ‘Entwicklungshilfe’ geben wir Web-Entwicklern die Möglichkeit, die Lerninhalte sofort eigenhändig am Rechner umzusetzen. Hands-on ist für uns hier also die oberste Maxime.”

Design security into your code. Don’t just hope to remove insecurity.

Referent: Mark Richardson, LDRA

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:55 - 17:40 Uhr

Abstract: This presentation will argue that in a world of ever-increasing connectivity of systems, it is time for security critical software developers to embrace the sound engineering lifecycle advocated by functional safety standards. In doing so, it will compare and contrast the difference in focus between CERT C’s application centric approach to the detection of issues, versus MISRA’s ethos of using design patterns to prevent their introduction. It will advocate the use of reactive penetration and load tests to prove that the product is sound, rather than to find out where it isn’t. And it will challenge secure software developers to embrace the concept that it is far better to design in security rather than hope to remove insecurity.


Mark Richardson, LDRAMark Richardson has over 30 years of experience in the development of real-time embedded software in C, C++ and Java. He is currently working for LDRA, where he is the Lead Field Application Engineer working in close collaboration with LDRA’s numerous distributors. Prior to joining LDRA, Mark was the lead application engineer for IBM Rational Rhapsody and has over 12 years of experience using UML on embedded projects.

He has lived in the UK, France and the USA, working on a variety of embedded projects and is currently living in the UK.

Müssen Test Tools getestet werden?

Referent: Dr. Thomas Flaig, Validas AG

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:55 - 17:40 Uhr

Abstract: Natürlich sollte jedes verkaufte/releaste Produkt (auch Testwerkzeuge) eine Qualitätssicherung haben.
Dazu ist der Werkzeugtest natürlich geeignet, aber die Frage die sich vielen Herstellern stellt ist: Müssen Testwerkzeuge getestet werden und wenn ja wieviel?
Im Bereich von Sicherheitsrelevanter Software (Auto, Bahn, Luftfahrt, Medizin, Atomkraft,..) gibt es Standards, die vom Gesetzgeber direkt oder indirekt gefordert werden. Direkt heißt dabei: bereits zur Produkteinführung ist der Nachweis nötig. Indirekt heißt, erst im Schadensfall wird überprüft ob der Standard eingehalten wurde.
Beispiele dieser Standards sind ISO 26262, IEC 61508, DO 178, EN 51028. Alle diese Standards fordern die verwendeten Werkzeuge zu klassifizieren und wenn die Werkzeuge Fehler in das Produkt einfügen oder darin übersehen können das Werkzeug zu qualifizieren (=Testen). Testwerkzeuge können zwar keine Fehler in das Produkt einfügen, aber im Fehlerfall durchaus Fehler darin übersehen.
Im Vortrag werden die Sicherheitsanforderungen an Werkzeuge präzisiert und es wird gezeigt unter welchen Umständen das Testwerkzeug getestet werden muss und welche Funktionen dabei relevant sind.
Es wird ein einfaches Modell vorgestellt, dass es erlaubt diese Qualifizierungs-Informationen zu speichern sogenannte Qualifizierungs-Kits zu erstellen, mit denen der Kunde die Korrektheit von Testwerkzeugen überprüfen kann.
Außerdem wird in dem Vortrag eine generische Teststrategie vorgestellt, mit der man systematisch Testfälle für Testwerkzeuge erstellen kann um zu zeigen das das Testwerkzeug seine minimalen Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Ich glaub es hat Schnupfen – Der Healthcheck für Softwareprojekte

Referent: Hendrik Lösch, Saxonia Systems AG

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 09:00 - 09:45 Uhr

Vortragsrichtung Anwenderbericht

Level: Fortgeschritten

Abstract: Innerhalb eines Softwareprojektes geht es nicht vorrangig um Quellcode. Dieser ist meist eher das End- oder Zwischenprodukt verschiedenster externer Einflüsse. Zu solchen Einflüssen zählen natürlich die Anforderungen und die Zusammensetzung des Projektteams, aber beispielsweise auch der Zeitrahmen innerhalb dem eine Leistung zu erbringen ist, die fachliche Domäne, sowie das Alter des bestehenden Systems.

Im Rahmen dieses Vortrags sollen die Herausforderungen bei der Bewertung von Softwaresystemen skizziert und ein Vorgehen erläutert werden, mit dem es möglich ist Risiken innerhalb der Code Basis, aber auch der Projektzusammensetzung zu erkennen. Denn nur wenn man konkrete Risiken kennt, kann man auch Maßnahmen einleiten um jenen effektiv zu begegnen.


Hendrik Lösch, Saxonia Systems AGHendrik Lösch ist Consultant und Architekt der Saxonia Systems AG. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Entwicklung von Software für Kunden im industriellen und medizinischen Umfeld auf Basis von Microsofttechnologien. Darüber hinaus schreibt und spricht er gern über seine Arbeit sowie seine Begeisterung für die Testautomatisierung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen.

Die 4 glorreichen Fünf - Die (neuen) Rollen des Testers im agilen Umfeld

Referent: Georg Haupt, oose Innovative Informatik eG

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 16:00 - 17:00 Uhr

Vortragsrichtung Tabellengetriebene Tests und Grenzfallanalysen

Abstract: Der „Tester“ wie viele unterschiedliche Vorstellungen, Meinungen und Ideen liegen in diesem Wort? Wenn Sie fünf ITler fragen, “Was ist die Aufgabe eines Tester?“, bekommen sie 10 Vorschläge. Die klassische Test- und QM-Abteilung kennt laut Lehrmeinung etwa 20 unterschiedliche Rollen im Testumfeld. Jede einzelne Rolle hat Je nach Projekt und Größe ihre Berechtigung. Soweit so gut.

Jetzt schauen wir kurz in die agile Welt. Immer mehr Gerätehersteller entdecken die Vorteile der agilen Entwicklung. Scrum, die am weitesten verbreitete agile Entwicklungsmethode, kennt jedoch nur genau drei Rollen: Productowner, Scrummaster und Develloper.

Wie findet sich „Der Tester“ mit seinen 20 Rollen in der Agilen Welt wieder?

Sind etwa die Aufgaben dieser Rollen Hinfällig? Brauchen wir keine Tester mehr im agilen Umfeld? Testen die Coder selber alles? Wer hat aber in Projekten mit vielen Teams den Blick für das große Ganze? Genau an diesen Fragen scheitern viele agile Teams.

Die Logische Folge: Die Qualität sinkt und die Fehlerrate steigt. Die schnelle Schlussfolgerung: „Früher war alles besser“

Die aktuellen Lehrpläne halten sich dezent zurück bei diesen Fragen. Gemeinsam betrachten wir die vier unterschiedlichen Teamaufstellungen der aktuellen Lehrmeinung. Welche Vor- und welche Nachteile ergeben sich. Und gibt es noch eine fünfte Möglichkeit?

In dem Vortrag stellt Georg Haupt humorvoll und offen die unterschiedlichen Möglichkeiten wie Sie ihre QM in die Agilen Teams einbinden vor. Gemeinsam schauen wir uns an, was mit den Aufgaben und Rollen aus der klassischen Entwicklung passiert.

Um so den Weg zu ebnen für die 4 glorreichen Fünf der agilen Teams.


Georg Haupt, oose Innovative Informatik eGISTQB Certified Agile Tester, Certified Quality Designer, ITIL Certified

Als Trainer und Berater liegen die Schwerpunkte von Georg Haupt im Bereich der Qualitätssicherung und Softwaretests.

