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Model Based Testing 1
Raum Rom
Model Based Testing 2
Raum Wien/Athen
Workshops
Raum London
09:30 Eröffnung der Pre-Conference "Model Based Testing"

Franziska Mai, HLMC Events GmbH
09:40 Eröffnungskeynote Warum der Einsatz von MBT kein Paradigmenwechsel ist und dennoch wie einer empfunden wird…

Dr. Anne Kramer, sepp.med gmbh
HTWS1 Modellbasiert zur MC/DC Coverage - Whitebox-Tests automatisch generieren

Dr. rer. nat Martin Beißer, sepp.med gmbh
10:40 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
11:10 MBT1.1 MB TDD an einem praktischen Beispiel realitätsnah gezeigt

Andreas Willert, Willert Software Tools und Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AG
MBT2.1 Modellbasierte HiL-Tests von Mobilhydraulik-Steuergeräten in Echtzeit

Dr. Ing. Stephan Kaiser, Danfoss Power Solutions GmbH & Co. OHG
11:55 Zeit für Raumwechsel
12:05 MBT1.2 MBSE support through Model-Based Testing and Formal Methods

Dr. Udo Brockmeyer und Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AG
MBT2.2 Static Model Analysis of Safety Related Functions in Simulink und Stateflow

Evgeni Verbitski, TechCoaching GmbH
12:50 Mittagspause / Lunch Buffet und Besuch der Ausstellung
14:00 MBT1.3 Automatisierte Validierung einer Continuous Integration Toolkette – ein Erfahrungsbericht

Beatrix Forster, sepp.med GmbH
MBT2.3 Kombinatorische State-Transition Tests für Embedded Systeme

Thomas Schütz, PROTOS Software GmbH
HTWS2 Modellbasierte Entwicklung eingebetteter Software nach IEC 61508 und ISO 26262 – Herausforderungen, bewährte Lösungen und ein Überblick zur 2018er-Edition der ISO 26262

Heiko Doerr, Model Engineering Solutions GmbH
14:45 Zeit für Raumwechsel
14:55 MBT1.4 tbd

MBT2.4 Modellbasiert besser und schneller zur Testautomatisierung - Erfahrungsbericht: Wie man Testmodelle erstellt und daraus Testskripte generiert

Siegfried Schöfer und Johannes Schaffenroth, sepp.med GmbH
15:40 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
16:10 Abschlusskeynote Software-Entwicklung aus der Sicht eines Rollenspielers

Iris Kellermann und Lutz Marquardt, Method Park Engineering GmbH
ab 17:10 Get together

Exzellentes Networking mit Teilnehmern, Referenten und Ausstellern

Warum der Einsatz von MBT kein Paradigmenwechsel ist und dennoch wie einer empfunden wird…

Referentin: Dr. Anne Kramer, sepp.med GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 09:40 - 10:40 Uhr

Abstract: In den letzten zehn Jahren industrieller Anwendung hat sich im Bereich des modellbasierten Testens einiges getan. Ursprünglich als Lösung aller Probleme bejubelt, dann als Hype verschrien, ist MBT inzwischen bei einigen Firmen fest in das Testkonzept integriert. Doch obwohl die Fangemeinde stetig wächst, herrscht andernorts nach wie vor Skepsis und Zurückhaltung.

Tatsächlich beobachten wir bis heute eine Diskrepanz zwischen der Erwartungshaltung potentieller MBT-Anwender und den nachweislich dank MBT erreichten Verbesserungen, die sich jedoch nicht unbedingt in den erwarteten Bereichen manifestieren. Inzwischen haben wir hinreichend Erfahrungswerte gesammelt und dadurch eine vergleichsweise realistische Vorstellung davon, was wir erwarten dürfen, was sich bewährt hat und was weniger. Wir wissen besser als früher, welcher der zahlreichen MBT-Ansätze in welchem Kontext sinnvoll ist und welchen Einfluss das verwendete Werkzeug hat.

In ihrer Keynote räumt Anne Kramer mit Klischees wie „MBT ist ein Paradigmenwechsel“ und „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ auf. Um Ordnung in das Chaos zu bringen, vermittelt sie einen Überblick darüber, was MBT ausmacht, welche Ausprägungen es gibt und worin sich diese unterscheiden. Sie zeigt den Weg vom MBT-Modell zum ausführbaren Testfall und gibt praktische Ratschläge, wie sich typische Fallen vermeiden lassen.

Der Vortrag stützt sich auf den ISTQB®-Lehrplan „Certified Tester Foundation Level – Model-Based Testing“, verschiedene MBT-Anwenderumfragen und Annes eigene, langjährige Projekterfahrung.


Dr. Anne Kramer, sepp.med GmbHDr. Anne Kramer promovierte 1995 in Physik an der Université Joseph Fourier (Frankreich). Nach einigen Jahren als Softwareentwicklerin und Projektleiterin bei Schlumberger Systems in Paris kam sie 2001 zur sepp.med GmbH, wo sie heute als Projektleiterin, Prozessberaterin und Trainerin tätig ist.

Anne Kramer war aktiv an der Ausarbeitung des ISTQB®-Kurses „Certified Tester Foundation Level – Model-Based Testing“ beteiligt und ist Autorin des dazu gehörigen Lehrbuchs „Model-Based Testing Essentials“ (Wiley). Gemeinsam mit Robert V. Binder und Bruno Legeard organisierte sie die MBT-Anwenderumfragen 2014 und 2017.

Darüber hinaus ist Anne Kramer Leiterin der ASQF®-Fachgruppe Projektmanagement und Ko-Autorin weiterer Lehrpläne sowie des Lehrbuchs „Basiswissen für Software-Projektmanager“.

Software-Entwicklung aus der Sicht eines Rollenspielers

Referenten: Iris Kellermann und Lutz Marquardt, Method Park Engineering GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 16:10 - 17:10 Uhr

Abstract: Der Vortrag stellt den Zuhörern typische Situationen aus dem Alltag der Software-Entwicklung vor. Trotz lange etablierter Methoden mit diesen richtig umzugehen zeigt die Praxis, dass im Entwicklungsprozess von allen Seiten noch immer vieles grundlegend falsch gemacht wird. Qualitätsprobleme, schlechte Planbarkeit, Frustration und viel zu hohe Entwicklungs- und Wartungskosten sind die logische Folge.
Angelehnt an das Setting eines klassischen Pen-and-Paper Rollenspiels hat das Publikum die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie es in den jeweiligen Situationen reagieren möchte und bestimmt so den Verlauf des Vortrags maßgeblich mit. Je nach Entscheidung wird anschließend analysiert, welche Auswirkung diese hat, inwiefern sie negative Konsequenzen mit sich bringt und wie man diesen hätte vorbeugen können.
Der vom Rollenspiel abgedeckte Software-Themenbereich ist naturgemäß sehr weitläufig. So umfasst er zum einen technische Aspekte, beispielsweise die Bedeutung automatisierter Unit Tests. Aber auch der Umgang mit organisatorischen Fragestellungen und die Wichtigkeit von Soft Skills werden anhand konkreter Situationen durchgespielt. Die Herausforderung, wie auf kleine bis große Änderungen der Anforderungen während eines Sprints reagiert werden kann, ist hierfür nur ein Beispiel.
Am Ende des Vortrags wissen die Zuhörer, wie sie mit den alltäglichen Situationen in der Software-Entwicklung angemessen umgehen können. Sie kennen die Fallstricke, die ein unmethodisches Vorgehen mit sich bringt, und können auf Techniken zurückgreifen, die ihnen helfen, negative Konsequenzen in Zukunft effektiv zu vermeiden.


Iris Kellermann, Method Park Engineering GmbHIris Kellermann ist seit 2017 als Software Engineer bei Method Park tätig.
Im Team Medical Applications entwickelt sie Software im Bereich Medizintechnik. Ihre Schwerpunkte sind dabei GUI-Programmierung und Bildverarbeitung.
Zuvor hat sie sich bereits mit Algorithmen für Defekterkennung in Gussteilen befasst und Software für automatisierte Bauteilprüfung mittels Endoskopie entwickelt.
Iris Kellermanns besonderes Interesse gilt darüber hinaus der Mustererkennung und dem Requirements Engineering.

Lutz Marquardt, Method Park Engineering GmbHLutz Marquardt hat sein Diplomstudium im Fachbereich Elektrotechnik an der Technischen Universität Kaiserslautern absolviert. Im Anschluss arbeitete er drei Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Erlangen-Nürnberg im Bereich digitale Audiosignal-Verarbeitung, sowohl in der Lehre als auch im Rahmen eines EU-geförderten Forschungsprojekts. Drei weitere Jahre entwickelte er am Fraunhofer IIS komplexe Signal-Verarbeitungsalgorithmen zur akustischen Echo-Unterdrückung für VoIP-Anwendungen. 2013 wechselte er aus dem wissenschaftlichen Umfeld mit Schwerpunkt Prototypen-Entwicklung zu Method Park und unterstützt dort als Senior Software Engineer die industrielle Entwicklung medizintechnischer Produkte, vornehmlich in der Sprache C++. Zu seinen weiteren T‰tigkeiten zählt die Ausarbeitung und Durchführung von Schulungen zum Thema Clean Code.

Zur AnmeldungHTWS1 Modellbasiert zur MC/DC Coverage - Whitebox-Tests automatisch generieren

Referent: Dr. rer. nat. Martin Beißer, sepp.med GmbH

Workshoprichtung: Model Based Testing

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 09:00 - 13:00 Uhr

Abstract: Werkzeuge zur Code Coverage Messung helfen, die Code-Überdeckung von Tests zu messen und nachzuweisen. Dieser Nachweis ist in Bereichen der Softwareentwicklung, die sicherheitskritische Funktionen implementieren, oft gefordert und daher ein Muss. Für komplexe Module oder solchen mit einer hohen Kombinatorik der Eingangsdaten ist die Erstellung der Testeingangsvektoren oft mit viel Aufwand verbunden.

Wir zeigen in unserem Workshop „Modellbasiert zur MC/DC Coverage“ wie man Testmodelle nutzen kann, um mit wenig Aufwand Test-Sets zu generieren die z.B. eine MC/DC Abdeckung des Codes realisieren.

Dabei werden wir Schritt für Schritt die Modellerstellung erläutern, die Möglichkeiten der Testfallgenerierung mit der MBTsuite beleuchten und die Übernahme und Ausführung der Testfälle im Code-Coverage Werkzeug Tessy zeigen.

Wer bei seinen White-Box Tests schneller zur definierten Code-Abdeckung kommen will, sollte sich diesen Workshop ansehen.


Dr. rer. nat. Martin Beißer, sepp.med GmbHDr. rer. nat. Martin Beißer hat in Erlangen Physik studiert. Nach seiner Promotion war er mehrere Jahre als Geo-Wissenschaftler an verschiedenen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen tätig. Danach hat er in mehreren Projekten im Bereich Qualitätssicherung und Prozessoptimierung im Auftrag für verschiedene Automobilhersteller gearbeitet.

Seit Juni 2000 ist Dr. Martin Beißer in der Geschäftsleitung der sepp.med gmbh verantwortlich für die Bereiche Softwareentwicklung, Qualitätssicherung und Beratung in Medizintechnik-, Avionik- und Automotive-Projekten. In Vorträgen und Veröffentlichungen setzt er sich seit vielen Jahren für die Verbreitung der modellbasierten Testidee ein.

MB TDD an einem praktischen Beispiel realitätsnah gezeigt

Referenten: Andreas Willert, Willert Software Tools GmbH und Dr. Hartmut Wittke, BTC-Embedded Systems

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: Die UML und SysML beinhaltet neben Notationselementenm die auf die Implementierung zielen, auch Notationselemente zur Spezifikation von Systemen und Software.

Was sich erst einmal unspektakulär anhört, gestaltet sich als ideale Voraussetzung für die pragmatische Anwendung von TDD (Test Driven Development). Das soll in dieser Präsentation realitätsnah gezeigt werden.

In einer realen Demo wird gezeigt, wie einer vorgegebenen Spezifikation in Form von Sequenzdiagrammen weitgehend automatisch in eine Testspezifikation und Testarchitektur überführt wird. Anschliessend wird life das aus der Spezifikation resultierende Verhalten in Form einer Zustandsmaschine inkrementell modelliert. Nach jedem Inkrement folgt ein automatisierter Test gegen die Spezifikation.

Die Ergebnisse führen immer wieder zu Überraschungen und zeigen, dass das erwartete Verhalten nicht immer dem realen Verhalten entspricht. Selbst in einem relativ simplen Beispiel geraten unsere Gehirne schnell an die Grenzen und sind nicht mehr in der Lage das Verhalten in voller Konsequenz zu überblicken.

Das dahinter liegende Prinzip ist einfach wie effizient. Das Aufteilen des Systems in einzelne Sequenzen hilft auch komplexe Systeme fehlerfrei zu spezifizieren. Was auf der Ebene der Sequenzen noch einfach erscheint, beinhaltet zusammengenommen eine fast immer unterschätzte Komplexität. Ein inkrementelles Vorgehen hilft, diese Komplexität zu handhaben. Kontinuierliche Tests gegen die Spezifikation sichern dabei ab, dass am Ende das komplexe Verhalten der Spezifikation entspricht.


Andreas Willert, Willert Software Tools GmbHAndreas Willert ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma Willert Software Tools GmbH und dort seit 25 Jahren in der Beratung und Einführung von Engineering-Vorgehen im Software und Systems Engineering tätig (Unter anderem bei Firmen wie AUDI, Continental, Pilz, Rheinmetall, Sennheiser, Bosch …).

Im Kontext von System- und Software-Engineering, Methoden, Prozesse und Werkzeuge ist er tätig als Buchautor, Referent von Seminaren und Vorträgen, unter anderem auf Kongressen, an Hochschulen, der TAE (Technischen Akademie Esslingen) und bei Willert Software Tools.

Andreas Willert ist Mitglied im Beirat des ESE Kongresses (Embedded Software Engineering Kongress - www.ese-kongress.de) und Mitorganisator der ‚MESCONF’ (Modeling of Embedded Systems Conference - www.mesconf.de) eine der größten deutschen Konferenzen zum Thema MDSE.

Dr. Hartmut Wittke ist als Entwickler bei der BTC-ES seit 2005 in der Entwicklung der IBM Rational Rhapsody TestConductor und Automatic Test Generation Plugins aktiv. Modellbasiertes Testen und die Entwicklung und Umsetzung einer testunterstützen Modellentwicklungsmethodik stehen im Mittelpunkt seines Interesses.
Nach dem Studium der Informatik in Oldenburg folgte ab 1997 eine langjährige Tätigkeit in der formalen Modellverfikation bei OFFIS und dort auch eine Promotion zum Thema kompositionale formale Verifikation von Statemate Modellen.

Modellbasierte HiL-Tests von Mobilhydraulik-Steuergeräten in Echtzeit

Referent: Dr.-Ing. Stephan Kaiser, Danfoss Power Solutions GmbH & Co. OHG

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 11:10 - 11:55 Uhr

Abstract: In den letzten zwanzig Jahren ist die Digitalisierung an der Mobilhydraulik (z.B. bei Mähdreschern oder Forstmaschinen) nicht spurlos vorüber gegangen und auch hier werden hydrostatischer Fahrantrieb und Arbeitsfunktionen von elektronischen Steuergeräten auf Mikrocontroller-Basis gesteuert. Dafür hat Danfoss Power Solutions mit PLUS+1® eine eigene Produktpalette von Steuergeräten und Peripherie (Joysticks, Displays, …) aufgebaut. Für die Steuergeräte und Displays wurde ein eigenes Betriebssystem entwickelt und sie können mit einer zu diesem Zweck geschaffenen, grafischen Entwicklungsumgebung programmiert werden.

Im Zeitalter der Europäischen Maschinenrichtlinie waren einfache, manuelle Integrationstests am Platz des Entwicklers bzw. Erst-Inbetriebnahmen beim Kunden nicht mehr zeitgemäß. Darum hat Danfoss Power Solutions in den letzten fünf Jahren das Modular Application Test System (MATS) entwickelt. Bei MATS wird, basierend auf NI-Hardware und Veristand®, das reale Steuergerät in eine virtuelle Fahrzeugumgebung in Echtzeit integriert und damit automatisierte Tests gefahren. Diese Tests sind in Testplänen zusammengefasst und die komplette Spezifikation kann bei jedem Software-Update über Nacht durchgetestet werden, bevor der Kollege auf dem Testgelände in das Fahrzeug steigt.

In unserem Anwenderbericht kann man an konkreten Beispielen sehen, wie die einzelnen Abteilungen im Bereich Application Software dabei interagieren, wie die Nachverfolgbarkeit von der Kundenspezifikation bis zum Testreport organisiert ist und wie der Kunde damit am Ende Entwicklungszeit spart.

Am Ende geben wir einen Ausblick darauf, wie wir den Schritt vom automatisierten Testen zur virtuellen Fahrt auf dem Fahrzeug realisiert haben bzw. wie wir das Ganze am Ende mit einem 3D-Fahrerlebnis auf einem Bewegungssimulator abrunden werden.


Dr.-Ing. Stephan Kaiser, Danfoss Power Solutions GmbH & Co. OHGStephan Kaiser hat an der TU Braunschweig Technische Physik studiert und sein Diplom im Bereich der Quantenkorrekturen zur elektrischen Leitfähigkeit geschrieben. Anschließend hat er beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Bereich Maschinenbau über Echtzeit-Schadensanalyse von Faserverbundbauteilen promoviert. Er arbeitet seit 19 Jahren bei Danfoss, zunächst als Software-Entwickler für embedded Systems, später als System-Ingenieur. Nach langen Jahren als Projektleiter ist er in den Bereich "Application Software" zurückgekehrt und leitet dort als Teamleiter das Team "Testing &Validation".

MBSE support through Model-Based Testing and Formal Methods

Referenten: Dr. Udo Brockmeyer und Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AG

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: Development and V&V of future systems lead to new challenges regarding correctness, completeness and consistency. Important enablers for development assurance in a continuous engineering environment is the application of powerful MBE, MBT and Formal Methods (FM) technologies as recommended in engineering standards. Such technologies enable to implement full traceability as required by processes such as ASPICE and ISO/IEC 15504, increase the degree of automation in the verification process, the probability to uncover more errors early and the reuse of specification artifacts throughout the engineering phases. When applying FM we have to consider two aspects, i.e. the development of a Formal Specification for natural language requirements, and performing Formal Verification activities. Formal verification can be performed by different existing technologies. This presentation shows how we extended Rhapsody MBE/MBT with FM capabilities – by using the verification method Formal Testing -- and how we combined it with the existing Rhapsody MBT solutions. An approach and commercial tool is presented how natural language requirements can easily be formalized, and how Rhapsody system and software designs can be verified, i.e. by performing Formal Testing, against formal specifications of requirements -- resulting in greater efficiency and effectiveness.


Dr. Udo Brockmeyer studied Computer Science at the University of Oldenburg, completing his Diploma in 1995. He went on to work in the Research Institute OFFIS e.V. on Formal Methods and achieved his Doctorate in computer science in 1999. In 2001 he moved to BTC Embedded Systems AG where he assumed a position as project leader. Since 2005, he is CEO of BTC Embedded Systems AG. He went on to become a Directors of BTC Japan Co.,Ltd in 2007, since 2015 he is also the Director of BTC Embedded Systems România SRL, and since 2017 he is a Director of BTC Software Technology (Shanghai) Co., Ltd. Additionally, from 2013-2018 he was selected as an IBM Champion for Rational Software.

Dr. Hartmut Wittke, BTC Embedded Systems AGHartmut Wittke studierte Informatik in Oldenburg und schloss das Studium 1997 mit dem Diplom ab. Nach dem Studium arbeitete er im Forschungsinstitut OFFIS e.V. ebenfalls in Oldenburg mit dem Schwerpunkt formale Modellverfikation und promovierte dort im Thema kompositionale formale Verifikation von Statemate Modellen. Seit 2005 ist er als Entwickler bei der BTC Embedded Systems AG in der Entwicklung der IBM Rational Rhapsody TestConductor und Automatic Test Generation Plugins aktiv. Modellbasiertes Testen und die Entwicklung und Umsetzung einer testunterstützen Modellentwicklungsmethodik stehen im Mittelpunkt seines Interesses.

Static Model Analysis of Safety Related Functions in Simulink und Stateflow

Referent: Evgeni Verbitski, TechCoaching GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 12:05 - 12:50 Uhr

Abstract: Usability can make the difference between pleasure and frustration. What technology can make easy will get done easily.

EZCHECK® software is designed for fast and simple static model analysis on unit and architectural level in Simulink® and Stateflow®.

EZCHECK® software enables function developers to leverage advantages of model-based design, verification and code generation.

EZCHECK® software is compliant with IEC 61508 and ISO 26262 requirements for static model analysis.


Evgeni Verbitski, TechCoaching GmbHMr. Verbitski is an independent consultant, trainer and coach in safety related projects providing holistic team support in all aspects of model-based development.

Mr. Verbitski has solid experience in embedded systems design and implementation for safety related applications with exposure to automotive industry (ISO 26262).

Automatisierte Validierung einer Continuous Integration Toolkette – ein Erfahrungsbericht

Referentin: Beatrix Forster, sepp.med GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:00 - 14:45 Uhr

Abstract: Moderne Software-Entwicklung steht vor der Herausforderung, qualitativ sehr guten Code in immer kürzeren Release-Zyklen zu erzeugen. Dies ist ohne das Konzept der Continuous Integration, - bestehend aus Compiler, statischen und dynamischen Tests, und dem eigentlichen Build - nicht mehr vorstellbar. Für den Einsatz im regulierten Umfeld, muss die dafür notwendige Toolkette validiert werden. Dies ist auch notwendig, um sicherzustellen, dass nur korrekt geprüfte Software ins Produkt kommt.

Wir zeigen, wie ein modell-basierter Ansatz entscheidend dazu beiträgt, eine Prozess- und Toolkette effizient zu validieren.

In diesem Projekt standen wir vor der besonderen Herausforderung, die verwendeten statischen Code-Analyse-Tools umfassend (gemäß MISRA C++2008) zu prüfen. Dies ist uns mit Hilfe von gezielter Testautomatisierung gelungen.


Beatrix Forster, sepp.med GmbHBeatrix Forster ist Expertin für Software in Medizintechnik und Pharma. Seit mehr als 25 Jahren sichert sie die Qualität von hoch komplexen und innovativen Medizinprodukten, von der Particle Therapy bis zum elektronischen Labeling von Medikamenten, selbstverständlich unter Beachtung aller zulassungsrelevanten Normen. Ihre Tätigkeiten reichen von Requirement-Engineering über Testkonzeption bis zur Validierung von Prozessen und Toolketten.

Kombinatorische State-Transition Tests für Embedded Systeme

Referent: Thomas Schütz, PROTOS Software GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:00 - 14:45 Uhr

Abstract: State-Transition Tests werden in vielen Standards für sicherheitskritische Systeme empfohlen. Sie sind aber auch für andere Systeme eine hervorragende Methode um schnell und strukturiert eine eine hohe Testabdeckung zu erreichen.

Nach einer kurzen Einführung in die Methode der State-Transition Tests, wird im Vortrag gezeigt wie damit sowohl Abläufe als auch Datenkonfigurationen kombinatorisch getestet werden können.

Anhand eines konkreten Beispiels wird abschliessend die Methode live demonstriert.


Thomas Schütz, PROTOS Software GmbHThomas Schütz studierte Luft- und Raumfahrttechnik in München und gründete 1997 die PROTOS Software GmbH. Als Softwareprojektleiter oder Architekt konnte er seine Erfahrung in der Verbindung modellbasierter Ansätze mit den Anforderungen von Embedded Systemen in zahlreiche Projekte einbringen. Thomas Schütz berät Firmen beim Aufbau domänenspezifischer Werkzeugketten für Embedded Systeme und ist Projektleiter des Eclipse Projektes eTrice.

Zur AnmeldungHTWS2 Modellbasierte Entwicklung eingebetteter Software nach IEC 61508 und ISO 26262 – Herausforderungen, bewährte Lösungen und ein Überblick zur 2018er-Edition der ISO 26262

Referent: Dr. Heiko Dörr, Model Engineering Solutions GmbH

Workshoprichtung: Model Based Testing

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:00 - 18:00 Uhr

Abstract: - Entwickeln sicherheitsrelevanter Software nach IEC 61508 und ISO 26262
- Einfluss von IEC- und ISO-Normen auf eingebettete Software mit Simulink, Embedded Coder und Targetlink
- Modell- und Software-Architektur für sicherheitskritische Software
- Erzielen von ISO-konformen Modellen durch Einsatz von Modellierungsrichtlinien und Komplexitätsmessungen
- Normgerechtes Testen nach ISO 26262 in der modellbasierten Softwareentwicklung
- Toolqualifizierung
- Von den Vorreitern aus der Automobilindustrie lernen - Praxisbeispiele aus der Automobilbranche (ISO 26262)
- Modellbasierte Entwicklung eingebetteter Software nach ISO 26262 – Herausforderungen, bewährte Lösungen und ein Ausblick auf die kommende Edition der ISO 26262


Heiko Doerr, Model Engineering Solutions GmbHDr. Heiko Dörr ist ein renommierter Redner, bekannt von Veranstaltungen wie der ELIV, VDA Automotive oder dem Automobilelektronikkongress. Er begann seine Karriere bei Daimler Benz Research, war für AUTOSAR bei Carmeq zuständig und ist seit einigen Jahren Geschäftsführer der Model Engineering Solutions GmbH (MES), dem Competence Center für modellbasierte Software.

Ist es möglich mit vier Symbolen 90% aller Prozesse darzustellen? – Ja! So einfach ist Prozessmodelling im Testumfeld

Referent: Georg Haupt, oose Innovative Informatik eG

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:55 - 15:40 Uhr

Abstract: Ein gemeinsames Bild das jeder auf Anhieb versteht ist ein Anspruch den jedes Model haben sollte. Aber Hand aufs Herz, Modelle die jeder sofort versteht sind doch eher selten. Gibt es denn keine Möglichkeit mit wenigen verständlichen Symbolen einen Prozess darzustellen?

Doch die gibt es! Mit nur vier Items der BPMN 2.0 können Sie 90% Ihrer Prozesse darstellen. Durch sie einfache und selbsterklärende Symbolik der Sprache können auch ungeübte „Leser“ sofort die Inhalte nachvollziehen.

Anhand eines alltäglichen Beispiels zeigt Ihnen Georg Haupt mit nur vier BPMN Symbolen wie ein Prozess dargestellt werden kann. Ihr Vorteil: Wenn der Prozess erst einmal verständlich aufgezeichnet ist, dann ermöglicht er die Kommunikation mit allen Beteiligten zu vereinfachen. Ohne lange Komplizierte Erklärungen können wir uns auf das wesentliche konzentrieren, Die Ermittlung der Testfälle und die Abstimmung mit den Stakeholdern.


Georg Haupt, oose Innovative Informatik eGISTQB Certified agile / MBT Tester, Certified Quality Designer, ITIL Certified
Als Trainer und Berater liegen die Schwerpunkte von Georg Haupt im Bereich der Qualitätssicherung und Softwaretests.
In 14 Jahren vergleichende Produkttests für die Computerbild, Computerbild-Spiele und Audio-Video-Foto-Bild wurde sein Blick für Produktqualität geschult. Das Motto seiner Trainings lautet: „Aus der Praxis für die Praxis!“ Denn er blickt als ISTQB zertifizierter Test- und Qualitäts-Management Experte auf mittlerweile annähernd 20 Jahre praktische Erfahrung in den Bereichen Soft- und Hardwaretests zurück.

Modellbasiert besser und schneller zur Testautomatisierung - Erfahrungsbericht: Wie man Testmodelle erstellt und daraus Testskripte generiert.

Referenten: Siegfried Schöfer und Johannes Schaffenroth, sepp.med GmbH

Tag und Uhrzeit: 19. Juni 2018, 14:55 - 15:40 Uhr

Abstract: Testskripte für Hardware in the Loop Systeme zu entwickeln ist sehr aufwendig und wird mit zunehmender Komplexität und Variantenvielfalt ein immer größerer Kostenfaktor für die Komponentenentwicklung.

Für unseren Kunden aus dem Automotive-Umfeld haben wir daher neue Wege gesucht, das Testdesign und die Testimplementierung durch zusätzliche Automatismen effektiver und zuverlässiger zu gestalten. Insbesondere sollte die Testfallimplementierung automatisiert werden, um den Aufwand für die Testskripterstellung zu reduzieren. Tatsächlich entkoppelt unser Vorgehen den Implementierungsaufwand von der Anzahl der Testfälle.

Der erste Schritt dazu ist die Umsetzung der Systemanforderungen in Testmodelle. Auf diesem Weg werden schon im Vorfeld Unklarheiten und Lücken in den Anforderungen gefunden und geklärt. Durch Anwendung eines Testfallgenerators, der direkt aus den Modellen konkrete, ausführbare Testfälle erzeugt, habe wir den Aufwand für Implementierung der Testskripte entscheidend reduziert, so dass letztendlich die Anzahl der Testfälle nicht mehr aufwandsrelevant ist. Dies hat zur Folge, dass die Testabdeckung deutlich verbessert und die Skripterstellung automatisiert wird.

Die Effektivitätssteigerung durch diesen Ansatz, kann genutzt werden, bei gleichem Aufwand eine entscheidende Steigerung der Testabdeckung und damit der Zuverlässigkeit des Produktes zu realisieren.

Im Vortrag wird das Vorgehen bei der Modellerstellung erklärt und verschiedene Strategien erläutert, nach denen die Testskripte generiert werden können, um die gewünschte Testabdeckung zu erreichen.


Siegfried Schöfer studierte Computational Engineering an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Er arbeitet seit 2016 als Software-Testingenieur bei der sepp.med gmbh und ist hier mit der Entwicklung von automatischen HiL-Tests betraut. Sein Interesse gilt der stetigen Verbesserung und Systematisierung des Testdesigns und der Automatisierungskonzepte.

Johannes Schaffenroth studierte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Er arbeitet seit August 2017 als Software-Testingenieur bei der sepp.med gmbh. Er hat sich seither intensiv mit modellbasiertem Test beschäftigt und bringt dieses Know-How zunehmend in die Testautomatisierung in Kundenprojekte ein.

Test Intelligence?

Referent: Dr. Elmar Jürgens, CQSE GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 09:10 - 10:10 Uhr

Abstract: Es ist selten genug Zeit da, um so gründlich zu testen, wie wir gerne würden. Verantwortung für Tests umfasst daher auch immer die Verantwortung für Test-Lücken. Das ist oft schmerzhaft. Gibt es Ansätze, die uns helfen können, intelligenter zu testen?