In 14 Jahren vergleichende Produkttests für die Computerbild, Computerbild-Spiele und Audio-Video-Foto-Bild wurde sein Blick für Produktqualität geschult. Das Motto seiner Trainings lautet: „Aus der Praxis für die Praxis!“. Denn er Blick als ISTQB zertifizierter Test- und Qualitäts-Management Experte auf mittlerweile annähernd 20 Jahre praktische Erfahrung in den Bereichen Soft- und Hardwaretests zurück. Ebenso praxiserfahren ist Georg Haupt in der Test-Automatisierung, Test-Koordination sowie Test-Analyse.

Ein Fundus an Testwissen, bereit abgerufen zu werden.

Software-Qualität === Gesundheit

Referent: Roland Golla, Never Code Alone

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 16:00 - 17:00 Uhr

Vortragsrichtung Vorteile beim Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten

Abstract: Was sind die Vorteile von automatisierten Tests und Deployment?

Eine funktionierende Deployment-Pipeline spart 30% der sonst aufgebrachten Arbeitszeit und dient gleichzeitig als Dokumentation der nötigen Vorgänge. Gleichzeitig wird die Zuverlässigkeit erhöht und die Stimmung in Teams verbessert. So steigert Unternehmen ihren Wert als guter Arbeitgeber und verschaffen sich zusätzlich einen Wettbewerbsvorteil.

Und doch sind sie längst nicht im Alltag der Programmierer angekommen. Eindeutig fehlt es hier an Aufklärung und praktischem Know How.


Roland Golla, Never Code AloneDer 2003 ausgebildete Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt PHP-Backend-Entwicklung war viele Jahre als Senior Webdeveloper und Lead Developer für große CMS-Portalen und umsatzstarke eCommerce-Lösungen tätig. Seit 2013 liegen seine Arbeitsschwerpunkte im Clean Code und in der Software-Qualität.

Eingesetzte Technologien sind u. a. Backend PHP Fullstack Frameworks Symfony und Zend. Ergänzend dazu sehr gute Fähigkeiten in AngularJS, NodeJS und Responsive Design. Eingesetzte Testframeworks sind PHPUnit für PHP Code und DalekJS für automatisiertes Frontend Testing.

Zitat: “Mit den PHP-Schulungen der ‘Entwicklungshilfe’ geben wir Web-Entwicklern die Möglichkeit, die Lerninhalte sofort eigenhändig am Rechner umzusetzen. Hands-on ist für uns hier also die oberste Maxime.”

Fault-Injection zum vollständigen Test sicherheitskritischer Software

Referent: Michael Wittner, Razorcat Development GmbH

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 09:00 - 09:45 Uhr

Abstract: Aufgrund geltender Sicherheitsnormen müssen bei der Zertifizierung sicherheitskritischer Systeme umfangreiche Tests sowohl unter normalen als auch unter abnormalen Betriebsbedingungen durchgeführt werden. Der Einsatz von Fault-Injections ist eine gut anwendbare Methode, um die korrekte Funktionsweise einer Software auch unter störenden äußeren Einflüssen sowie bei Hardware-Fehlern zu prüfen. Diese Testmethode injiziert fehlerhafte Werte in Variablen einer Software und prüft, ob das Programm darauf angemessen reagiert.

Spezielle Programmierungsmethoden wie Diversität, Defensivität, Selbsttests und ständige Überprüfungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass eine Software auch unter abnormalen Bedingungen korrekt arbeitet. Bei der Definition von Tests ist es in der Regel schwierig, auf interne Daten zuzugreifen oder Bitfehler zu simulieren. Daher können meist nicht alle Zweige einer solchen Software angesprochen werden, wodurch nicht die vorgeschriebene Testabdeckung erreicht wird.

Die Präsentation beschreibt einen Ansatz für Fault-Injection-Tests von C/C++ Software, die eine einfache Identifizierung der zu instrumentierenden Stelle in der Software sowie eine automatische Anpassung bei Software-Änderungen erlaubt. Sämtliche Arten von unter normalen Umständen nicht erreichbaren Programmzweigen können mit diesem Ansatz getestet werden.


Michael Wittner, Razorcat Development GmbHDipl.-Inform. Michael Wittner ist seit vielen Jahren im Bereich Software-Entwicklung und Test tätig. Nach dem Studium der Informatik an der TU Berlin arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Daimler AG an der Entwicklung von Testmethoden und Testwerkzeugen. Seit 1997 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Razorcat Development GmbH, dem Hersteller des Unit-Testtools TESSY und CTE sowie des Testmanagement-Tools ITE und der Testspezifikationssprache CCDL.

Leveraging open source in embedded software projects for more efficient testing

Referent: Morgan Kita, Zühlke Engineering GmbH

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 09:00 - 09:45 Uhr

Abstract: The software industry of today relies more and more on the wealth of reusable assets available from the open source community at large. Assets which span almost all branches of software and which allow teams to rapidly speed up development times while simultaneously providing more stable end products.

However, open source has not always been a clear-cut choice for embedded firmware running on devices in the field. Instead such software is traditionally tailor made or relies on propriety middle ware and is often viewed as closely tied to the intellectual property of the creator.

In this case study, a success story is presented of an open source integration of Google's "Protocol Buffers" framework as the basis for the core communication stack of a pre-production hand held sized medical device. Included is an overview of the where's and why's of the technology, alternatives, a look at our integration and implementation, licensing considerations, and an analysis of the costs and benefits of the technology in terms of embedded software and testing.


Morgan Kita, Zühlke Engineering GmbHMorgan Kita has been one of Zuehlke Engineering GmBH's expert software engineering consultants for nearly 4 years. There he focuses on the development of embedded firmware for their clients as well as infrastructure for improving the cycle of testing and deployment. With a background in both the biotechnology and game programming sectors, he is a developer with a broad range of experience in the industry and enjoys both learning and sharing ideas on how to get the most out of software testing.

Kombinierte Hardware-, Softwaretests, mit Hardware Fault-Injection für System Tests

Referent: Michael Rieck, Viconnis Test Technologie GmbH

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 09:55 - 10:40 Uhr

Abstract: - Die Sicherstellung von hohen Qualitätstandards und deren Nachweis bzw, die Zertifizierung von Systemen stellt eine große Herausforderungen für Hersteller und Testingeniereure dar .Es gilt nicht nur späte, teure Fehler durch frühzeitiges und intelligentes Testen zu vermeiden, sondern auch die Abwesenheit selbiger durch entsprechende Nachweise zu dokumentieren.
- Eine Fault Injection mit kombiniertem SW/HW-Test ermöglicht es Testexperten frühzeitig in der Entwicklung und dem Prototyping, störende Einflüsse und korrekte und fehlerhafte Funktionsweise z.B: mit Komponenten-, Intergrations oder Regressionstest zu überprüfen. Dabei werden gezielt System Fehlfunktionen in das Gesamtsystem und seiner Teilkompenenten injiziert und die Fehlererkennung und Fehlerbehandlung geprüft. Durch die Verbindung und Abgleich von Software und Hardwaretests kann die Testabdeckung wesentlich erhöht werden und eine ganzheitliche verlässliche Testaussage von der Entwicklung über das Engineering bis hin zur Serie im Feld sicher gestellt werden.
- Im Vortrag werden die erweiterten Testmöglichkeiten für eine vernetzte SW/HW Testumgebung am V-Modell dargestellt und erläutert. Die industrielle Nutzbarkeit von Low-Cost bis High-Performance Testsystemen wird an Hand eines modifizierten Raspberry PI für die Teststeuerung gezeigt
- Es wird die Anbindung an die Testsoftware TESSY veranschaulicht.
- Des weiteren gibt es einen Ausblick auf Möglichkeiten mit der Testsoftware TestC Automatisierung von Instrumenten durchzuführen und die Anbindung und Integration von Simulationsmodellen auf Basis SystemC-AMS der anzusteuernden Hardware.