Big Data und Machine Learning versprechen Erkentnisgewinn durch die intelligente Auswertung von großen Datenmengen. In der Forschung gibt es auch tatsächlich Ansätze, die versuchen, relevante Erkenntnisse aus den Daten zu extrahieren, die bei Entwicklung und Test anfallen (z.B. Versionshistorien, Issues, Review-Kommentare, Coverage, Stack-Traces). Doch was bringen Defect Prediction, Failure Clustering, Test Impact Analysis usw. in der Praxis?

Wir selbst haben in den letzten Jahren viele der wichtigsten Ansätze implementiert und in unserer eigenen Entwicklung und bei Kunden evaluiert. In dieser Keynote stelle ich zentrale Ansätze, Forschungsergebnisse und Anekdoten, Erfolgsgeschichten und Fehlschläge vor.


Dr. Elmar Jürgens, CQSE GmbHDr. Elmar Jürgens hat über statische Codeanalyse promoviert und für seine Doktorarbeit den Software-Engineering-Preis der Ernst Denert-Stiftung erhalten. Er ist Mitgründer der CQSE GmbH und begleitet seit acht Jahren Teams bei der Verbesserung ihrer Qualitätssicherungs- und Testprozesse. Juergens spricht regelmäßig auf Konferenzen wie dem QS-Tag, W-JAX, JAX, OOP, Teamconf, DWX, ICSE, CSMR, SQD oder den XP Days. Er wurde von den Teilnehmern zum besten Sprecher der Clean Code Days 2014, der Software Quality Days 2015, dem Java Forum 2015 und dem QS-Tag 2016 gewählt. Elmar Jürgens wurde 2015 zum Junior Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt.

Kontinuierliche Qualitätssicherung und Test von Vehicle Computern – Von der Basis bis zur Freigabe

Referent: Dr. Dominik Holling, ITK Engineering GmbH

Vortragsrichtung: Integrationstests

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Mit den neusten Fahrzeuggenerationen erhalten Vehicle Computer mit wesentlich größerer Rechenleistung als Steuergeräte zuvor eine stetig größere Bedeutung. Diese beherbergen nicht nur vermehrt die Funktionalität von klassischen Steuergeräten, sondern erlauben auch neuartige Funktionen (z.B. automatisiertes Fahren) sowie eine effiziente Vernetzung von Fahrzeugen. Durch die Möglichkeiten der Aktualisierung und einer After-Market-Monetisierung, erleben Vehicle Computer einen an smarte/IoT Geräte angelehnten Lebenszyklus mit kontinuierlicher Weiterentwicklung nach SoP und auch wesentlichem Funktionshub nach Verbau im Fahrzeug.

Bei effizienter Qualitätssicherung und Test von Vehicle Computern spielt die Automatisierung der rechten Seite des V-Modells die bedeutendste Rolle. Um den Gewinn an Entwicklungs- und Absicherungs- Geschwindigkeit abzubilden finden die Techniken Continuous Integration und Continuous Delivery, aber auch Methoden des DevOps in Kombination mit System Engineering (SysDevOps) in der Qualitätssicherungs- und Teststrategie Einsatz. Dies ermöglicht nicht nur die automatisierte Bereitstellung von Software und deren Konfiguration, sondern eine durchgehende automatisierte Absicherungskette inklusive der automatisierten Erstellung der Freigabe-Dokumentation, Quality Gates zum Sichtbarmachen von Software-Qualität und frühe Ende-zu-Ende Tests zum Erhalt schnelle Feedbacks über die Gesamtfunktion.

Dieser Vortrag zeigt an einer Fallstudie die Implementierung und daraus resultierende Herausforderungen und sowie Lösungsstrategien auf, die zu einem effektiveren, flexibleren und höher automatisierten Entwicklungsprozess, im Zeichen von Continuous Integration, Continuous Delivery und SysDevOps, führen können.


Dr. Dominik Holling, ITK Engineering GmbHDominik Holling arbeitet im Bereich Testmethodik und Entwicklungsprozesse bei der ITK Engineering GmbH. Sein Fokus ist auf Software Engineering und Softwaretest. Dies beinhaltet das Zusammenbringen von Entwicklung und Qualitätssicherung sowie der frühen Aktivitäten des Requirements Engineering und der Software Architecture. Hauptinteresse ist dabei Continuous Integration, Continuous Delivery, sowie SysDevOps für eingebettete / cyber-physische Steuergeräte.
Davor hat er Informatik mit Focus auf Security an der TU Kaiserslautern studiert und an der Technischen Universität München am Lehrstuhl Software Engineering zum Thema wissensbasierte Testmethodik promoviert.

Automatisierter Test von Steuergeräten - Hardware in the Loop-Test vom Modultest bis zum Systemtest

Referent: Dr.-Ing. Kristian Trenkel, iSyst Intelligente Systeme GmbH

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Im Bereich der Entwicklung eingebetteter Systeme, wie sie beispielsweise in Form von Steuergeräten im Automobilbereich eingesetzt werden, ist ein rasanter technischer Fortschritt zu verzeichnen. Die Komplexität der Funktionen und der Entwicklungsaufwand steigen stetig an. Hierbei kommen für den Datenaustausch immer häufiger Funkschnittstellen zum Einsatz, welche zur Vernetzung mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur eingesetzt werden. Diese Funktionalität ist im Kontext von IoT zu sehen. Unter diesen Bedingungen lassen sich die Tests nur durch eine höchstmögliche Automatisierung in der nötigen Testtiefe wirtschaftlich realisieren. Neben den genannten Anforderungen an den Test allgemein stellen immer komplexere Steuergeräte auch immer größere Anforderungen an die Entwicklung. Neben der steigenden Komplexität steigt auch die Bandbreite der eingebetteten Systeme – vom drahtlosen Sensor bis hin zum Automobilsteuergerät mit 400 Pins – für welche automatisierte Tests auszuführen sind. Dies erfordert flexible und anpassbare Testsysteme. Bei der Software-Entwicklung auf der Ziel-Hardware werden dabei immer umfangreichere Umgebungsemulationen durch Simulationen notwendig, um das Steuergerät in einen für den Entwickler nutzbaren Betriebszustand zu versetzen. Dabei bestehen ähnliche Anforderungen, wie für die Umgebungssimulation bei Hardware in the Loop (HIL)-Testsystemen.

Im Rahmen dieses Beitrages wird das Konzept und die Umsetzung einer Plattform für Testsysteme vorgestellt, welche die Realisierung von kompakten Testsystemen für den Entwicklerarbeitsplatz bis hin zu Fullsize-HILs für den Systemtest ermöglichen. Diese Testsysteme sind im weiten Umfang an die Erfordernisse des jeweiligen eingebetteten Systems anpassbar und sind ebenfalls um Funkschnittstellen für den Test erweiterbar. Dabei ist die Wiederverwendbarkeit der Modelle für die Umgebungssimulation ohne Änderungen sichergestellt. Als Basis für die Testsystemplattform kommt die Echtzeit-Middleware Gamma V der Firma RST zum Einsatz. Diese Middleware ermöglicht die echtzeitfähige Ausführung von Modellen und die Abstraktion der Hardware. Damit ist ein Einsatz auf verschiedenen Prozessoren möglich. Mit Hilfe des Matlab/Simulink-Blockset ist die einfache Erstellung von Umgebungsmodellen – auch für die Funkkommunikation – und deren Portierung auf die Testsystemplattform möglich. Weiterhin ermöglicht der transparente Austausch der Daten der Middleware zwischen verschiedenen Systemen eine Visualisierung der Systemdaten sowie eine Testautomatisierung von unterschiedlichen Steuersystemen aus.

Anhand zweier Beispiele werden die Einsatzmöglichkeiten der Testplattform dargestellt. Als Erstes wird der Einsatz als Werkzeug für den Entwicklerarbeitsplatz in Form eines kompakten Motorprüfstandes für Elektromotoren gezeigt. Im zweiten Beispiel wird der Einsatz als Fullsize-HIL-System für ein Automobilsteuergerät dargestellt.


Dr.-Ing. Kristian Trenkel, iSyst Intelligente Systeme GmbHDr.-Ing. Kristian Trenkel studierte ab 2001 an der FH Jena Elektrotechnik/Technische Informatik. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums als Dipl.-Ing. (FH) im Jahr 2005 folgte eine Tätigkeit als Entwicklungsingenieur im Bereich Industrieautomatisierung. Ab 2008 folgte die Arbeit als Testingenieur bei der iSyst GmbH in Verbindung mit einer kooperativen Promotion mit der TU Chemnitz, Professur SSE. Seit 2013 betreut Herr Trenkel die Forschungs- und Förderprojekte sowie die studentischen Arbeiten bei der iSyst GmbH. Der erfolgreiche Abschluss der Promotion erfolgte Ende 2015. 2018 übernahm Herr Trenkel die Abteilungsleitung für die Forschung und Softwareentwicklung.

Clean Code ist Teamsport!

Referent: Michael Kaufmann, Alegri

Vortragsrichtung: Methodenbericht

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Bei viele Clean-Code-Systemen geht es um die persönliche Entwicklung vom ihren Schülern. Software wird heutzutage aber im Team entwickelt – und wir brauchen deshalb Werkzeige um Clean-Code im Team umzusetzen. Dazu gehört die Definition, Quantifizierung und Steuerung. Wer also Clean-Code im Team umsetzen will, der kommt an dem Thema technische Schuld nicht vorbei.

Der Vortrag erklärt, wie man Clean-Code in die technische Schuld integriert und es damit quantifizierbar und steuerbar macht. Er stellt technische Lösungen für die Messung und Verwaltung von technischer Schuld vor, und zeigt, wie man sie in einen modernen, agilen Entwicklungsprozess integriert.


Michael Kaufmann ist Mitglied der Geschäftsführung von Alegri und dort als Direktor für den Bereich Entwicklung und den Standort Stuttgart verantwortlich. Er ist seit fast 18 Jahren in der IT-Beratung als Architekt und Projektleiter tätig. Seit 2015 wurde ihm jedes Jahr die Auszeichnung Microsoft Most Valuable Professional (MVP) für DevOps und Visual Studio ALM verliehen. Er ist PRINCE2 zertifizierter Projektleiter und zertifizierter Scrum Master und Product Owner. Sein Wissen teilt er in diversen Schulungen, Vorträgen, Artikeln und seinem Blog.

Testarten in der Praxis mit Countinuous Integration

Referent: Roland Golla, Never Code Alone

Vortragsrichtung: Methodenbericht

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Abstract: Codeception ist ein PHP Framework und unterstützt verschiedene Testarten. Bei Never Code Alone setzen wir auf Acceptance-, API- und Unittests. Das Open Source Projekt ist auf GitHub veröffentlicht. In dem Talk zeige ich live, wie wir Tests ausführen und was wir testen. Dadurch können wir schnell und zuverlässig neue Features live bringen und Bugs sehr früh erkennen. So sparen wir viel zeit und Geld. Dazu machen automatische Prozesse einfach Spaß und sparen viel Zeit.


Roland Golla, Never Code AloneDer 2003 ausgebildete Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt PHP-Backend-Entwicklung war viele Jahre als Senior Webdeveloper und Lead Developer für große CMS-Portalen und umsatzstarke eCommerce-Lösungen tätig. Seit 2013 liegen seine Arbeitsschwerpunkte im Clean Code und in der Software-Qualität.

Eingesetzte Technologien sind u. a. Backend PHP Fullstack Frameworks Symfony und Zend. Ergänzend dazu sehr gute Fähigkeiten in AngularJS, NodeJS und Responsive Design. Eingesetzte Testframeworks sind PHPUnit für PHP Code und DalekJS für automatisiertes Frontend Testing.

Zitat: “Mit den PHP-Schulungen der ‘Entwicklungshilfe’ geben wir Web-Entwicklern die Möglichkeit, die Lerninhalte sofort eigenhändig am Rechner umzusetzen. Hands-on ist für uns hier also die oberste Maxime.”

Die Null-Fehler-Software-Fabrik - Fantasie oder bereits Wirklichkeit?

Referent: Ingo Nickles, Vector

Vortragsrichtung: Integrationstests

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Abstract: Die steigende Wichtigkeit der Software für die Bereitstellung von Schlüsselmerkmalen und sicherheitskritischen Funktionen in vielen Geräten und Systemen führt dazu, dass nicht länger ein handwerklicher Ansatz bei der Entwicklung zugrunde gelegt werden kann. Software muss mit der Präzision und Qualität konstruiert werden, die in jedem modernen Herstellungs- oder Montageprozess zu sehen ist. Es gibt viele Lehren, die man aus der Fertigungsindustrie in Bezug auf die Verbesserung der Qualität ziehen kann. Dies legt nahe eine "Fabrik" -Umgebung zu schaffen, die sicherstellt, dass Unternehmen die Produktion von Software in kürzester Zeit bei maximaler Qualität ermöglicht.

In diesem Vortrag werden wir mit der "Vorlaufzeit" und der "Zykluszeit" zwei Probleme betrachten, die Unternehmen berücksichtigen müssen und es wird gezeigt wie Unternehmen beide innerhalb einer Software Factory-Umgebung lösen können.

Es werden vier definierende Prinzipien vorgestellt die für eine Softwarefabrik beachtet werden müssen.

Konkrete Vorschläge wie eine Softwarefabrik erreicht werden kann runden den Vortrag ab um die Frage im Vortragstitel final zu beantworten.


Ingo Nickles, VectorIngo Nickles arbeitet als Senior Field Application Engineer bei der Firma Vector Informatik und ist dort für die Kunden- und Projektbetreuung verantwortlich. Er kann auf über 20 Jahre Berufserfahrung in der Software Entwicklung, System Design und Software Tests und agilen Entwicklungsmethoden zurückgreifen und hat zahlreiche Vorträge in Online Seminaren und auf Konferenzen im In- und Ausland gehalten.

Effizienter Testen mit einem praxisbewährten Testprozess

Referent: Michael Wittner, Razorcat Development GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Abstract: Eine Zertifizierung sicherheitskritischer Systeme erfordert umfangreiche und normgerechte Tests aller Funktionalitäten eines solchen Systems. Zeit und Kosten der Zertifizierung können durch den Einsatz eines praxisbewährten Testprozesses erheblich reduziert werden. Die erforderlichen Testdokumente werden dabei automatisch auf der Basis der Testergebnisse für die einzelnen System-Anforderungen erzeugt.

Die Präsentation beschreibt einen strukturierten Testprozess, der die Verlinkung von Anforderungen mit den erstellten Testartefakten sowie die anschließende Nachweisführung und Reporting ermöglicht. Anhand eines erfolgreich durchgeführten Testprogramms einer Flugzeugkomponente wird die Testmethode, der schrittweise Prozess sowie die verfügbare Werkzeugunterstützung und das damit mögliche Einsparungspotential vorgestellt.


Michael Wittner, Razorcat Development GmbHDipl.-Inform. Michael Wittner ist seit vielen Jahren im Bereich Software-Entwicklung und Test tätig. Nach dem Studium der Informatik an der TU Berlin arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Daimler AG an der Entwicklung von Testmethoden und Testwerkzeugen. Seit 1997 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Razorcat Development GmbH, dem Hersteller des Unit-Testtools TESSY und CTE sowie des Testmanagement-Tools ITE und der Testspezifikationssprache CCDL.