Michael Rieck, Viconnis Test Technologie GmbHDipl.-Ing. Michael Rieck ist seit vielen Jahren im Bereich Test-Entwicklung tätig. Nach dem Studium der physikalischen Technik an der TU Wedel arbeitete er als Testprogrammentwickler und Testarchtitekt in verschiedenen Testbereichen bei der NXP-Hamburg. Er hat international Testteams geleitet, Testmethoden entwickelt und sich eine umfangreiche Testexpertise aus dem Umfeld des Testen von Halbleitern von der Idee bis zur Serie angeeignet. Seit 2011 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Viconnis Test Technologie GmbH, dem Anbieter für Testdienstleitungen wie dem technischen Coaching und Testwerkzeugen wie TestC (Testkoordinationssoftware), Minitestsystem TestC + RaPi und TestM (Testmanagement / CRM Datenbank)

Using Compilers for Safety Critical Embedded Systems

Referent: Jose Luis March Cabrelles, Solid Sands B.V.

Vortragsrichtung: Normen und Haftungsrisiken

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 09:55 - 10:40 Uhr

Abstract: Compilers are 'just' tools in, for example, the ISO 26262 functional safety standard for the automotive industry. Developers prefer to do on-target application testing over compiler qualification. This does however not take into account the complexity of a compiler and the artifacts it introduces in the generated code, not to mention who has responsibility for the correctness of an open source compiler. We will discuss compiler qualification according to a functional safety standard, the impact of optimizations on source code coverage and code coverage of the compiler itself.


Jose Luis March Cabrelles, Solid Sands B.V.I received a Computer Engineering Degree, and a Master’s on Networks and Operating Systems, at the Technical University of Valencia (UPV) in Spain. Afterwards, I obtained a PhD, which was focused on Processor Microarchitecture. We devised different techniques to dynamically reduce Power Consumption in Multicore Embedded Systems while they are executing tasks with Real-Time constraints. Finally, after a career break in Västerås (Sweden), I joined Solid Sands as Software Quality Engineer in the summer of 2016.

Wie Clean Code zum Teamsport wird - von der Vision zur Mission

Referent: Halina Dippel, trnd International GmbH

Vortragsrichtung: Wertesystem von Clean Code Developern

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 09:55 - 10:40 Uhr

Abstract: Dass Clean Code irgendwie ganz gut ist, da sind sich eigentlich ziemlich alle einig. Fragt man jedoch Entwickler, was sie unter Clean Code verstehen, bekommt man erstaunlich unterschiedliche Antworten. Das hängt natürlich mitunter auch vom jeweiligen Erfahrungslevel ab.

Aber wie schafft man es, dass alle von derselben Sache reden, wenn es um Clean Code geht? Wie schafft man es, alle an Board zu holen? Und wie bekommt man seine Kollegen dazu, die Begeisterung zu teilen und die Clean Code Techniken auch jeden Tag einzusetzen.

Wie wird Clean Code also zum Teamsport? Tag für Tag?

Der Talk soll zeigen, wie man die Kommunikation im Team verbessern kann, wo Fallen lauern, und welche bewährten Tools und Praktiken man einsetzen kann, die Clean Code im Team zum Alltag machen.


Halina Dippel, trnd International GmbHHalina Dippel hat in München Informatik und Medieninformatik studiert und entwickelt aus Leidenschaft. Sie ist verantwortlich für den Bereich Knowledge Transfer der IT und gibt Workshops zu Clean Code Themen und Praktiken.

Immer auf der Suche nach dem perfekten Code, hat sie alle Eide geschworen und auch mal einen gebrochen. Sie ist Fan von Clean Code, gut funktionierenden Teams und leidenschaftlichen Diskussionen über Codeoptimierungen.

Unit Tests sind echt blöd!

Referent: Sven Grand, Die Techniker

Vortragsrichtung: Vorteil beim Einsatz von Clean Code

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 09:55 - 10:40 Uhr

Abstract: Unit Tests haben große Vorteile für die Softwareentwicklung. Leider haben sie auch ihren Preis. Jeder der das volle Potential von Unit Tests ausschöpfen möchte muss die Einschränkungen, Grenzen und die Anforderungen an den Code kennen. Dieser Vortrag erläutert wie Unit Tests mit anderen Clean Code Prinzipien zusammenhängen und wie sie einen sinnvollen Beitrag für eine Testautomatisierungsstrategie leisten können.


Sven Grand, Die TechnikerSven Grand ist Softwarearchitekt bei Deutschlands größter Krankenkassen "Die Techniker". Die längste Zeit seiner mehr als 20 jährigen Berufslaufbahn haben ihn Unit Tests bei der Softwareentwicklung unterstützt.

Chancen und Herausforderungen einer Digital-Twin Simulation zur Testerstellung bei komplexen Software Hardware Interaktionen in der Ultraschall Werkstoffprüfung, ein Erfahrungsbericht

Referent: Robert Peip, Baker Hughes, a GE Company

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: Die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung mit Ultraschall kommt in einer Vielzahl von Anwendungen in der Luftfahrtindustrie, bei der Energieerzeugung und im Öl- und Gasindustrie zum Einsatz. Die Prüfergebnisse werden in Echtzeit ausgewertet, um möglichst kurze Prüfzeiten und maximalen Durchsatz zu erreichen. Die komplexe Interaktion zwischen Prüfkopf, Signaldatenverarbeitung und Auswertung ist eine große Herausforderung an die Testerstellung. Aus diesem Grund ist eine Abstraktion durch Modellbildung unerlässlich. Das führt sowohl zu einer erheblichen Vereinfachung beim Testsetup als auch einer Reproduktion von Testergebnissen durch Erzeugung definierter Eingabedaten.

Vielfach stellt sich bei der Entwicklung von Embedded Subsystemen die Frage in welchem Rahmen diese entwickelt, an andere Bereiche des Produkts angebunden und getestet werden.
Kommt es zusätzlich zu der Situation, dass bestehende Umgebungen, Interfaces oder ganze Softwareplattformen weiter genutzt werden sollen, dann ergibt sich sowohl für die Entwicklung als auch für den Testablauf eine weitere Herausforderung: die Entwicklungszeit für die Integration.
In diesem Vortrag soll deshalb erläutert werden, wie dieser Weg mit einer Simulation der neuen Komponente begleitet werden kann.
Das beginnt noch vor dem ersten Prototypen und endet nicht bei Verkaufsstart, sondern lebt und entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Gezeigt werden dabei Herangehensweisen bei der Umsetzung einer solchen Simulation anhand eines Fallbeispiels bestehend aus FPGA und embedded PC im Zusammenspiel mit bestehender Steuerungssoftware.
Dazu gibt es Tipps über Prioritäten, Möglichkeiten und die Vermeidung von Fallstricken.

Ziel des Vortrages ist es auch, einen grundsätzlichen Eindruck zu vermitteln, so dass individuell klar wird, ob eine Simulation für den jeweiligen Einsatzfall zweckmäßig ist und welcher Aufwand dahinter steckt.


Robert Peip ist Diplom Informatiker und seit 8 Jahren tätig in der Entwicklung einer Produktplattform.
Dabei wechselte er von der Hardwareentwicklung in VHDL über die Jahre immer weiter in den Bereich des Testens.
Ein wichtiger Teil ist dabei nicht nur das Erstellen von Tests, sondern auch die Entwicklung von Umgebungen und Lösungen für interne Aufgaben.

Keyword Driven Testing mit Robot Framework

Referent: Thomas Maierhofer, Thomas Maierhofer Consulting

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: Die „ISO/IEC/IEEE 29119 Teil 5 - Keyword Driven Testing“ beschreibt den Einsatz von Keyword Driven Testing im Kontext der neuen Norm für Software Tests. Unabhängig von der Normierung hat in vielen Bereichen der Softwareentwicklung textuelle Beschreibungen im Gherkin Stil (As a .. I want .. so that …) Einzug gehalten. Somit sind diese „User Stories“ Teil der Spezifikation von Akzeptanzkriterien und Systemverhalten. Mit Keyword Driven Testing existiert ein Ansatz, der diese Spezifikationen als Test „ausführbar“ macht. Keyword Driven Testing Frameworks dienen unter anderem auch als Instrumentierungswerkzeug für modelbasiertes Testen. Ein verbreitetes Open Source Framework für Keyword Driven Testing ist „Robot Framework“.

In diesem Vortrag zeigt Thomas Maierhofer wie „Keyword Driven Testing“ in der Praxis mit „Robot Framework“ durchgeführt wird. Hierbei werden der Aufbau und die Erweiterbarkeit von Robot Framework vorgestellt und gezeigt wie Tests organisiert werden können. Am Ende des Vortrags wird gezeigt wie Robot Framework in der Praxis zur Instrumentierung von modellbasierten Tests verwendet wird.


Thomas Maierhofer, Thomas Maierhofer ConsultingThomas Maierhofer ist Senior Software Consultant. Er ist derzeit bei der Atlas Copco IAS GmbH als Berater tätig und entwickelt eine neue Generation von Steuerungsplattform auf der Basis von Realtime Linux. Zu seinem Kernaufgabenbereich gehören Systemarchitektur, Lead Development und technische Koordination der Softwareteams sowie fachübergreifend mit anderen Fachabteilungen wie Mechanik und Elektrik.

Clean Code oder wieso, weshalb, warum ?

Referent: Roger Gilliar, EOS Technology Solutions

Vortragsrichtung: Kostenreduzierung durch den Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: im Zuge meiner Laufbahn als Entwickler und Architekt habe ich schon so manchen Code gesehen, wo ich dachte, 'Oh mein Gott' wie kann man nur so einen Schrott programmieren. Das eigentliche interessante war dann aber, die Firmen haben trotzdem damit Geld verdient und die Anwender waren (meistens) zufrieden. Ziel des Vortages ist es herauszufinden, ob die Qualitätsansprüche, die wir an uns und unsere Software stellen, mehr als nur Selbstzweck sind und wirklich einen unmittelbaren Mehrwert für das Produkt schaffen und welche Rolle Clean Code dabei spielen kann.


Roger Gilliar arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Softwareentwickler, kennt noch JCL und Fortran und hat schon mit Java programmiert als es noch Visual Cafe als IDE gab. Sein aktueller Schwerpunkt liegt im Bereich verteilter Systeme und der Testautomatisierung und er mag Lisp.

Weasel Words

Referent: Stefan Hock, PTV Group

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: Shakespeare schrieb:
"I can suck melancholy out of a song as a weasel sucks eggs." (Wie es euch gefällt)
Inspiriert durch einen Artikel von Johannes Hofmeister in der dotnetpro.
Weasel Words saugen die Bedeutung aus Sätzen, so wie Wiesel Eier aussaugen. Deshalb sollten leere Phrasen wie „manche Leute sagen“, „es wird vermutet“ und „die Forschung hat gezeigt“ in wissenschaftlichen Arbeiten nicht verwendet werden (in der Politik natürlich auch nicht).
Doch auch in der Softwareentwicklung treffen wir ständig auf Weasel Words bzw. fügen auch noch neue hinzu. Das führt oft zu einem Wildwuchs an Bezeichnern für Klassen, Methoden und Variablen der das Verständnis des Codes erschwert.
In diesem Vortrag sollen die Nachteile von Weasel Words und Gegenmaßnahmen beleuchtet werden.
Hier als Beispiele zur Erbauung Weasel Words die sich gerne in Klassennamen einschleichen:
...Manager, ...Service, ...Module, ...Utils
Da weiß man doch sofort, was die tun!?
Wie findet man Weasel Words und wie wird man sie los?


Stefan Hock, PTV Group* geboren 1973, verheiratet, zwei Töchter
* Studium an der TU Darmstadt
* Abschluss Dipl.Ing. Elektrische Energietechnik
* Schwerpunkte: Regenerative Energien und Elektrische Bahnen
* 8 Jahre Softwareingenieur bei der CSA GmbH in Teltow
* seit 2007 Senior Software Developer bei der PTV Group in Karlsruhe

Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema Clean Code und habe gewisse Freiheiten, im Team dieses voranzutreiben. Das heißt, ich bin der Multiplikator, der mittels Vortragen und Vorleben die Kollegen sensibilisiern soll.

Formaler Systemtest sicherheitskritischer Systeme am Beispiel eines Batteriemanagementprojektes

Referenten: Adrian Valea, ADVA Software Engineering GmbH und Wolfgang Meincke, BTC Embedded Systems AG

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: Der Test für eingebettete sicherheitskritische Systeme wird durch die gestiegene Anzahl an integrierten Features und steigender Komplexität zu einer immer größeren Herausforderung. Entwicklungsseitig hat sich heutzutage die Modell-basierte Entwicklung als Standard etabliert, stellt aber auch neue Herausforderungen an das Testen, da zum einen schon deutlich früher getestet wird und durch die Modell-basierte Entwicklung auch auf den unterschiedlichen Implementierungsebenen Modell (MIL), Code (SIL), Targetcode (PIL) und System (HIL) getestet wird. Zudem erfordern immer kürzer werdende Entwicklungszyklen ein effizientes Testvorgehen, dass trotzdem eine zuverlässige Absicherung des zu testenden Systems gewährleistet. Das anforderungsbasierte Testen, auf den unterschiedlichen Integrationsebenen, ist nicht mehr ausreichend, um sowohl effizient als auch umfassend die Korrektheit und Robustheit eines sicherheitskritischen Systems sicherzustellen.

Am Beispiel eines real durchgeführten Entwicklungsprojektes bei einem deutschen Batteriehersteller, zeigt dieser Vortrag die Herausforderungen und Probleme eines herkömmlichen Entwicklungs- und Testvorgehens auf und stellt einen ganzheitlichen Entwicklungs- und Testansatz vor, der die im Projekt aufgetretenen Probleme adressiert. So wurden durch das neue Testvorgehen nicht nur Fehler in der Implementierung früher gefunden. Auch schon auf der Anforderungs- und Designebene wurden in einer frühen Entwicklungsphase Fehler aufgezeigt. Darüber hinaus wurde beim Systemtest ein bisher unbekannter Fehler auf einem sicherheitskritischen Chip aufgedeckt, der für die Abschaltung des Systems bei Überhitzung zuständig ist. Selbst eine korrekt implementierte und vollständig getestete Softwarekomponente hätte in diesem Fall den worst case nicht verhindern können.