Plötzlich Clean Coder! Und jetzt?

Referentin: Claudia Simsek-Graf, viadee IT-Unternehmensberatung GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Vortragsrichtung: Wertesystem von Clean Code Developern

Level: Einsteiger

Abstract: Die Einführung und Umsetzung der Clean Code Prinzipien und Praktiken stellt nicht einfach nur einen Methodenwechsel sondern eine veränderte Teamkultur, ein mitunter neu orientiertes Wertesystem und ggf. eine Veränderung der eigenen Haltung, dar: Weg vom „Individualcode“ hin zum „Teamcode“ sind viele Hürden zu nehmen, Widerstand zu überwinden und Begeisterung zu entfachen und zu erhalten. Die Clean Code Prinzipien und Praktiken sind erst wirklich effektiv umsetzbar, wenn auch der Mensch berücksichtigt wird.

- Welche Clean Code Prinzipien sind mit welchen Werten verknüpft?
- Wie sieht eine „Clean Code Teamkultur“ aus?
- Was sind wesentliche Faktoren um Menschen zu Clean Codern zu entwickeln?
- Welche Bedürfnisse, Ängste und Befindlichkeiten werden dadurch ggf. tangiert?

Diese und weitere Fragen habe ich mir gestellt. Vieles habe ich in Projekten erlebt und Teams bei ihrer Entwicklung unterstützt. Meine Erkenntnisse dabei sind:

- Auch Clean Coder sind in erster Linie Menschen und haben Bedürfnisse, Erfahrungen und Befindlichkeiten
- Clean Code ist dann von größtmöglichem Erfolg gekrönt, wenn Teams die dazugehörigen Werte leben und in ihrer Kultur manifestieren.

Meine Erfahrungen möchte ich mit euch teilen und diskutieren.


Claudia Simsek-Graf, viadee IT-Unternehmensberatung GmbHClaudia Simsek-Graf hat Technische Informatik studiert und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in IT-Projekten. Schwerpunkte sind hierbei das Testmanagement, die Verbesserung von Software-Entwicklungsprozessen und das Projektmanagement. Durch ihre früheren Aufgaben als Team- und Abteilungsleiterin kennt Sie die Herausforderung im Umgang mit den menschlichen Faktoren aus eigener Erfahrung.

Neben der Projektmanagementausbildung ist sie Wirtschaftsmediatorin und vertritt in der viadee den Kompetenzbereich Soft-Skills.

Software Qualität in einem Legacy Projekt

Referentin: Jeanette Wernicke, Bayerische Versorgungskammer

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Vortragsrichtung: Vorteil beim Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger

Abstract: In Legacy Projekten haben sich mit der Zeit technische Schulden angesammelt. Komplexer und doppelter Code, enge Kopplung, zyklische Abhängigkeiten und fehlende Tests sind typische Probleme.

Soll so ein System auch langfristig wart- und erweiterbar bleiben, müssen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Tools können helfen technische Schulden zu verringern, wenn sie richtig eingesetzt werden.

In diesem Vortrag werden einige Tools und Methoden vorgestellt. Am Beispiel eines Rentenversorgungssystems, das seit 10 Jahren im Einsatz ist, wird gezeigt wie sich bestehende Systeme stetig verbessern und erreichte Standards halten lassen.


Jeanette Wernicke, Bayerische VersorgungskammerJeannette Wernicke ist bei der Bayerischen Versorgungskammer als Software Entwicklerin und Architektin mit Schwerpunkt Software Qualität tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit untersucht sie Verbesserungspotentiale in verschiedenen Systemen, leitet Workshops und hält Vorträge zu den Themen Clean Code, Software Architektur und Unit-Testing.

Integrationstests als Teil des Entwicklungsprozesses in heterogenen Systemen

Referent: Robert Schachner, RST Industrie Automation

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Vortragsrichtung: Integrationstests

Abstract: Neben klassischen HIL Tests sind Integrationstests vor allem mit unterschiedlichen Technologien, wie zum Beispiel Hochsprachen-Anwendungen in Verbindung mit SPS Technologien, äußerst schwierig. Die meist proprietären Testtechnologien sind dazu nicht flexibel genug, heterogene Systeme durchgängig zu testen.

Offene Middleware Technologien bieten hier viel mehr Möglichkeiten:

- Test- und Simulationswerkzeuge können während des gesamten Entwicklungsprozesses kombiniert werden
- Offene Schnittstellen ermöglichen durchgängige Teststrategien
- Serviceorientierte Zusatzfunktionen, wie im IoT Umfeld üblich, erleichtern die Bedienung

Der Vortrag zeigt, wie offene Kommunikationsmodelle, die Transparenz und Durchgängigkeit der heterogenen Systemlandschaft herstellt. Offene Schnittstellen ermöglichen auch die Adaption und Kombination von Testwerkzeugen, individuell dem Entwicklungsprozess angepasst.

Zu guter Letzt zeigt der Vortrag, wie sich Heterogenität nahezu auflöst, wenn auch die Embedded Applikation auf einer Middleware realisiert wird.


Robert Schachner, RST Industrie AutomationDipl.-Ing. (FH) Robert Schachner bewegt sich im embedded Markt seit 1985. Schon von Beginn an beschäftigt er sich mit der Abstraktion von embedded Systemen durch Datenmodelle. Bis heute konnte er mit seinem Team die Effektivität von Datenmodellen in mehr als 250 verschiedenen Projekten nachweisen. Durch die Abstraktion, die sich aus solchen Modellen ergibt findet man die Systeme nicht nur in der Automation, sondern in diversen Märkten wie Medizintechnik, Automotive- und Avionik Test.

1993 gründete Herr Schachner die RST Industrie Automation GmbH in der er seither erfolgreich seine Projekte umsetzen kann.

Herr Schachner ist Gründungsmitglied im Verein Embedded4You e.V. und stellt dort derzeit den zweiten Vorstand. Zu seinem Kernthema Middleware hat er sich an der VDI/VDE Richtlinie 2657 „Middleware in der Automatisierungstechnik“ engagiert. Seit Kurzem engagiert er sich auch für den Nachwuchs in dem er an Fachhochschule Rosenheim den Studienkurs „Methoden der Echtzeit Kommunikation in eingebetteten Systemen“ leitet.

Effizienter Einsatz verschiedener Testmethoden für einen automatisierten ISO 26262 konformen Software-Unit- und Integrations-Test

Referent: Wolfgang Meincke, BTC Embedded Systems AG

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Vortragsrichtung: Unit Testing

Abstract: Der Test von eingebetteter Software wird in heutigen Softwareentwicklungsprozessen zu einer immer größeren Herausforderung. Vor allem in der Automobilindustrie wächst die Komplexität und die Anzahl der sicherheitskritischen Komponenten deutlich an, während die Entwicklungszyklen immer kürzer werden. Neue Entwicklungsansätze, wie die Modell-basierten Entwicklung oder agile Entwicklungsprozesse, sind sehr hilfreich für einen effizienteren Softwareentwicklungsprozess. Andererseits stellt dies wiederum neue Herausforderungen an das Testen, wie z.B. eine wesentlich frühere Testausführung und im Rahmen der Modell-basierten Entwicklung auch die Ausführung von Testfällen auf verschiedenen Implementierungsebenen (MIL/SIL/PIL). Zudem ist durch die gestiegene Komplexität sowie die deutlich höheren Sicherheitsanforderungen an die Komponenten eine einzelne Testmethode nicht mehr ausreichend, um sowohl Korrektheit als auch Robustheit des zu testenden Systems sicherzustellen. Das schlägt sich auch in verschiedenen Standards, wie z.B. der ISO 26262 nieder, die eine Kombination verschiedener Testmethoden auf Modell und Code Ebene empfiehlt.

Der Vortrag stellt ein Konzept für eine integrierte Testplattform vor, um für Modell und Produktionscode die oben genannten Herausforderungen zu adressieren. Dabei liegt der Hauptfokus auf den folgenden drei Aspekten: Integration, Separation und Automatisierung. Der Integrationsaspekt gliedert sich in zwei Teile. Zum einen sollte die Plattform mit anderen entwicklungsunterstützenden Tools für Modellierung, Anforderungsmanagement oder Codegenerierung gut integriert sein. Alle Informationen, um eine Komponente zu testen, sollten so gut wie möglich automatisiert ausgelesen und aufbereitet werden. Das umfasst Informationen zu den Modell- und Softwareschnittstellen, Datentypen, Wertebereiche, Anforderungen und Code Dateien. Da diese Informationen für verschiedene Testmethoden benötigt werden, ist der zweite Integrationsaspekt die Integration verschiedener Testmethoden, die basierend auf einer Datenbank und einer integrierten Umgebung zum Einsatz kommen.

Separation bedeutet, dass Softwareunits zuerst umfassend getestet werden, bevor diese in größere Softwarekomponenten integriert werden. Die integrierten Softwarekomponenten wiederum werden dann gegen die Softwarearchitektur getestet. Die Testplattform sollte diesen Teile-und-Herrsche Ansatz so unterstützen, wie in der ISO 26262 oder Automotive SPICE empfohlen und beschrieben. Ein letzter wichtiger Aspekt ist die Automatisierung. Dazu sollte die Plattform eine vollständige API und Schnittstellen zu Standardtools wie Jenkins anbieten. Das Ziel ist, dass die Plattform sowohl einfache Testmethoden bis hin zu anspruchsvollen Aufgaben wie der automatischen Testfallgenerierung unterstützt.


Wolfgang Meincke, BTC Embedded Systems AGWolfgang Meincke studierte Angewandte Informatik an der Hochschule Ravensburg-Weingarten und schloss sein Diplom 2006 ab. Im Anschluss arbeitete er bei der BTC Embedded Systems AG, die als Tool-Provider im Bereich formale Verifikation, Validierung und automatisiertem Testen eingebetteter Systeme integrierte, automatisierbare und zertifizierte Testlösungen anbietet. Später wechselte er zum Telefon- und Internetprovider EWE TEL GmbH und arbeitete dort im Anforderungs- und Projektmanagement und war u.a. am Wechsel vom klassischen Entwicklungsprozessen hin zur agilen Softwareentwicklung involviert. Heute arbeitet er wieder bei BTC als Senior Pilot Engineer und begleitet dort die Kunden in Evaluationen, unterstützt die Integration der Tools in den Softwareentwicklungsprozessen der Kunden sowie die Anwendung von Testmethoden im Kontext der ISO 26262.

Saubere Sache – aber wie?

Referent: Michael Wiedeking, MATHEMA Software GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Vortragsrichtung: Regelwerk von Clean Code

Level: Einsteiger

Abstract: Aussagekräftige Namen, selbstdokumentierender Code, kleine Funktionen etc. Alles leichter gesagt als getan. Wie muss man aber nun konkret programmieren, damit sich das Ergebnis als „Clean Code” sehen lassen kann?

Dieser Vortrag widmet sich konkreten Vorschlägen, wie man mit einfachen Regeln „Clean Code” schreiben kann. Dabei werden nicht nur brauchbare Ziele definiert, an denen man sich orientieren und mit deren Hilfe man „saubere“ Entscheidungen treffen kann, sondern auch konkrete Beispiele gezeigt, wie man zu gut les- und wartbarem Code kommen kann.


Michael Wiedeking, MATHEMA Software GmbHMichael Wiedeking ist Gründer der MATHEMA Software GmbH. Er ist Java-Programmierer der ersten Stunde, schreibt regelmäßig Artikel und spricht auf Konferenzen. Am liebsten aber "sammelt" er Programmiersprachen und beschäftigt sich mit ihrem Design und ihrer Implementierung – neuerdings besonders mit seiner eigenen: Aalgola.

Anwendungen vom Single Responsibility Prinzip

Referent: Robert Bräutigam, MATHEMA Software GmbH

Vortragsrichtung: Anwenderbericht

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 13:45 - 14:30 Uhr

Abstract: Eine Klasse sollte genau einen Grund haben sich zu ändern. Die "Definition" von Uncle Bob ist kurz und einprägsam, jedoch höchsten Grades subjektiv und vieldeutig. Ist "weil ich die Applikation ändern muss" ein Grund? Ist "weil ich ein Ticket gekriegt habe" ein Grund? Die Beispiele im Netz, inklusive die von Uncle Bob sind meistens eher trivial oder nicht anwendbar, oder beides. Die vielen Fragen auf Stackoverflow bestätigen auch, dass das Interpretieren dieses Prinzips gar nicht so einfach ist.

Dieser Vortrag gibt nicht nur eine anwendbare Interpretation vom Prinzip, sondern demonstriert es auch mit der Hilfe von verschiedene Use-Cases aus echten Projekten. Dabei werden auch schwierigere Fälle wie der Zusammenhang von Business, Präsentation und Persistenz nicht außer Acht gelassen. Es werden Auswirkungen auf die ganze Architektur, wie auf Schichtenarchitekturen diskutiert, sowie die Verbindung mit anderen Konzepten wie Objekt-Orientierung und Domain-Driven-Design.


Robert Bräutigam, MATHEMA Software GmbHRobert Bräutigam

Ferngesteuerte HMI Tests auf Cortex-M Controllern

Referenten: Andy Walter und Dr. Matthias Müller, macio GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Integrationstests

Abstract: Das automatisierte Testen auf einem Embedded Gerät ist eine besondere Herausforderung. Wünschenswert ist es, mit demselben Werkzeug und denselben Testfällen vollautomatisierte Tests sowohl ferngesteuert auf der echten Zielhardware durchzuführen als auch gegen die Simulation am PC, da sich manche Fehlertypen mit vertretbarem Aufwand nur in einer der beiden Varianten detektieren lassen.

Für diese Fernsteuerung des Zielgerätes hat macio ein Remote Command Interface (RCI) entwickelt, die kompakt genug ist, um inklusive der zu testenden GUI-Anwendung (Graphical User Interface) auf einem Embedded Controller mit 1MB RAM und Flash eingesetzt werden zu können. Die Schnittstelle ist eingebettet in das mbedded Framework, das die deklarative Programmierung auf Controllern der Klasse Cortex M unterstützt.

Auf der Ebene von Eingabeevents wie Tastendrücke, Aktionen eines Dreh-Drück-Stellers oder Klick-Events kann das programmierte HMI in jeden möglichen Zustand überführt und mit jeder möglichen Interaktion stimuliert werden.

Dieses Repertoire der Interaktion wird durch die duale und mehrschichtige Architektur des RCI ermöglicht: Die eine Seite befindet sich auf dem Host- und die andere Seite auf dem Target. Während sich die Seite auf dem Target in die Eventschnittstellen des Systems einklinkt, bietet die Host-Implementierung eine komfortable Python-API. Mit Hilfe der Python-API werden Eingabe-Events an das HMI geschickt, Zustände im HMI abgefragt und Screenshots vom HMI geschossen und auf den Host übertragen. Dort angekommen werden diese Screenshots mit früheren, verifizierten Gold-Abbildern verglichen und der Erfolg eines Testszenarios ermittelt.

Letztendlich können auch projektfremde Mitarbeiter mit etwas Programmiererfahrung unter Einbezug des Python-Unittest-Frameworks mächtige und automatisierte Tests erstellen. macio verbindet die Testautomatisierung über das RCI mit HW-Tests auf einem Build- und Integrationsserver. Diese Tests laufen regelmäßig im Nightly-Build auf einem über USB mit dem Buildserver verbundenen Target.

Neben den vorhandenen Unit-Tests und SW-SW-Integrationstests bietet das RCI eine mächtige Schnittstelle für erste HW-SW-Integrationstests. Denn es ermöglicht automatisierte Endbenutzertests auf der Zielplattform und lässt die QS mit Hilfe kostengünstiger automatisierter Tests im V-Modell eine Stufe höher klettern.

Der Vortrag beschreibt die gewählte Architektur und die Erfahrung im Verlauf des Testeinsatzes anhand eines umfangreichen Projektes mit mehreren tausend Screens.


Andy Walter, macio GmbHAndy Walter war nach dem Informatikstudium an der Universität des Saarlandes wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe. Danach war er Mitgründer der aicas GmbH, wo er als Chief Operations Officer das Geschäft in Europa und Asien verantwortete. Seit 2012 leitet er die Karlsruher Niederlassung des Software Dienstleistungsunternehmens macio GmbH und ist dort seit 2015 Prokurist. macio bietet die attraktive inhouse Kombination von Design- und Ingenieur-Know-how zur Konzeption und Umsetzung anspruchsvoller Human Machine Interfaces (HMI). macio hat 3 Entwicklungsbereiche, von denen sich jeweils einer auf die Plattformen C/C++, C# und Mobile/Web konzentriert.

Dr. Matthias Müller, macio GmbHDr. Matthias Müller ist bei macio seit September 2016 Entwicklungsgruppenleiter und Projektleiter für große Projekte. Nach seinem Studium und seiner Promotion am KIT beschäftigte er sich mit agilen Vorgehensmethoden in der Softwareentwicklung. Die Ergebnisse seiner Studien konnte er auf internationalen Konferenzen und Journalen einem breiten Fachpublikum vorstellen. Bei macio leitet und coached er Projekte im Bereich deklarativer GUIs auf eingebetteten Systemen.

Reaktiver Test eingebetteter Software mit Hilfe von Modellen

Referent: Dr. Sadegh Sadeghipour, ITPower Solutions GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Black and White Box Tests

Abstract: Eingebettete Systeme interagieren wesentlich mit ihrer physikalischen und digitalen Umgebung. Diese hat großen Einfluss auf den Testablauf eingebetteter Software. Werden Steuerungsfunktionen getestet, können entsprechende Testabläufe als Open-Loop-Tests vollständig vor der Testausführung spezifiziert werden. Dagegen sind Regelungsanteile eines Systems effektiv nur durch Closed-Loop- oder reaktive Tests zu prüfen. Bei reaktiven Tests wird der Testablauf durch den aktuellen Zustand des Testobjekts und seine Reaktion auf die aktuellen Testinputs bestimmt. Der nachfolgende Testinput hängt vom Testoutput des Prüflings ab.

Es sei z.B. die Software eines Spurhalteassistenten in einer Beschleunigungsphase, einer Anfangsgeschwindigkeit von 30 km/h und einer Zielgeschwindigkeit von 100 km/h zu testen. Um die Zielgeschwindigkeit zu erreichen, muss für eine bestimmte Dauer das Gaspedal gedrückt werden. Der Tester hätte die Aufgabe, einen Testablauf für dieses Szenario zu spezifizieren.

Wann ist bei welcher Gaspedalstellung diese Zielgeschwindigkeit erreicht? Die effektive Beschleunigung des Fahrzeugs hängt von vielen Faktoren ab: Von den Gegebenheiten der Fahrbahn, einer eventuellen Steigung, unbekannter Reibung, Windwiderstand und natürlich einer unbekannten Kennlinie von Gaspedalstellung und Drehmoment. Der Test sollte deshalb widerspiegeln, was ein Fahrer machte: Beschleunigt er zu langsam, drückt er das Pedal tiefer. Hat er die Endgeschwindigkeit erreicht, geht er mit dem Pedal zurück. Der Fahrer achtet auf die Reaktion des Fahrzeugs und drückt entsprechend das Gaspedal. Und so sollte auch der Test spezifiziert werden: Er überwacht laufend die Reaktion des Prüflings und definiert demgemäß die nächsten Eingaben.

Im vorliegenden Beitrag wird eine Methode zur Spezifikation reaktiver Tests präsentiert, welche UML-Zustandsdiagramme als Testmodelle verwendet. Im Unterschied zum üblichen Vorgehen beim modellbasierten Test (MBT) werden allerdings nicht Modellpfade aus dem Testmodell, und so Offline Testfälle, generiert, sondern das Testmodell wird parallel zum Testobjekt ausgeführt. Die Eingaben des Prüflings sind dann Ausgaben des Testmodells, und umgekehrt wird das Testmodell durch Messwerte des Prüflings getrieben. Dadurch kann der Testablauf, abhängig vom aktuellen Verhalten des Testobjekts, variieren, und das Testmodell die Dynamik einer sich ändernden Umgebung widerspiegeln.

Die präsentierte Methode des reaktiven Tests wird durch eine Werkzeugarchitektur unterstützt, in der die Spezifikation reaktiver Testmodelle in einem etablierten UML-Werkzeug erstellt und aus dem heraus ein ausführbares Modell generiert wird. Dieses Modell wird automatisiert in ein Testwerkzeug eingebunden, welches die Testausführung kontrolliert und die Testauswertung durchführt. Die Testumgebung ist als Framework konzipiert und kann flexibel durch weitere Tools, z.B. Relais-Boxen, Oszilloskopen, Debugger, Bus-Werkzeuge etc., erweitert werden.

Im Beitrag wird der werkzeugunterstützte Einsatz der Methode beim Test einer Funktion eines medizintechnischen Systems erläutert.


Dr. Sadegh Sadeghipour, ITPower Solutions GmbHSadegh Sadeghipour promovierte 1998 am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Berlin im Bereich des Softwaretests. Seit 1996 veröffentlicht er Beiträge zum Test eingebetteter Software auf nationalen und internationalen Konferenzen und Workshops sowie in Fachzeitschriften.

Im Jahre 2000 gründete er die Firma IT Power Consultants mit, später umbenannt auf ITPower Solutions GmbH, in der er seither als Geschäftsführer tätig ist. ITPower Solutions bietet den Entwicklern eingebetteter Systeme, unter anderem aus den Bereichen der Automobilindustrie und der Medizintechnik, Tools, Beratung und operative Unterstützung entlang des System- und Software-Entwicklungsprozesses.

What is Software as a Craft?

Referent: Daniel Carral, trendig technology services

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Vorteile beim Einsatz von Clean Code

Level: Einsteiger

Abstract: What do we mean by Software as a Craft? What not? How and why was it born? How does it relate to Scrum? Is the same as eXtreme Programming? By the way, wasn't it called Software Craftsmanship? Anyway, why does it matter?

After answering all these questions and diving into concepts like deliberate practice and Open Space Technology, we will explore the current status of Software Crafting communities and events across Europe.

Originally presented in September 2017 at RUG::B (Ruby User Group Berlin), this “revisited” version includes perspectives, anecdotes and thoughts acquired during Dani's journey visiting local communities while giving talks, facilitating coding dojos and coderetreats.


Daniel Carral, trendig technology servicesDani is a Software Engineer who enjoys applying critical and out of the box thinking to technology, producing elegant solutions to non-trivial customer challenges.

Passionate about code quality and deliberate practice, he advocates the eXtreme Programming methodology and participates in several Ruby User Groups and Software as a Craft communities around Europe.

In his role as Lead Consultant @ trendig, Dani strives to delight our clients day in, day out. He believes in the power of psychologically safe spaces, diversity, and continuous learning cultures to unlock teams’ full potential and achieve high-quality results.

In his previous life he embarked on a so-called Journeyman Tour, a 6-month backpacking journey visiting local communities, giving talks, facilitating coding dojos & coderetreats, and sharing good vibes all over the place.

Soft Skills – Nur was für Dampfplauderer?!

Referent: Christoph Menzel, Method Park Engineering GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Vortragsrichtung: Methodenbericht

Level: Einsteiger

Abstract: Wie erklären wir es, dass ähnliche Organisationen mit ähnlich qualifizierten Menschen extrem unterschiedliche Ergebnisse liefern? Indem wir uns nur auf die mutmaßlich wesentlichen beruflichen Fähigkeiten konzentriert und den Wert der eigentlich wichtigen Fähigkeiten abgewertet oder unterschätzt haben. Die meisten Bücher und Prüfungen in unserer Ausbildungszeit, sei es in der Schule, der Berufsausbildung oder im Studium, beschäftigen sich nur mit den vermutet wichtigen Fähigkeiten. Dabei respektieren wir die wirklich wichtigen Fähigkeiten zu wenig. Indem wir sie als „soft“ bezeichnen, implizieren wir, dass sie optional wären. Es stellt sich jedoch heraus, dass die schwierig zu messenden Eigenschaften der Mitarbeiter eine erfolgreiche Organisation erst ausmachen, nämlich eben diese Soft Skills.


Christoph Menzel, Method Park Engineering GmbHChristoph Menzel ist bereits seit 2011 Teil des Method Park Teams und mittlerweile als Senior Software Engineer tätig. Seine Themenschwerpunkte sind agile Entwicklungsmethoden und die Testautomatisierung. Daraus ergeben sich auch seine Tätigkeitsfelder, so unterstützt er als agiler Coach und zertifizierter Scrum Master seine Kunden bei der Einführung von Scrum oder bei der Optimierung von Entwicklungsprozessen. Außerdem hält er hands-on Workshops zu Themen wie Unit Tests, Clean Code oder Continuous Integration & Delivery. Darüber hinaus begleitet und unterstützt Christoph Menzel seine Kunden auch aktiv bei der Entwicklung von Software und engagiert sich beim Software Engineering Camp Erlangen.

Hardware in the Loop for Everybody

Referent: Thomas Schütz, PROTOS Software GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:00 - 16:45 Uhr

Abstract: Die meisten Embedded Systeme werden zu spät oder nur unzureichend getestet. Fakt ist: Je später Fehler entdeckt werden, desto teurer ist die Behebung - die Kosten steigen exponentiell mit Fortschreiten des Projekts an.

Am Beispiel der Softwareentwicklung eine Bohrmaschinenherstellers wird eine entwicklungsbegleitende HIL Testmethodik für Embedded Systeme vorgestellt. Anders als bei herkömmlichen HIL Systemen erlaubt die Methodik bereits während der Entwicklung den Aufbau und die Durchführung automatisierter HIL Tests durch den Entwickler (Test First). Ermöglicht wird dies durch die Verwendung von kostengünstiger Standardhardware als HIL Plattform in Kombination mit leistungsfähigen Open Source Modellierungswerkzeugen.

Der Vortrag endet mit einer Live Demonstration der Toolchain.


Thomas Schütz, PROTOS Software GmbHThomas Schütz studierte Luft- und Raumfahrttechnik in München und gründete 1997 die PROTOS Software GmbH. Als Softwareprojektleiter oder Architekt konnte er seine Erfahrung in der Verbindung modellbasierter Ansätze mit den Anforderungen von Embedded Systemen in zahlreiche Projekte einbringen. Thomas Schütz berät Firmen beim Aufbau domänenspezifischer Werkzeugketten für Embedded Systeme und ist Projektleiter des Eclipse Projektes eTrice.

Unlocking ‘Shift-Left’ Testing with Intelligent Test Automation

Referent: Marcin Zwawa, Parasoft

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:00 - 16:45 Uhr

Vortragsrichtung: Unit Testing

Abstract: Today’s software teams need more than basic automated testing tools and reports to achieve Quality@Speed. Software applications are growing exponentially in size and software releases are accelerating, leading to vulnerable applications that are becoming daily front-page news. For teams to avoid the threats of today’s connected world and truly ‘shift left’ testing, they need to leverage new techniques that enable them to control and understand risk, readiness, and testing completeness.

In this session, we will cover;

1. How to efficiently build a solid testing pyramid, from unit tests to automated and manual functional tests
2. Best practices for Continuous Testing, including the use of dynamic test environments and disposable test data
3. How to leverage Intelligent Analytics, such as Change-Based Testing, Modified Code Coverage, and Risky Code Changes, to prioritize your agile testing activities
4. Putting these together will allow you to unlock your shift-left potential.


I have been working for Parasoft for over 10 years. As a Solution Architect I am responsible for supporting the sales of Parasoft automated software testing solutions in D-A-CH and Central Europe, and for delivering the solutions to customers. I've spoken at various conferences with a lot of pleasure.

My passion is for: Source Code Analysis, Embedded Testing, Safety Critical Standards, Functional Testing, Continuous Testing, Application Lifecycle Management.

Coding Dojo "Tests gegen Bugs"

Referent: Roland Golla, Never Code Alone

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, ab 16:00 Uhr

Abstract: Acceptance und PHPUnit Tests mit dem Codeception Framework. Unterschiedliche Testarten finden in ihrer Kombination besser Bugs und vermeiden so hohe Kosten, sparen viel Zeit und bringen gute Laune in den Job.


Roland Golla, Never Code AloneDer 2003 ausgebildete Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt PHP-Backend-Entwicklung war viele Jahre als Senior Webdeveloper und Lead Developer für große CMS-Portalen und umsatzstarke eCommerce-Lösungen tätig. Seit 2013 liegen seine Arbeitsschwerpunkte im Clean Code und in der Software-Qualität.

Eingesetzte Technologien sind u. a. Backend PHP Fullstack Frameworks Symfony und Zend. Ergänzend dazu sehr gute Fähigkeiten in AngularJS, NodeJS und Responsive Design. Eingesetzte Testframeworks sind PHPUnit für PHP Code und DalekJS für automatisiertes Frontend Testing.

Zitat: “Mit den PHP-Schulungen der ‘Entwicklungshilfe’ geben wir Web-Entwicklern die Möglichkeit, die Lerninhalte sofort eigenhändig am Rechner umzusetzen. Hands-on ist für uns hier also die oberste Maxime.”

Design security into your code. Don’t just hope to remove insecurity.

Referent: Mark Richardson, LDRA

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:55 - 17:40 Uhr

Abstract: This presentation will argue that in a world of ever-increasing connectivity of systems, it is time for security critical software developers to embrace the sound engineering lifecycle advocated by functional safety standards. In doing so, it will compare and contrast the difference in focus between CERT C’s application centric approach to the detection of issues, versus MISRA’s ethos of using design patterns to prevent their introduction. It will advocate the use of reactive penetration and load tests to prove that the product is sound, rather than to find out where it isn’t. And it will challenge secure software developers to embrace the concept that it is far better to design in security rather than hope to remove insecurity.


Mark Richardson, LDRAMark Richardson has over 30 years of experience in the development of real-time embedded software in C, C++ and Java. He is currently working for LDRA, where he is the Lead Field Application Engineer working in close collaboration with LDRA’s numerous distributors. Prior to joining LDRA, Mark was the lead application engineer for IBM Rational Rhapsody and has over 12 years of experience using UML on embedded projects.

He has lived in the UK, France and the USA, working on a variety of embedded projects and is currently living in the UK.

Müssen Test Tools getestet werden?