Die Stärke dieses Testansatzes liegt darin begründet, dass zum einen schon auf der linken Seite des V Entwicklungsvorgehens ausführbare Spezifikationen vorliegen, die einen funktionalen Test – unabhängig von einer konkreten Implementierung – ermöglichen und eine semi-formale Repräsentation der Anforderungen darstellen. Zusätzlich wurden die textuellen Anforderungen mit einer Formalisierungssprache in eine computer-lesbare Repräsentation überführt. Dies ermöglicht auf Basis einer integrierten Testplattform eine formale Verifikation der Anforderungen auf der semi-formalen Abbildung der Anforderungen. Zusätzlich wurden automatisiert strukturelle Tests mit derselben Testplattform generiert, um die Robustheit der Anforderungsspezifikation sicherzustellen. Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens ist, dass die formalen Anforderungen später auf der rechten Seite des V Entwicklungsvorgehens wiederum als Requirements Observer zum Einsatz kommen. Dadurch wird beim Systemtest computergestützt gegen die exakten ursprünglichen Anforderungen getestet, was zum einen eine korrekte Implementierung auf Systemebene sicherstellt und zudem das Testen wesentlich effizienter macht, da Artefakte, die bei der Spezifikation erstellt wurden, im Systemtest wiederverwendet werden können. Der ganzheitliche Ansatz dieses Testvorgehens besteht darin, dass dieses Vorgehen auf allen Ebenen des Entwicklungsprozesses für Anforderungen, Architektur, Design und Implementierung angewendet wird. Durch den Einsatz einer integrierten Testumgebung, wie der BTC EmbeddedPlatform in Verbindung mit dSPACE HIL Systemen und einer Testautomatisierung, konnte sowohl die Richtigkeit und Konsistenz der Anforderungen von oben her sichergestellt, als auch die daraus resultierende Implementierungen von Unit bis zum integriertem Steuergerät abgesichert werden.


Adrian Valea, ADVA Software Engineering GmbHAdrian Valea studierte an der Polytechnikum Universität in Timisoara und erwarb 2001 seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur im Bereich Informatik. Im Anschluss arbeitete er bei SiemensVDO in Rumänien als Softwareingenieur, Funktionsverantwortlicher und Projektleiter in der Entwicklung von Body & Security-Anwendungen. Dort erwarb er fundierte Kenntnisse über eingebettete Software und Systemeentwicklung für den Automobilbereich und war federführend für die Einführung der Modell-basierten Entwicklung, automatischer Codegenerierung sowie dem Einsatz von Formalen Methoden und der Testautomatisierung verantwortlich.

Anfang 2007 wechselte Herr Valea zur BTC Embedded Systems AG in München und arbeitet dort im Produktmanagement, Marketing, Vertrieb und Support. Ab 2010 war er als Director Support für den weltweiten Kundensupport verantwortlich.

Im Jahr 2013 gründete er ADVA Software Engineering, ein unabhängiges Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen mit der Vision, technisches Know-how und Domänenwissen auf dem Gebiet der Embedded Software und Systementwicklung weltweit zur Verfügung zu stellen.

Wolfgang Meincke, BTC Embedded Systems AGWolfgang Meincke studierte Angewandte Informatik an der Hochschule Ravensburg-Weingarten und schloss sein Diplom 2006 ab. Im Anschluss arbeitete er bei der BTC Embedded Systems AG, die als Tool-Provider im Bereich formale Verifikation, Validierung und automatisiertem Testen eingebetteter Systeme integrierte, automatisierbare und zertifizierte Testlösungen anbietet. Später wechselte er zum Telefon- und Internetprovider EWE TEL GmbH und arbeitete dort im Anforderungs- und Projektmanagement und war u.a. am Wechsel vom klassischen Entwicklungsprozessen hin zur agilen Softwareentwicklung involviert. Heute arbeitet er wieder bei BTC als Senior Pilot Engineer und begleitet dort die Kunden in Evaluationen, unterstützt die Integration der Tools in den Softwareentwicklungsprozessen der Kunden sowie die Anwendung von Testmethoden im Kontext der ISO 26262.

Wie kann die ISO 29119 den Unit Test unterstützen?

Referent: Dr. Richard Kölbl, Mixed Mode

Vortragsrichtung: Unit Testing

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: Unittest ist die bekannteste Testart: Entwickler testen Komponenten auf funktionelle Richtigkeit. Ist dazu eine Norm notwendig? Der landläufige Begriff Unittest sagt nichts über die verwendeten Testverfahren aus. Hier kommt die neue ISO 29119 "Softwaretest" ins Spiel: Sie betrachtet den Unittest nicht wie oft üblich von der Komponente aus, sondern als organisationelle Herausforderung zunächst projektübergreifend, also in größere Zusammenhänge eingebettet. Gute Unittests berücksichtigen diese, und dabei kann die Norm mit ihren kodifizierten Best practices helfen.


Dr. Richard Kölbl, Mixed ModeDr. Richard Kölbl ist seit über 15 Jahren in der Softwareentwicklung und v.a. der Qualitätssicherung als zertifizierter Tester (ISTQB Basis, agil) tätig. Er schreibt regelmäßig Beiträge in Fachzeitschriften und hält Seminare zu testbezogenen Themen ab.

Clean Code Adventure - Gamification und statische Codeanalyse

Referent: Christoph Meyer, viadee IT-Unternehmensberatung GmbH

Vortragsrichtung: Wertesystem von Clean Code Developern

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: Gamification führt zu besser motivierten Teams und besserer Software…

…aber wie kann man damit den Arbeitsalltag im Projekt und die Qualität der eigenen Software zu verbessern? Ich stelle mit „SonarQuest“ ein Konzept vor, wie sich Gamification als Clean Code Praktik etablieren lässt.

Das Spielkonzept baut direkt darauf auf, dass mit Hilfe der statischen Codeanalyse Kennzahlen zur Codequalität im Projekt erhoben werden und nutzt diese Kennzahlen als Datengrundlage für eine Abenteuerreise, die das Team gemeinsam unternimmt. So werden Sicherheitslücken zu Monstern, die es zu besiegen gilt, werden fehlende Tests zu Rätseln, werden Issues und Probleme zu Abenteuern. Damit die Spieler nicht zu Einzelkämpfern mutieren sondern als Gruppe vorankommen, wurde bei dem Konzept besonderer Wert auf „Teamplay“ und eine einfache Integration in den Arbeitsalltag gelegt. Der „Flow“, also der bestmöglich motivierende Zustand für den einzelnen Spieler, kommt dabei aber ebenfalls nicht zu kurz.

Der Vortrag zeigt auf, welche Grundlagen Gamification benötigt, wie es in (agilen) Entwicklungsteams erfolgreich praktiziert werden kann und welche Fehler man vermeiden sollte. Dabei führt er über Clean Code-Metriken als Ausgangspunkt hin zum OpenSource-Spiel „SonarQuest“, was Teams in Wartungsprojekten einen spielerischen Umgang mit ihren technischen Schulden ermöglicht.