Referent: Dr. Thomas Flaig, Validas AG

Tag und Uhrzeit: 20. Juni 2018, 16:55 - 17:40 Uhr

Abstract: Natürlich sollte jedes verkaufte/releaste Produkt (auch Testwerkzeuge) eine Qualitätssicherung haben.
Dazu ist der Werkzeugtest natürlich geeignet, aber die Frage die sich vielen Herstellern stellt ist: Müssen Testwerkzeuge getestet werden und wenn ja wieviel?
Im Bereich von Sicherheitsrelevanter Software (Auto, Bahn, Luftfahrt, Medizin, Atomkraft,..) gibt es Standards, die vom Gesetzgeber direkt oder indirekt gefordert werden. Direkt heißt dabei: bereits zur Produkteinführung ist der Nachweis nötig. Indirekt heißt, erst im Schadensfall wird überprüft ob der Standard eingehalten wurde.
Beispiele dieser Standards sind ISO 26262, IEC 61508, DO 178, EN 51028. Alle diese Standards fordern die verwendeten Werkzeuge zu klassifizieren und wenn die Werkzeuge Fehler in das Produkt einfügen oder darin übersehen können das Werkzeug zu qualifizieren (=Testen). Testwerkzeuge können zwar keine Fehler in das Produkt einfügen, aber im Fehlerfall durchaus Fehler darin übersehen.
Im Vortrag werden die Sicherheitsanforderungen an Werkzeuge präzisiert und es wird gezeigt unter welchen Umständen das Testwerkzeug getestet werden muss und welche Funktionen dabei relevant sind.
Es wird ein einfaches Modell vorgestellt, dass es erlaubt diese Qualifizierungs-Informationen zu speichern sogenannte Qualifizierungs-Kits zu erstellen, mit denen der Kunde die Korrektheit von Testwerkzeugen überprüfen kann.
Außerdem wird in dem Vortrag eine generische Teststrategie vorgestellt, mit der man systematisch Testfälle für Testwerkzeuge erstellen kann um zu zeigen das das Testwerkzeug seine minimalen Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Digitalisierung in der Medizintechnik

Referenten: Jörg Sitte und Matthias Wufka, Zühlke Engingeering GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 09:15 - 10:15 Uhr

Abstract: Die Digitalisierung erobert die Medizintechnik – sei es als Medical IoT, Data Mining oder Artifical Intelligence. Doch was bedeutet das für mein Produkt / mein Unternehmen?
Die Keynote zeigt auf, welche Chancen die Digitalisierung in der Medizintechnik eröffnet. Allerdings birgt der Schritt hin zu neuen digitalen Geschäftsmodellen auch Risiken. Schließlich erfordert die Digitalisierung eine Trans-formation im gesamten Unternehmen, da beispielsweise Service, Support oder Vertrieb und Marketing für digitale Produkte wenig vorbereitet sind. Gleichzeitig ist es wichtig, für eine solche Transformation schon frühzeitig erste Erfahrungen zu sammeln. Deshalb zeigen wir Ihnen einen sanften Weg in die digitale Welt auf, der zur Medizin-technik besser passt als die heute vielfach propagierten disruptiven Ansätze.


Jörg Sitte, Zühlke Engingeering GmbHJörg Sitte kennt die Medizintechnik-Branche in Deutschland seit vielen Jahren. Vor seiner Zeit bei Zühlke hat er in den Rollen Entwicklung, Architektur und Projektleitung klassische IT-Systeme entwickelt und als Management Con-sultant Unternehmen in ganz unterschiedlichen Branchen beraten, zum Beispiel in der Industrie, Medizintechnik, Logistik aber auch im Bereich Banken und Versicherungen. Seit über 10 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Internet of Things und allen dafür erforderlichen Disziplinen wie Software (Embedded, Cloud und Apps), Elektro-nik, Sensorik und Mechanik/Konstruktion. Er ist davon überzeugt, dass die Wettbewerbsfähigkeit zukünftig immer stärker von Services und der damit verbundenen Digitalisierung abhängt. Time-to-Market, Smart Services, Smart Data und neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln sich so zum USP von morgen.

Matthias Wufka, Zühlke Engingeering GmbHMatthias Wufka begleitet bei Zühlke seit mehreren Jahren innovative Digitalisierungsprojekte bei Unternehmen im Bereich Medizintechnik und Pharma. Davor war er Software-Ingenieur und leitete Projekte bei einem Unternehmen im Bereich aktiver Medizinprodukte für Krankenhäuser. Er kennt die Konzeption und Entwicklung von Medizin-produkten aus verschiedenen Perspektiven (Entwickler, QM, Projektleiter). Darüber hinaus war er maßgeblich an der Entwicklung agiler Entwicklungsprozesse für Medizinprodukte bei Zühlke beteiligt. Eines seiner Interessensgebiete liegt im Spannungsfeld von regulierter Entwicklung und agilen Methoden kombiniert mit Ansätzen aus Lean Startup und Design Thinking.

Best Practices aus 4 Jahren Umgang mit technischen Schulden bei der medatixx

Referenten: Dr. Elmar Jürgens, CQSE GmbH und Dr.-Ing. Uwe Henker, medatixx

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 13:25 - 14:25 Uhr

Abstract: Die medatixx entwickelt Softwarelösungen für Praxismanagement für medizinische Versorgungszentren und niedergelassene Ärzte. Da die medatixx aus dem Zusammenschluss mehrerer Anbieter entstanden ist, basieren die Softwarelösungen auf einer heterogenen technologischen Basis. Die erfolgreiche Weiterentwicklung dieser Software ist für die medatixx unternehmenskritisch.

Die medatixx muss ihre Softwarelösungen jedes Quartal termingerecht an Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich anpassen. Daher ist die Wartbarkeit ihrer Code-Basis für die medatixx besonders wichtig. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung über mehr als 20 Jahre haben sich jedoch, wie bei den meisten historisch gewachsenen Systemen, technische Schulden angesammelt, die die Weiterentwicklung behindern und termingerechte Releases in Gefahr bringen.

Die medatixx hat daher (zusammen mit der CQSE GmbH) vor vier Jahren begonnen, einen systematischen Umgang mit technischen Schulden im Unternehmen zu verankern. In dieser Zeit sind Analysen, Kennzahlen und Werkzeuge entstanden, die den agilen Projektteams kontinuierlich zur Verfügung stehen (angefangen von Integrationen in die Entwicklungsumgebung, über zentrale Dashboards bis hin zu Monitoren in Team-Räumen und auf Fluren, die Kennzahlen, Trends und Verbesserungen zeigen). Vor allem aber sind Best Practices bei der Einführung (z.B. Pair-Refactoring), Kommunikation (z.B. Umgang mit Schuldzuweisungen zwischen Management und Entwicklung) und im kontinuierlichen Einsatz (z.B. Baseline-Delta-Analyse und dedizierte Qualitätsziele) entstanden, die sich beim entwicklungsbegleitenden schrittweisen Abbau der technischen Schulden als zentral erwiesen haben.

Im Vortrag stellen wir die Ausgangslage, unsere verschiedenen Maßnahmen und ihre Ergebnisse vor. Dabei gehen wir auf die eingesetzten Analysen, Kennzahlen und Werkzeuge ein. Wir legen den Schwerpunkt aber auf die Aspekte, die über die Analysen und Kennzahlen hinausgehen (Change Management, Kommunikation, Prozess-Integration, usw.) da sie den Schlüssel zum wirksamen Abbau von technischen Schulden darstellen.


Dr. Elmar Jürgens, CQSE GmbHDr. Elmar Juergens hat über statische Codeanalyse promoviert und für seine Doktorarbeit den Software-Engineering-Preis der Ernst Denert-Stiftung erhalten. Er ist Mitgründer der CQSE GmbH und begleitet seit acht Jahren Teams bei der Verbesserung ihrer Qualitätssicherungs- und Testprozesse. Juergens spricht regelmäßig auf Konferenzen wie dem QS-Tag, W-JAX, JAX, OOP, Teamconf, DWX, ICSE, CSMR, SQD oder den XP Days. Er wurde von den Teilnehmern zum besten Sprecher der Clean Code Days 2014, der Software Quality Days 2015, dem Java Forum 2015 und dem QS-Tag 2016 gewählt. Elmar Jürgens wurde 2015 zum Junior Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt.

Dr.-Ing. Uwe Henker, medatixxDr.-Ing. Uwe Henker ist Leiter des Bereichs Softwareproduktion der medatixx, einem mittelständigen Unternehmen mit ca. 550 Mitarbeitern. Sein Bereich umfasst 110 Mitarbeiter, im Produktmanagement, der Entwicklung und Qualitätssicherung. Vor etwa 9 Jahren haben er und seine Mitarbeiter damit begonnen, agile Entwicklung einzuführen. Uwe Henker hat an der TU Dresden Informatik studiert und anschließend promoviert.

Agile Software Entwicklung in der Medizintechnik - Ein Praxisbericht

Referenten: Dr. Tim Baier-Löwenstein und Gritje Meinke, Drägerwerk AG & Co. KGaA

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Level: Einsteiger

Zielgruppe: Projektleiter, Software Entwickler, Risiko Manager, Produkt Manager, Agile Coaches, Scrum Master, Führungskräfte

Abstract: Agil ist das Schlagwort in der modernen Software-Entwicklung. Viele Global-Player, wie z.B. Amazon, Google, Spotify, etc. setzen sehr erfolgreich agile Entwicklung ein und liefern damit kontinuierlich neue Produkte für ihre Kunden. In der Medizinprokuteentwicklung bewegen wir uns allerdings im Gegensatz zu z.B. Spotify in einem streng regulierten Umfeld und haben dadruch genau definierte 'Auflagen' zu erfüllen, was z.B. die Qualitätssicherung anbelangt.

In dem Vortrag wird anhand eines konkreten Beispiels aus der realen Entwicklung gezeigt, wie sich Agile Methoden auch in einem reguliereten Umfeld erfolgreich einsetzen lassen und wie ein entsprechender Entwicklungsprozess realisiert werden kann. Es wird gezeigt, wie es gelingt entsprechend den Normen und Forderungen der FDA zu entwickeln und dabei den agilen Prinzipen zu folgen. Der Vortrag geht dabei nicht nur auf den Prozess als solchen ein, sondern zeigt auch auf, welche organisatorischen Veränderungen die agile Entwicklung unterstützen und wie wichtig Arbeitsweisen und die innere Einstellung sind.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Wie agile Entwicklung in einem regulierten Umfeld realisiert werden kann und welche organisatorischen Rahmenbedingungen und Kulturveränderungen eine entsprechende Entwicklung unterstützen.


Dr. Tim Baier-Löwenstein ist Scrum Master und Agile Coach für drei Software Teams. Herr Baier-Löwenstein profitiert dabei von seiner langjährigen Erfahrung als Software Engineer, Software Architekt und Projektleiter. In diesen Rollen hat er viele Entwicklungsprojekte bis zur Markteinführung begleitet. Als Scrum Master und Agile Coach arbeitet er auch mit internationalen Teams an der Entwicklung von Software Produkten und unterstützt diese.

Gritje Meinke ist Line-Managerin eines Software Teams aus 42 Mitarbeitern_innen und kann dabei auf eine langjährige Erfahrung als Software Entwicklerin und Scrum Master zurückgreifen.
Zudem ist Frau Meinke als Agile Coach ausgebildet und betreut in dieser Funktion zwei Scrum Teams.
Als Line-Managerin hat sie die organisatorischen und kulturellen Veränderungen, die für die agile Entwicklung erforderlich sind, mit gestaltet und unterstützt eine Vielzahl von agilen Projektteams in der Lösung der aktuellen Herausforderungen.

Architektur und Risikomanagement – zwei wie Pech und Schwefel

Referenten: Thomas Kammerer, ASTRUM IT GmbH und Goran Madzar, MEDtech Ingenieur GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Level: Fortgeschritten

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Risikomanager, System Architekten, technische Projektleiter, Führungskräfte, Entwickler

Abstract: Durch Anforderungen und Use Cases wird nachvollziehbar, was ein System leisten soll und in welchem Umfeld es arbeiten muss. Die Anforderungen an ein Medizinprodukt führen in der Entwicklung zur Architektur. Die Architekturdokumentation ist die Lösungssicht und beschreibt das System, dessen Schnittstellen sowie den Kontext zur Umgebung, zu Personen und Fremdsystemen.
Weiterhin zeigt sie den internen Bauplan (die Struktur) sowie das dynamische Verhalten.
Die Architektur ist ein wesentlicher Input für das Risikomanagement, denn Systemstruktur und Systemdynamik sind wichtige Eingaben für Gefährdungs- bzw. Fehleranalysen. Andererseits ergeben die Ergebnisse aus Risikomanagementtätigkeiten wichtige Impulse für die Wahl der richtigen Architektur.
In diesem Vortrag wird durch einen Systemarchitekten und einen Risikomanager verdeutlicht, worauf es ankommt und wie Architektur und Risikomanagement in der Praxis zusammenarbeiten können.
Es wird gezeigt, welche Architektur-Darstellungen für das Risikomanagement wichtig sind und wie sich Rückwirkungen vom Risikomanagement auf die Architektur ergeben, wenn Gefährdungen oder Ereignisse bewertet werden. Weiterhin wird gezeigt, wie die Rückverfolgbarkeit von sicherheitsrelevanten Anforderungen und Risikokontrollmaßnahmen in der Architektur sichergestellt wird.
Ziel ist es, bessere Architekturentscheidung zu treffen und zwischen inhärent sicherem Design, Schutzmaßnahmen, sicherheitsrelevanten Informationen abzuwägen und nachvollziehbar sichere Medizinprodukte zu entwickeln.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, Architektur so zu dokumentieren, dass diese für das Risikomanagement nutzbar ist. Die Schnittstelle zwischen Architektur und Risikomanagement soll für die Teilnehmer nachvollziehbar sein. Damit soll der Zuhörer in die Lage versetzt werden im eigenen Projekt Risikomanagement und Architektur besser miteinander zu verzahnen.


Thomas Kammerer, ASTRUM IT GmbHThomas Kammerer (CTO, Chef-Architekt) ist seit 25 Jahren in der Softwareentwicklung technischer Systeme tätig. Dabei war er in den Bereichen Medizintechnik, Medizininformatik sowie Mess- und Prüftechnik sowohl als SW-Entwickler, SW-Architekt als auch als Team- und Abteilungsleiter aktiv und konnte im Rahmen mehrerer Projekte bei namhaften Medizinprodukte-Herstellern Erfahrungen im Bereich normenkonforme Entwicklung sammeln. Weiterhin berät er Firmen in den Bereichen System- und Software-Architektur, Risikomanagement sowie Entwicklungsprozesse und führt Trainings für sicherheitsrelevante Medizinprodukte u.a. auch für die TÜV-Süd Akademie durch.

Goran Madzar, MEDtech Ingenieur GmbHGoran Madzar (MEDtech Ingenieur GmbH) unterstützt Kunden seit mehr als 10 Jahren als Systemarchitekt und technischer Projektleiter in der Medizintechnik. Der Fokus liegt dabei auf Embedded Systemen für Therapie und Diagnostik-Geräte. Er blickt auf eine Vielzahl an abgeschlossenen Projekten zurück und hat einen Lehrauftrag an der TH-Nürnberg für Systems Engineering in der Medizintechnik.

Implantierbare Mikrosysteme – Eine Rundreise zum Thema Sicherheit

Referent: Mario Klessascheck, suxeo GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Zielgruppe: Risikomanager, System Architekten, technische Projektleiter, Führungskräfte, Entwickler

Abstract: Definitionsgemäß sind Mikrosysteme miniaturisierte kleinste Einheiten, die als System zusammenwirken. Diese sind daher perfekt geeignet, um in uns als „kleine Helfer“ Körperfunktionen zu ersetzen, zu überwachen oder zu unterstützen. Mit dieser Rundreise zum Thema Sicherheit erhalten Zuhörer einen Überblick über die Aspekte wie technische und klinische Sicherheit, sowie den Herausforderungen im Bereich der Innovation. Weiterhin lernen die Zuhörer, welche Anforderungen sie aus Sicht der Regularien berücksichtigen müssen. Das Wissen soll vor allem Einsteigern und Start-ups helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um unnötige Runden bei der Zulassung zu vermeiden. Für Fortgeschrittene durchleuchten wir unter anderem das spannende Thema IT-Sicherheit.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag

- Sie wissen, was die Regularien verlangen, insbesondere die neue MDR.
- Sie kennen die Grundlagen und Verbindlichkeiten der wichtigsten Normen.
- Sie wissen, welche Sicherheitsaspekte Sie bei der Entwicklung berücksichtigen müssen.
- Sie kennen die Rolle des Risikomanagements in Bezug auf Implantate.
- Sie wissen, was Sie beachten müssen, wenn Implantate kommunizieren.


Mario Klessascheck, suxeo GmbHMario ist ein begeisterter und passionierter Technologieexperte. Ihn fasziniert das Thema Technologie und Mensch und wie kreative Unternehmen ganze Branchen aus den Fugen heben. Er war selbst Entwickler, Projektleiter und BU Manager und kennt daher die Herausforderungen von Technologieunternehmen. Er beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit der Fragestellung wie zukunftsorientierte Technologieunternehmen gestaltet und geführt werden müssen. Mit seiner Firma suxeo unterstützt er Firmen beim Aufbau innovativer und vorwärts gerichteter Führungsmethoden sowie beim Aufbau schlagkräftiger Talent-Teams. In diesem Zusammenhang entwickelt er neue und kreative Konzepte im Bereich agile Leadership. Als Querdenker hinterfragt und konfrontiert er geerbte Überzeugungen

Zu viele Requirements? Was tun?

Referenten: Dr. Kristin Rohrseitz und Dr. Wolfram Eßer, SIVANTOS GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 10:45 - 11:30 Uhr

Level: Fortgeschritten

Zielgruppe: Medizin-(Software)-Hersteller mit agilen Teams, Requirements-Engineers / Product Owner aus der Medizintechnik

Abstract: Bei der Entwicklung einer medizinischen Software zur individuellen Anpassung von Hörgeräten hatten sich im Verlauf mehrerer Versionen über 9000 funktionelle Anforderungen angesammelt. Diese waren mit entsprechendem Aufwand für jedes Release zu verifizieren. Außerdem war die Pflege dieser Anforderungen im Hinblick auf Redundanzen und Widersprüche sehr aufwändig geworden.
Obwohl die Software komplexe Workflows des Hörgeräte-Akustikers abbilden muss, zeigte eine Analyse, dass wir unser System stellenweise zu detailliert beschrieben hatten. Zudem waren in unseren Spezifikationen bereits häufig Implementierungsdetails versteckt.
Im Vortrag berichten wir, wie wir unser agiles Vorgehensmodell nun nutzen, um Implementierungsdetails zum richtigen Zeitpunkt zu klären und diese zu kommunizieren, ohne sie in schwerfälligen Dokumenten zu konservieren. Wir stellen dar, welche konkreten Regeln wir mit unseren Requirements-Engineers und Qualitätsmanagement-Experten erarbeitet haben, um die große Anzahl an Requirements auf eine handhabbare Menge zu abstrahieren.
Der Systemtest, der auf diesen kondensierten Spezifikationen basiert, konnte deutlich reduziert werden. Der Test deckt nun risikobasiert die richtigen Stellen unserer Software ab, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Manchmal ist weniger eben mehr!

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag

* Warum die Anpassung von Hörgeräten eine komplexe Software erfordert
* Wie man Implementierungsdetails in Spezifikationen erkennen kann
* Wie & wann man mit agilen Teams Implementierungsdetails klärt und kommuniziert
* Welche konkreten Regeln wir zum Kondensieren unserer Anforderungen verwendet haben
* Wie wir dabei die regulatorischen Rahmenbedingungen der Medizintechnik eingehalten haben
* Wie man so anschließend im System-Test die „richtigen & wichtigen“ Anforderungen verifiziert


Dr. Kristin Rohrseitz, SIVANTOS GmbHDr. Kristin Rohrseitz blickt auf eine fast zwanzigjährige Erfahrung in der Hörgerätebranche zurück. Sie hat sowohl als Produktmanager als auch als Projektleiterin für audiologische Studien gearbeitet. Die Schwerpunkte ihrer Erfahrung liegen aber im Bereich des Requirements Engineering bei SIVANTOS. Hier baute sie ein Team auf, das die Anforderungen für verschiedene SW Applikationen erarbeitet. Mit der agilen Transition im Bereich der SW Entwicklung ist sie seit Jahren auch für das Team der ProductOwner zuständig.

Dr. Wolfram Eßer, SIVANTOS GmbHDr. Wolfram Eßer hat seine Wurzeln in der Softwareentwicklung. Seit mehr als einem Jahrzehnt liegt sein Schwerpunkt nun in der Leitung agiler Entwicklungs-Teams und im Anforderungsmanagement für Medizingeräte. Bei verschiedenen Medizinprodukte-Herstellern hat er die Rollen ScrumMaster, ProductOwner, Requirements-Engineer, Projektleiter und Prozess-Consultant bekleidet. Bei SIVANTOS ist Dr. Wolfram Eßer für agile, schlanke und regulatorisch konforme Software-Entwicklungsprozesse verantwortlich.

Keine Ideen zur Digitalisierung? Das können wir ändern!

Referenten: Jörg Sitte und Matthias Wufka, Zühlke Engingeering GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 10:45 - 12:25 Uhr

Abstract: Passend zur Keynote „Digitalisierung in der Medizintechnik“ geht es hier um die Praxis. Aus dem von Zühlke ent-wickelten Methodenbaukasten „Stars to Road“ greifen wir uns den ersten Baustein „Creativity“ heraus. Über mehrere Themen-Tische erarbeiten wir gemeinsam Ideen, die beispielhaft für praxisnahe Digitalisierungsvorhaben in Ihren Unternehmen stehen können. Voraussetzung für diesen Workshop sind Offenheit, Neugierde und aktive Beteiligung. Zusammen werden wir erste realistische und konkrete Ansätze entwickeln, wie Sie die Digitalisierung in Ihrem Un-ternehmen voranbringen können.


Jörg Sitte, Zühlke Engingeering GmbHJörg Sitte kennt die Medizintechnik-Branche in Deutschland seit vielen Jahren. Vor seiner Zeit bei Zühlke hat er in den Rollen Entwicklung, Architektur und Projektleitung klassische IT-Systeme entwickelt und als Management Con-sultant Unternehmen in ganz unterschiedlichen Branchen beraten, zum Beispiel in der Industrie, Medizintechnik, Logistik aber auch im Bereich Banken und Versicherungen. Seit über 10 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Internet of Things und allen dafür erforderlichen Disziplinen wie Software (Embedded, Cloud und Apps), Elektro-nik, Sensorik und Mechanik/Konstruktion. Er ist davon überzeugt, dass die Wettbewerbsfähigkeit zukünftig immer stärker von Services und der damit verbundenen Digitalisierung abhängt. Time-to-Market, Smart Services, Smart Data und neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln sich so zum USP von morgen.

Matthias Wufka, Zühlke Engingeering GmbHMatthias Wufka begleitet bei Zühlke seit mehreren Jahren innovative Digitalisierungsprojekte bei Unternehmen im Bereich Medizintechnik und Pharma. Davor war er Software-Ingenieur und leitete Projekte bei einem Unternehmen im Bereich aktiver Medizinprodukte für Krankenhäuser. Er kennt die Konzeption und Entwicklung von Medizin-produkten aus verschiedenen Perspektiven (Entwickler, QM, Projektleiter). Darüber hinaus war er maßgeblich an der Entwicklung agiler Entwicklungsprozesse für Medizinprodukte bei Zühlke beteiligt. Eines seiner Interessensgebiete liegt im Spannungsfeld von regulierter Entwicklung und agilen Methoden kombiniert mit Ansätzen aus Lean Startup und Design Thinking.

Einsatz von Softwaretools bei der Entwicklung und Dokumentation von Softwaretools

Referent: Sven Wittorf, Medsoto GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 10:45 - 12:25 Uhr

Abstract: Da die Anforderungen an Entwicklung und Dokumentation von Medizinprodukten immer höher werden, haben Word und Excel als alleinige Werkzeuge zur Dokumentation mittlerweile weitestgehend ausgedient. Nahezu alle Hersteller schauen sich deshalb intensiv nach Tools um, die Ihnen das Leben leichter und den Kopf freier für ihre eigentlichen Aufgaben machen sollen. Das eine solche Umstellung mit der Beschaffung eines Werkzeugen allerdings nicht endet, sondern erst beginnt, ist für viele eine schmerzhafte und unerwartete Erfahrung.

In diesem Intensivcoaching wollen wir in offener Diskussion Best Practice und Stolperfallen bei der Einführung und der Nutzung von Softwaretools in der Medizintechnik betrachten. Als Leitfragen dienen uns dabei unter anderem:

· Für welche Disziplinen ist ein Tool mittlerweile unersetzlich?
· Was sind Auswahlkriterien für Tools und Hersteller?
· Wie entscheidend ist der Faktor Mensch?
· Was sind die Dos und Don’t im Rahmen einer Tooleinführung? Wie muss eine Tooleinführung geplant werden?
· Wie gestaltet man eine Toollandschaft ohne schmerzhafte Medienbrüche oder gefährliche Herstellerabhängigkeiten?
· Was ist bzgl. 21 CFR Part 11 zu berücksichtigen?
· Wie umfangreich muss die Validierung sein? Was ist ein geeigneter Ansatz?


Sven Wittorf, Medsoto GmbHSven Wittorf ist Spezialist für medizinische Software. Im Jahr 2012 gründete er zusammen mit Prof. Dr. Christian Johner die Medsoto GmbH, der er seitdem als geschäftsführender Gesellschafter vorsteht. Fokus dieses Unternehmens ist die Erstellung von Softwarewerkzeuge für Medizinprodukthersteller sowie die dazugehörige Prozess- und Tool-Beratung.

Er ist zertifizierter Trainingsanbieter des „Certified Professional for Medical Software“ (CPMS) Programms und Mitautor des Buches „Basiswissen medizinische Software“, das im dpunkt.verlag erschienen ist.

„Agile Workbench Extension“ – Erfahrungen aus dem Nearshoring für KMU in der Medizintechnik

Referenten: Daniel Fischer und Andreas Lämmerzahl, IBA Dosimetry GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Level: Einsteiger

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Architekten, Projektleiter, Entscheider

Abstract: Die IBA Dosimetry ist mit ca. 220 Mitarbeitern in Deutschland, China und den USA ein führender Hersteller von System zur Qualitätssicherung in der Strahlentherapie. IBA Dosimetry bedient die Märkte weltweit mit Software- und Hardwarelösungen in der Medizintechnik.

Als mittelständisches Unternehmen mit einem vergleichsweise kleinen, sehr breit aufgestellten Entwicklungsteam stellen sich uns immer wieder die gleichen Herausforderungen: der Benchmark in Punkto User Experience wird nicht im regulierten Umfeld gesetzt, unsere Kunden setzen den Maßstab für die Bedienbarkeit anhand von Smartphones, Apps und IOT-Devices. Ein hoher Konkurrenzdruck und die rasante technologische Entwicklung, besonders im Bereich der Strahlentherapie, erfordern kurze Release-Zyklen und schnelle Reaktionen auf neue Marktanforderungen. Viele Software-Startups können - selbst in der Medizintechnik-Branche - mit kleinen, speziellen Applikationen und flexiblen Teams punkten. Aber wie sieht es denn bei einem Mittelständler aus, der eine ganze Palette von nachhaltigen Softwareprodukten pflegt, die auch noch eng mit Hardware verbunden sind?

Wie kann ich mit einem gestandenen Entwicklungsteam neue Client-Technologien und State-Of-The-Art Architekturen einführen, ohne die Pflege der aktuellen Produktpalette zu vernachlässigen und ohne die Kosten aus dem Ruder laufen zu lassen? Ein Ansatz dazu ist ein Knowledge-Buy-In verbunden mit Nearshoring. Klassische Offshoring-Methoden, die sich für große Unternehmen durchaus als praktikabel erwiesen haben, wurden für IBA Dosimetry als ungeeignet angesehen, da sie die entscheidenden Vorteile des Mittelständlers – Flexibilität, kurze Entscheidungswege und schnelle Reaktionszeiten – nicht ideal unterstützen und typische Schwächen eines mittelständischen Medizinprodukte-Herstellers zum Schlüssel-Faktor für den Projekterfolg machen würden.

Die Herausforderung bei IBA Dosimetry bestand darin, kleine Software-Entwicklungsteams für Produktentwicklungszeiten von einem Jahr effektiv und effizient zu unterstützen. Die neuen Produkte bauen auf aktuellen Technologien auf, die im aktuellen Produktportfolio bis dato nur eine untergeordnete Rolle spielten.

In diesem Vortrag geben die Referenten Einblick in ihre Erfahrungen mit dem selbst entwickelten Ansatz der ‚Agile Workbench Extension‘. Mehrere Projekte wurden mit unterschiedlichen Nearshoring-Ansätzen unterstützt. Der Zuhörer bekommt einen Einblick in alle Aktivitäten, von der Auswahl des richtigen Partners, der regulatorischen Strategie und der richtigen Architektur, den Erfolgen und Hürden bei der Implementierung des Nearshoring bis hin zu den ‚lessons learned‘, die uns bei weiteren Projekten begleiten werden. Besonders eingegangen wird auch auf die Rolle der agilen, cross-funktionalen Softwareentwicklung und der Teamstrukturen. Natürlich wird auch der finanzielle Aspekt betrachtet und am Ende wird nicht verborgen bleiben, welches Land in Europa uns näher ist, als wir denken.


Daniel Fischer, IBA Dosimetry GmbHDaniel Fischer kommt aus der Softwareentwicklung. Er war als Lead Developer und Architekt in unterschiedlichen Technologien unterwegs. Seit mehreren Jahren leitet er Entwicklungsteams und verantwortet die fachliche Projektorganisation. In dieser Zeit hat er Projekte durch alle Lebenszyklen der medizinischen Softwareentwicklung begleitet. Sein aktueller Schwerpunkt liegt in der Führung von Produkt-Entwicklungs-Teams mit dem speziellen Fokus auf der Zusammenarbeit mit Nearshoring Partnern.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Nearshoring ist auch im Mittelstand eine sinnvolle Methode um fehlende Kapazitäten und mangelndes KnowHow in der Software-Entwicklung zu kompensieren. Um Nearshoring erfolgreich zu machen, sind besonders im Mittelstand einige Voraussetzungen zu beachten und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies beginnt mit der Kommunikation und Infrastruktur, setzt sich fort in der regulatorischen Strategie und Architektur und wird maßgeblich dadurch beeinflusst, wie Agilität im Unternehmen gelebt wird. Die Referenten geben einen Einblick in ihre Erfahrungen aus mehreren Nearshoring Projekten im regulierten Umfeld, vom Setup über die Durchführung bis hin zu den ‚Lessons Learned‘.