Christoph Meyer, viadee IT-Unternehmensberatung GmbHDiplom-Wirtschaftsinformatiker Christoph Meyer ist Senior Berater und Softwarearchitekt bei der viadee IT-Unternehmensberatung GmbH und seit 2006 in Kundenprojekten im Bereich Banken, Versicherungen und Verwaltung unterwegs. Er ist Clean Code Evangelist und Kanban-Fan und hat mit den Schwerpunkten Backend-Security, Batchverarbeitung vom Host bis Spring und DevOps immer neue Seiten von Java entdeckt.

In der viadee hat teilt er die Themenverantwortung für den Forschungsbereich "Clean Code" und treibt dort als leidenschaftlicher Gamer innovative neue Ansätze in den Bereichen Kommunikation und Motivation voran.

Clean Code und Lambdas – Was würde Uncle Bob wohl dazu sagen?

Referent: Matthias Koch, sidion

Vortragsrichtung: Regelwerk zu Clean Code

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: In Robert C. Martins 2008 erschienenen Standardwerk „Clean Code“ findet sich kein Bezug zu Lambdas. Das verwundert nicht, denn tatsächlich wurde das Sprachkonstrukt in vielen verbreiteten Sprachen, wie z. B. Java, erst sehr viel später eingeführt.

Nachträglich soll dieser Talk dazu beitragen, dass Lambdas im Kontext des Clean Code Regelsystems bewertet werden können.

Mit Hilfe von SonarQube, soll ferner ein Blick auf bereits bestehende Regeln für die Verwendung von Lambdas gelegt werden.

Abschließend soll eine Implementierung für „Lenses“ in Java präsentiert werden. Lenses erlauben es in einfacher Weise tief verschachtelte Immutables zu modifizieren. Der Code soll beweisen, das mit Lambdas, fernab von der reinen Ersetzung von SAM-Type Interfaces, sehr prägnanter und lesbarer Code geschrieben werden kann.


Matthias Koch ist seit 5 Jahren als Senior Software Developer bei der Firma sidion tätig. Seit über 20 Jahren setzt er unterschiedlichste Kundenprojekte um – vor allem mit Java. Bei seinen Code – und Architekturreviews setzt er auf das Prinzip „Clean Code“. Spannend findet er funktionale Programmierung und den Einsatz von Kreativitätstechniken wie „Code Katas“. Ferner interessiert er sich für Secure Coding und die Orchestrierung von Microservices.

Ermittlung von Echtzeitschranken auf modernen Mikroprozessoren

Referent: Dr. Daniel Kästner, AbsInt GmbH

Vortragsrichtung: Statische Codeanalyse

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 13:50 - 14:35 Uhr

Abstract: In real-time systems the overall correctness depends on the correct timing behavior: each real-time tasks has to finish before its deadline. All current safety standards require reliable bounds of the worst-case execution time (WCET) of real-time tasks to be determined.

With end-to-end timing measurements timing information is only determined for one concrete input. Due to caches and pipelines the timing behavior of an instruction depends on the program path executed before. Therefore, usually no full test coverage can be achieved and there is no safe test end criterion. Techniques based on code instrumentation modify the code which can significantly change the cache behavior (probe effect): the times measured for the instrumented software do not necessarily correspond to the timing behavior of the original software.

One safe method for timing analysis is static analysis by Abstract Interpretation which provides guaranteed upper bounds for WCET of tasks. Static WCET analyzers are available for complex processors with caches and complex pipelines, and, in general, support single-core processors and multi-core processors. A prerequisite is that good models of the processor/System on-Chip (SoC) architecture can be determined. However, there are modern high performance SoCs which contain unpredictable and/or undocumented components that influence the timing behavior. Analytical results for such processors are unrealistically pessimistic.

A hybrid WCET analysis combines static value and path analysis with measurements to capture the timing behavior of tasks. Compared to end-to-end measurements the advantage of hybrid approaches is that measurements of short code snippets can be taken which cover the complete program under analysis. Based on these measurements a worst-case path can be computed. The hybrid WCET analyzer TimeWeaver avoids the probe effect by leveraging the embedded trace unit (ETU) of modern processors, like Nexus 5001, which allows a fine-grained observation of a core’s program flow. TimeWeaver reads the executable binary, reconstructs the control-flow graph and computes ranges for the values of registers and memory cells by static analysis. This information is used to derive loop bounds and prune infeasible paths. Then the trace files are processed and the path of longest execution time is computed. The computed time bounds provide valuable feedback for assessing system safety and for optimizing worst-case performance. TimeWeaver also provides feedback for optimizing the trace coverage: paths for which infeasibility has been proven need no measurements; loops for which the analyzed worst-case iteration count has not been measured are reported.

In this article we give an overview of timing predictability in general and provide criteria for selecting suitable WCET analysis methods. We will outline the methodology of hybrid WCET analysis and report on practical experience with the tool TimeWeaver.


Dr. Daniel Kästner, AbsInt GmbHThe speaker is co-founder and CTO of AbsInt GmbH. He studied Computer Science and Business Economics and received his Ph.D. on code optimization for embedded processors in the year 2000. He has been a lecturer at the University of Saarbruecken, Germany and has been program committee member of numerous international conferences. His current work is focused on functional safety, validation and verification of safety-critical software, cybersecurity, as well as compiler technology and program analysis for embedded processors. In these areas he is author or co-author of more than 60 peer-reviewed publications.

Blackbox Tests von Steuergeräten in der Automobilbranche

Referent: Dominik Kupka, Allgeier Engineering

Vortragsrichtung: Black and White Box Tests

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 13:50 - 14:35 Uhr

Abstract: Die Kombination von Testingenieur und Softwareentwickler ermöglichte mir über meine bisherige Berufskarriere das Thema Black- und White-Box-Tests aus unterschiedlichen Bereichen zu betrachten. Im Vortrag geht es um die grundlegenden Thematiken des Black- und White-Box-Testings von Steuergeräten im Fahrzeug. Anhand von persönlichen Erfahrungen und konkreten Beispielen werden Tests ohne Kenntnisse der inneren Funktionsweise der Software sowie mit explorativem Testing besprochen und simuliert. Dabei liegt der Fokus auf der Durchführung von Tests auf Basis von Pflichtenheftanforderungen und persönlichen Erfahrungen.

Ziel des Vortrags ist es ein besseres Verständnis für die Komplexität von Black- und White-Box-Tests für Embedded Software zu erhalten.

Da hierbei die Qualitätssicherung im Daily Business häufig in direkter Konkurrenz mit der wachsenden Komplexität der Software steht, muss die Sensibilität für mehr Testing gefördert werden.

Denn: Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt


Dominik Kupka, Allgeier EngineeringDominik Kupka studierte Wirtschaftsinformatik und Informatik an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg und Gießen. Seit 2012 arbeitet er in der Automobilindustrie. Angefangen im Frankfurter Raum bei einem Zulieferer für OEMs im Bereich von Telematiksteuergeräten für vernetzte Fahrzeuge als Testingenieur mit Fokus auf Testautomatisierung und Absicherung aus Kundensicht erwarb er fundierte Kenntnisse über Black- und Whitebox Testing nach ISTQB im Bereich Embedded Software. Seit 2017 ist er in München bei einem Dienstleister für einen Münchner Autohersteller als Softwareentwickler in den Bereichen Telematik, Consumer Electronics und autonomen Fahren tätig.

Clean Code ist doch einfach... Qualität ist schwierig!

Referent: Johannes Dienst, DB Systel GmbH

Vortragsrichtung: Vorteile beim Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 13:50 - 14:35 Uhr

Abstract: Die moderne Softwareentwicklung hat eine ganze Reihe von Techniken parat, um hohe Qualität zu erzeugen. Kein seriöses Softwareunternehmen würde heutzutage ohne Versionskontrollsystem, Continuous Integration, Unit-Tests etc. pp. arbeiten. Bewegungen wie Clean Code geben Entwicklern Regeln an die Hand, wie Code handwerklich sauber produziert werden kann. Diese Regeln sind einfach einzuhalten, werden aber oft missachtet. Wie kommt es dann, dass unter vorgehaltener Hand viele Teams über Qualitätsprobleme klagen?

Das Problem scheint eine andere Ursache zu haben. Der Vortrag beleuchtet das Thema Softwarequalität von verschiedenen Blickwinkeln. Insbesondere werden die gängigen Herangehensweisen zur Lösung der Qualitätsprobleme wie agile Softwareentwicklung kritisch betrachtet. Schließlich wird ein Lösungsvorschlag mit Empathy Driven Development in Kombination mit szenariobasierter Softwarearchitektur vorgestellt.


Johannes Dienst, DB Systel GmbHJohannes Dienst ist Softwarearchitekt und Clean Coder aus Leidenschaft bei der DB Systel GmbH. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich Enterprise Architecture Integration.

Was kostet mich eigentlich Clean-Code?

Referent: Andre Biel

Vortragsrichtung: Vorteile beim Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 13:50 - 14:35 Uhr

Abstract: Egal ob Startup oder etabliertes Unternehmen, der Markt schreit nach Clean-Code. Sobald jedoch die Umsetzung ansteht, ist meist bereits der erste Meilenstein eine unüberwindbare Hürde.

In diesem Vortrag soll es um die Beantwortung der Frage "Was kostet mich eigentlich Clean-Code?" gehen. Außerdem wird beleuchtet warum für nahezu jedes Unternehmen, unabhängig von der "Zeit am Markt", sauber programmierte Anwendungen das Ziel sein sollten.

Der Vortragende wird an konkreten Beispielen zeigen, welchen zeitlichen Mehraufwand Clean-Code bedeutet und warum nicht jeder Entwickler Clean-Code "auf Knopfdruck" kann.

Auch Stolpersteine während einer sauberen Umsetzung, werden durch Code-Beispiele deutlich gemacht werden. Diese sind allerdings stark vereinfacht und werden ebenfalls so erläutert, dass auch programmierferne Zuhörer wenig Verständnisprobleme bekommen werden.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

Am Ende des Vortrages wissen die Zuhörer, dass Clean-Code nicht nur Arbeitszeit kostet. Sowohl Programmierer als auch Projektmanager/Führungspositionen wissen, dass jeder auf seiner Seite gewisse Voraussetzungen erfüllen muss, um das gemeinsame Ziel einer sauberen Codebase überhaupt ins Auge fassen zu können.


Andre BielAndre Biel wohnt in Hamburg und programmiert sein halbes Leben. 90% davon nicht clean. In den letzten Jahren hat er:

- Ein Startup mitgegründet und im kleinen Team als technischer Verantwortlicher sein Verständnis von Clean-Code in Form einer Web- und Mobileanwendung erfolgreich an den Markt gebracht
- Eine neue Herausforderung bei einem großen Hamburger E-Commerce Unternehmen gefunden und als Full-Stack Entwickler in einem großen Team geholfen die neue App an den Markt zu bringen
- Als nebenberuflicher Freelancer, meistens maximal in Miniteams, verschiedensten Projektcode in den Abendstunden und Wochenenden "geputzt"
- Sich so wichtig genommen, dass seine Gedanken rund um die Programmierung "hier und da" mal in einem Podcast landen
- Es gewagt den Nebenjob als Freelancer zum Hauptjob zu machen und ist somit seit 01/2018 selbstständig als Berater und Entwickler im Einsatz

Da ich bereits im Referentenprofil in der dritten Person von mir rede, verbinde ich in meinen Vorträgen gerne persönliche Erfahrungen mit der Theorie.

Bei all den Meilensteinen, stressigen Anforderungen und "Pixelschubserei" in unserer Branche, darf für mich der Spaß an der Sache nie zu kurz kommen.

Der Einfluss der Testfallgüte auf die Fehlerfindung

Referent: Frank Büchner, Hitex GmbH

Vortragsrichtung: Unit Testing

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 14:45 - 15:30 Uhr

Abstract: Beim Software-Unit-Test wird die Bedeutung der Testfallgüte oft sträflich vernachlässigt.

Dieser Beitrag zeigt anhand von mehreren einfachen Beispielen, wie auch ein „gutaussehender“ Satz von Testfällen, der zudem 100% Code-Coverage erreicht, Defekte in der Software übersieht. Das liegt an der mangelnden Güte der Testfälle. Aber wie kommt man zu „guten“ Testfällen? Der übliche Ausgangspunkt sind die Anforderungen an das Testobjekt. Aber es reicht nicht aus, lediglich die Anforderungen zu testen. Es ist auch notwendig, Grenzwerte, größte/kleinste Werte, extreme und illegale Werte in den Testfällen zu verwenden, was durch die Beispiele verdeutlicht wird. Dabei wird genauer untersucht, welche Grenzwerte welche Programmdefekte finden. Ein Blick in Normen wie ISO 26262 oder IEC 61508 gleicht die vorgestellten Methoden mit den von den Standards erwähnten Methoden ab. Dort ist zusätzlich die Methode „Fehler raten“ erwähnt, welche ebenfalls erläutert wird. Ferner wird die Klassifikationsbaummethode zur Visualisierung von Testideen vorgestellt. Die Klassifikationsbaummethode kann die erwähnten Methoden weitestgehend repräsentieren. Durch die graphische Darstellung wird offensichtlich, welche Methoden zur Anwendung kamen (und welche nicht).

Neben den in den Normen erwähnten Methoden gibt es noch weitere, wie beispielsweise die Methode, die Testfälle aus dem Quellcode abzuleiten und die Methode, Testdaten zufallsbasiert zu erzeugen. Diese beiden Methoden werden vorgestellt und es wird diskutiert, zu welchen Zwecken und unter welchen Voraussetzungen diese Methoden sinnvoll sein können und wann sie problematisch sind. Eine Studie der Universität von Sheffield von 2015 wird vorgestellt; sie zeigt, dass es keinen Vorteil bringt, Testfälle aus dem Quellcode abzuleiten.

Abschließend wird Mutationstest (auch Fehlereinpflanzung genannt) als Methode zur Ermittlung der Testfallgüte vorgestellt.


Frank Büchner, Hitex GmbHFrank Büchner hat ein Diplom in Informatik von der Technischen Hochschule Karlsruhe, heute KIT. Seit mehreren Jahren widmet er sich dem Thema Testen und Software-Qualität. Seine Kenntnisse vermittelt er regelmäßig durch Vorträge und Fachartikel. Momentan arbeitet er als „Principal Engineer Software Quality“ bei der Fa. Hitex GmbH in Karlsruhe.

Voll automatisierter Selbsttest und Abgleich für Hardware-in-the-Loop (HIL)-Testsystem

Referent: Dr. Kristian Trenkel, iSyst Intelligente Systeme GmbH

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 14:45 - 15:30 Uhr

Abstract: Im Bereich der Automobilindustrie werden immer mehr sicherheitskritische Funktionen wie zum Beispiel Notbremsassistent, Spurhalteassistent und autonomes Fahren entwickelt und in Fahrzeuge integriert. Zur Entwicklung und zum Test dieser Systeme sind die Vorgaben der ISO26262:2011 zu beachten. Dabei stellt diese Norm nicht nur Anforderungen an den Entwicklungsprozess und dessen Tools sondern auch an den Test einschließlich Testsysteme und Test-Tools.

Es gibt für die Testtools, wie allgemein für die Softwaretools, detaillierte Anforderungen, welche im Rahmen einer Toolqualifizierung zu bewerten sind. Bei den Testsystemen (im Sinne von Hardware-Systemen), wie zum Beispiel einem HIL-System, sind nur sehr wenige Angaben (Punkt 8.4.1.5 des Teil 4 der ISO 26262:2011) in der Norm zu finden. Daher herrschen in der Praxis verschiedene Ansichten über die notwendigen Maßnahmen zur Absicherung von Testsystemen vor. Dies beginnt bei einfachen Inbetriebnahmetests und geht bis zu definierten Wartungsprozeduren und Wartungsintervallen. Die Genauigkeit der (meist analogen) Schnittstellen der Testsysteme spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.

In der Praxis zeigt sich aber, dass nicht nur die prinzipielle Funktion des Testsystems sichergestellt werden muss. Es muss auch die Genauigkeit des Systems, wie es für andere Messsysteme üblich ist, sichergestellt werden. Werden z. B. analoge Ein- und Ausgänge für die Simulation von Sensorwerten oder die Messung von Strömen verwendet, sind genaue Vorgaben absolut notwendig, da es für sicherheitskritische Funktionen meist exakte Anforderungen an Fehlererkennungsschwellen und Fehlererkennungszeiten gibt. Daher sind die Kalibrierung und der anschließende Abgleich der Schnittstellen eines Testsystems sinnvoll und notwendig.

Aus den oben genannten Gründen ist es sinnvoll HIL-Testsysteme um Funktionen zum Selbsttest zu erweitern. Die automatisierte Prüfung aller Ein- und Ausgänge des HIL-Testsystems ermöglicht es auf manuelle Wartungsarbeiten zu verzichten. Weiterhin kann die automatisierte Prüfung des Testsystems vor der Ausführung jedes qualitätsrelevanten Tests ausgeführt werden und damit die korrekte Funktion des sichergestellt werden. Für die Ausführung des Selbsttests ist es notwendig ein unabhängiges Messsystem sowie eine unabhängige Signalquelle zu integrieren. Die Verbindung zu allen notwendigen Signalen kann über Failure Injection Units (FIU) erfolgen.

Aufbauend auf diesem automatisierten Selbsttest ist es möglich auch eine Kalibrierung sowie einen Abgleich zu realisieren. Bei dem hier aufgezeigten Ansatz kann dabei auf die Integration hochpreisiger Messmittel in das Testsystem verzichtet werden. Es genügt die Integration einer Messkarte mit Referenzsignalquelle, welche eine Kalibrierung erlaubt. Dieses Vorgehen erlaubt es auch bestehende Testsysteme mit geringem Aufwand zu erweitern. Neue Testsysteme können ohne nennenswerte Preissteigerung mit dem automatisierten Selbsttest ausgestattet werden.


Dr. Kristian Trenkel, iSyst Intelligente Systeme GmbHDr.-Ing. Kristian Trenkel studierte ab 2001 an der FH Jena Elektrotechnik/Technische Informatik. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums als Dipl.-Ing. (FH) im Jahr 2005 folgte eine Tätigkeit als Entwicklungsingenieur im Bereich Industrieautomatisierung. Ab 2008 folgte die Arbeit als Testingenieur bei der iSyst GmbH in Verbindung mit einer kooperativen Promotion mit der TU Chemnitz, Professur SSE. Seit 2013 betreut Herr Trenkel die Forschungs- und Förderprojekte sowie die studentischen Arbeiten bei der iSyst GmbH. Der erfolgreiche Abschluss der Promotion erfolgte Ende 2015. 2018 übernahm Herr Trenkel die Abteilungsleitung für die Forschung und Softwareentwicklung.

Innovation ist kein Zufall – gute Software soll es auch nicht sein

Referent: Vinko Novak, Scenaryo GmbH

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 14:45 - 15:30 Uhr

Abstract: Während noch vor einigen Jahren nur einzelne Exoten unter den Software-Entwicklern Clean-Code kannten hat der Qualitätsgedanke heutzutage den Mainstream der Software-Branche erreicht. Trotzdem ringen Software-Projekte nach wie vor mit Qualitätsproblemen, weil die Entwicklung als höchst individuelle, innovative und geistige Tätigkeit von Ideen und Motivation einzelner Teammitglieder abhängig ist. In Projekten stelle ich beispielsweise immer wieder fest, dass durch den Weggang von Schlüsselpersonen die Qualität der zu entwickelnden Software leidet. Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach Konzepten zur kreativen Lösungsfindung, welche die Abhängigkeiten zu einzelnen Individuen verringern und einen Rahmen für die Entwicklung besserer Software bieten.

In diesem kurzweiligen Vortrag stelle ich Erfolgsrezepte aus UX/UI-Design, Design Thinking sowie Product Design vor und zeige wie sich diese auf die Software-Entwicklung übertragen lassen.


Vinko Novak, Scenaryo GmbHVinko Novak ist leidenschaftlich in dem was er tut: Bei der Analyse und dem Design von Anwendungsarchitekturen, aber auch bei der Entwicklung und dem Aufbau hochkomplexer, unternehmenskritischer Software. Dabei spricht er nicht nur die Sprache der IT, sondern auch die des Managements und agiert als Vermittler zwischen Fachbereichen und Entwicklungsabteilungen. Seine Schwerpunkte sind Enterprise Architecture Management, User Interface Design, Anwendungsarchitekturen, technische Projektleitung, Project-Turnaround, Methoden der Softwareentwicklung sowie Schulungen und Workshops.

Clean Cucumber

Referent: Stefan Rohe, Funkwerk

Vortragsrichtung: Methodenbericht

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. Juni 2018, 14:45 - 15:30 Uhr

Abstract: In the days of Test Driven Development, Clean Code is not just valid for code, it is even more valid for tests.

- How to structure these tests?
- How to maintain them?
- How to write them clean?
- How to refactor them?

Stefan Rohe lives Specification by Example, a technique where tests need to be so clean, that even customers can read them. He introduced this method into various companies. And is the author of several supporting open source tools like

- gherkin_lint (https://github.com/funkwerk/gherkin_lint)
- gherkin_language (https://github.com/funkwerk/gherkin_language)
- gherkin_format (https://github.com/funkwerk/gherkin_format)
- gherkin_readability (https://github.com/funkwerk/gherkin_readability)


Stefan Rohe, FunkwerkStefan Rohe works at Funkwerk as Agile Evangelist. He introduced Specification By Example. It is now used for every type of specification and even customers report bugs in the cucumber style. Stefan is thrilled about Clean Code and applies the TDD cycle since years.

Platinsponsor

QA Systems

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