Andreas Lämmerzahl, IBA Dosimetry GmbHAndreas Lämmerzahl, MBA, Business Information / Business Informatics, Technical University Dresden

20 years of Line Management, Technical Leadership & International Consulting in the domain of Engineering for Medical Devices & Pharma Industries, Research, Publishing & Directories Business

Leadership for International Cross Functional Departments & Development Teams in Engineering for Medical Devices, Pharma Industry and & Research
Regulations & Cybersecurity for Medical Devices
Implementation of Compliant Development Processes, Application LifeCycle Management
Implementation Cross functional, Agile Development Methodologies
Offshoring / Nearshoring

- seit Sept. 2014 Executive Director R&D, IBA Dosimetry GmbH
- 02/2012 - 09/2014, Head of Engineering (medical devices) and research, Senior Solution Architect, Astrum IT GmbH
- 07/2011 - 01/2012, Head of Development Software House, Software Architect, IBA Dosimetry
- 2003 – 2011, Head of Software Development Microsoft Technologies, International Consultant, Software Architect, IT2media GmbH & Co. KG Nürnberg
- 1998 – 2003, Team Manager Development, Digidata Nürnberg / Müllerverlag

Bedeutung des risikobasierten Ansatzes für Medizinproduktehersteller

Referent: Devlyn Heinsch, PROSYSTEM GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Abstract: folgt in Kürze

Medical Device 4.0 – (zukunfts-) sichere Entwicklung von intelligenten Geräten

Referent: Harald Friedrich, NewTec GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Level: Einsteiger

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Projektleiter, Produktmanager, HW-/SW-Entwickler

Abstract: Heutige Geräteentwicklungen für Medizinische Anwendungen bergen einige Herausforderungen:

• Was verbirgt sich hinter Industrie 4.0 und Industrial IoT – ähnliche Trends für Medical Device 4.0 ?
• Welche Art von Kommunikation, Safety, Security, Services muss das Gerät unterstützen – heute und in Zukunft ?
• Wie können geänderte oder neue Anforderungen an die medizinische Infrastruktur und Safety+Security erfüllt werden

Dieser Vortrag beschreibt aktuelle Trends, mögliche Veränderungen und Anforderungen in diesem Markt und zeigt Lösungsmöglichkeiten für eine sichere und zukunftssichere Entwicklung Ihrer Geräte auf

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Trends in der Medizintechnik, Lösungsansätze für die neuen Herausforderungen


Harald Friedrich, NewTec GmbHHarald Friedrich hat nach dem Studium der Elektrotechnik/Nachrichtentechnik zunächst einige Jahre als Entwicklungsingenieur im Bereich Telekom und Industrie gearbeitet. Danach hat er viele Jahre in unterschiedlichen Funktionen in der Elektronik Distribution in Applikation, Marketing und Management gearbeitet und war u.a. für prog.Logik, Functional Safety und MicroProzessoren verantwortlich. Seit 2017 ist er freiberuflich selbständig: “Harald Friedrich TecConsult”, u.a. für die Fa. Newtec GmbH.

MDR und Usability – Was ist zu tun?

Referent: Michael Engler, Benkana Interfaces GmbH & Co. KG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 11:40 - 12:25 Uhr

Level: Einsteiger

Zielgruppe: Usability Engineers, Qualitätsmanager, Regulatory Affairs, System Engineers, Entwickler, Projektleiter, Produktmanager

Abstract: Die Medizinprodukteverordnung (engl. Medical Device Regulation, MDR) ist seit 2017 in Kraft. Die Übergangszeiten nähern sich dem Ende. Hersteller sollten daher möglichst schon mit der Umsetzung begonnen haben, da nach jetzigem Stand gemäß der MDR alle Produkte erneut zuzulassen sind. Eine Regelung für Bestandsprodukte existiert nicht.
Die MDR wie auch die IVDR hat neben anderen Themen insbesondere beim Thema Usability die gesetzlichen Anforderungen an Hersteller deutlich verschärft. Dazu zählen die Forderung im Risikomanagement Benutzungsfehler explizit zu betrachten und zu beherrschen und die Kenntnisse von Laien zu berücksichtigen. Auch die Marktüberwachung muss angepasst werden, da Benutzungsfehler in die Definition von Vorkommnis und schweren Vorkommnis aufgenommen wurden. Für jede der Forderungen zeigt der Vortrag was konkret zu tun ist, um die abstrakten gesetzlichen Anforderungen der MDR und der IVDR in die Praxis umzusetzen. Eine durchaus komplexe Aufgabe, da die harmonisierte Norm veraltet ist und nicht alle Anforderungen abdeckt. Hierfür zeigt der Vortrag Lösungen auf, so dass Hersteller wissen welche Aufgaben zu erledigen sind.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Der Vortrag stellt die verschiedenen Fundstellen zu Usability in der MDR und IVDR vor und zeigt welche Aufgaben Hersteller zur Umsetzung durchführen müssen. Inhalte der Fundstellen sind unter anderem

• Vorkommnisse durch Benutzungsfehler
• Das Risikomanagement für Benutzungsfehler
• Die Berücksichtigung der Eigenschaften von Benutzer
• Die Betrachtung der Benutzungsumgebungen
• Die Berücksichtigung der Fertigkeiten von Laien
• Verletzungen durch ungünstige Ergonomie zu vermeiden
• Die ergonomische Darstellung von Messskalen
• Anforderungen an Selbsttests
• Vermeidung von Infektionen durch Schnitte oder Stiche
• etc.

Der Vortrag zeigt die einzelnen Fundstellen auf und prüft in wieweit diese durch die Umsetzung von Normen – insbesondere der IEC 63266-1:2015 – abgedeckt werden. Zudem weißt der Vortrag auf Möglichkeiten hin, wie die Marktüberwachung gestaltet werden kann, um Benutzungsfehler zu identifizieren und korrekt weiter zu verarbeiten im Unternehmen.


Michael Engler, Benkana Interfaces GmbH & Co. KGMichael Engler ist Consultant und geschäftsführender Gesellschafter der Benkana Interfaces GmbH & Co. KG. Mit mehr als neun Jahren Erfahrung berät, schult und coacht er Medizintechnik-Unternehmen zu den Themen Requirements- und Usability-Engineering sowie Software-Entwicklungsprozesse und agile Methoden. Er ist Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Oberösterreich für den Masterstudiengang Medizintechnik. Für den TÜV Rheinland und den TÜV SÜD hält er Seminare zu den Themen Entwicklung medizinischer Software und Usability- Engineering für Medizinprodukte. Er ist Mitarbeiter im Normungsgremium DKE/UK 811.4 „Ergonomie, Gebrauchstauglichkeit, Gebrauchsanweisung“ und im Richtlinienausschuss des VDI zu „Medical SPICE“ und dem VDI Fachausschuss „Software-Qualität in der Medizintechnik“. Er ist stellvertretender Leiter des Arbeitskreises Usability in der Medizintechnik der German Usability Professionals Association. Zuvor war er bei British Telecom in Großbritannien und bei der Method Park Software AG. Er ist Diplom-Informatiker (FH) mit Fachrichtung Medieninformatik.

Vorteile einer REST-Bus basierten Softwarearchitektur

Referent: Dr. Moritz Killat, ITK Engineering GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 14:35 - 15:20 Uhr

Level: Einsteiger

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Architekten, Testmanager, Tester

Abstract: Modulare Architekturen stellen ein wichtiges Instrument dar, um die Komplexität eines Softwaresystems zu kontrollieren und seine Pflege zu unterstützen. Voraussetzung für ein modulares System ist eine strukturelle Zerlegung seiner Funktionalität und eine Kommunikationsinfrastruktur, über die die Module interagieren. In Analogie zu der zentralen Kommunikationsinfrastruktur in der Automobilindustrie, dem CAN-Bus, propagiert dieser Vortrag einen zentralen REST-Bus im Softwaresystem. Demnach werden die externen Schnittstellen einer jeden Software-Komponente über ein REST-Interface abgebildet und die Vermittlung der REST-Aufrufe durch eine zentrale REST-Bus-Komponente, in verteilten Systemen über vernetzte REST-Bus-Komponenten, realisiert. Trotz des Overheads, den eine REST-Kommunikation mit sich bringt, können in vielen Systeme dadurch Vorteile ausgespielt werden: Zunächst fördert die lose Kopplung der Komponenten ihre Portabilität und unterstützt damit die Umsetzung von Segregationskonzepten. Frameworks, die für Verifikationsmaßnahmen herangezogen werden, können sowohl für Softwareeinheiten, für Integrationstests, als auch für Softwaresystemtests verwendet werden. Darüber hinaus lassen sich Verifikationsaktivitäten ohne nennenswerten Aufwand aus einer Simulationsumgebung auf das Endgerät verlagern. Zu guter Letzt wird trotz der umfassenden Systemschnittstelle die Security des Systems gestärkt, da REST auf eine bewährte Technologie aufsetzt, für die vertrauenswürdige und gepflegte Implementierungen verfügbar sind.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Warum es Sinn macht, über eine REST-Bus basierte Softwarearchitektur nachzudenken und unter welchen Umständen, welche Vorteile sich dadurch ergeben könnten.


Dr. Moritz Killat, ITK Engineering GmbHDr. Moritz Killat ist bei der ITK Engineering GmbH für namenhafte Kunden aus der Medizintechnik tätig. Seine Schwerpunkte liegen auf dem regulatorischen Bereich und in dessen effiziente Überführung und Anwendung im Entwicklungsprozess.

Risikoanalyse – reloaded

Referenten: Nadine Langguth, Wittenstein intens GmbH und Matthias Hölzer-Klüpfel

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 14:35 - 15:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Risikomanager, Entwickler, Prozessverantwortliche

Abstract: Wenn Sie für ein neues Produkt eine initiale Risikoanalyse erstellen müssen, dann sind Sie fein raus. Schließlich finden Sie in der EN ISO 14971 alles beschrieben, was Sie dafür zu tun haben. Und es gibt reichlich Literatur und viel Erfahrungswissen dazu, wie Sie die Anforderungen der Norm umsetzen können.

Wenn Sie aber vor der Aufgabe stehen, zahlreiche vorhandene Risikoanalysen für ein seit langem am Markt erhältliches Produkt zu konsolidieren, dann sind Sie ziemlich auf sich alleine gestellt.

Dieser Vortrag berichtet von Erfahrungen, die wir im Rahmen der Neuzulassung eines bewährten aktiven Implantats mit der Überarbeitung der Risikoanalyse(n) gemacht haben.

Besondere Herausforderungen dabei waren:

* Risikoanalysen, die nach verschiedenen Ausgaben der EN ISO 14971 erstellt waren
* Vermischung von technischen und medizinischen Fragestellungen in der Bewertung eines Risikos
* Verwechslung von Ursachen und Gefährdungen
* mangelnde Trennung von System- und Detailebene

Die Erfahrungen, die wir beim Aufbereiten der Risikoanalyse gemacht haben helfen auch beim initialen Erstellen einer Risikoanalyse. Unter anderem werden sie erfahren, mit welchem Informationsmodell Risiken systematisch erfasst werden können, wie sich eine Risikoanalyse sogar in DOORS modellieren lässt, wie sich die Rolle der medizinischen Experten von denen der Techniker trennen lässt und nicht zuletzt warum der Tod immer eine Option ist.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Sie werden erfahren, mit welchem Informationsmodell Risiken systematisch erfasst werden können, wie sich eine Risikoanalyse in DOORS modellieren lässt, wie sich die Rolle der medizinischen Experten von denen der Techniker trennen lässt.


Nadine Langguth, Wittenstein intens GmbHNadine Langguth studierte Mechatronik an der Berufsakademie (jetzt Dualen Hochschule) in Mosbach. Ab 2007 war sie als Entwicklerin im Medizintechnikunternehmen WITTENSTEIN intens tätig, welches aktive Implantate entwickelt, produziert und vermarktet. Seit Ihrer Weiterbildung beim TÜV Süd im Jahr 2011 ist sie dort als Managerin Regulatory Affairs international tätig.

Matthias Hölzer-KlüpfelMatthias Hölzer-Klüpfel studierte Physik an der Universität Würzburg. Ab 2002 war er als Entwickler, Berater und Projektleiter tätig. Er führte zahlreiche Medizintechnik-Projekte durch und war dabei sowohl bei KMU-Firmen als auch in Großunternehmen im Einsatz. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten schloss er im Juli 2009 den Masterstudiengang „IT im Gesundheitswesen“ ab. Matthias Hölzer-Klüpfel ist Mitbegründer des Vereins „ICPMSB e.V.“, der die Grundlagen für die Zertifizierungen zum Certified Professional for Medical Software erarbeitet, und Mitautor des Lehrbuchs „Basiswissen Medizinische Software“. Seit 2011 ist Matthias Hölzer-Klüpfel freier Berater für alle Fragen rund um Entwicklungsprozesse für Medizinprodukte und unterstützt zahlreiche Unternehmen bei der Software-Entwicklung für ihre Medizingeräte.

Wo zum Kuckuck liegt ALCOA? Ein Reisebericht aus dem Land der Datenintegrität von Christian Alexander Graf

Referent: Christian Alexander Graf, Qualitätssicherung & Statistik

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 14:35 - 15:20 Uhr

Level: Einsteiger

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Manager, Entwicklungsleiter, Regulatory Affairs, Interne und externe Auditoren, Berater, Führungskräfte und Mitarbeiter aus Verification & Validation

Abstract: Integrität steht in der Informationstechnik für die Sicherstellung der Unversehrtheit von Informationen und der korrekten Funktionsweise von Systemen. Sie spielt eine zentrale Rolle in allen wichtigen Bereichen in Industrie- und Pharmatechnik. Ohne sie sind aussagekräftige Analysen von Labor-, Produktions- oder Marktüberwachung nicht möglich. Datenintegrität wird von regulierenden Behörden in Medizin- und Pharmatechnik weltweit eingefordert. Sie ist darüber hinaus fester Bestandteil jedes Informationssicherheits-Konzepts. Anforderungen an die Integrität von Daten finden sich in vielen einschlägigen europäischen Regularien wie der MDR, der ISO 13485, der IEC 62304 und der 82304. Ähnliche und teilweise stärkere Anforderungen finden sich in den einschlägigen GxP-Regularien von FDA, WHO oder allgemein der Pharma-Industrie.
In Form eines Reiseberichts führt der Vortrag durch die wichtigsten Prinzipien, Anforderungen und Good Practices des Themas.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Sie werden in die Landkarte der Datenintegrität eingeführt und lernen dabei die wichtigsten Prinzipien, Anforderungen und Good Practices zum Thema kennen.


Christian Alexander Graf, Qualitätssicherung & StatistikDipl.-Math. Christian Alexander Graf ist Freiberufler mit Schwerpunkten in Datenanalyse und Design of Exepriments, Software-Qualitätssicherung und Software-Qualifizierung, Prozessverbesserung und -überwachung sowie Training & Coaching. Seit 2004 betreut er Projekte in Medizin- und Pharmatechnik. Er ist ISTQB® Certified Tester Full Advanced Level, ISTQB Certified Security Tester, Professional Scrum Master und zertifizierter Prüfmittelmanager. Neben seiner Beratungstätigkeit unterrichtet er seit 2005 an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Er ist Mitglied in der American Statistical Association, der International Society for Pharmaceutical Engineering (ISPE), im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und in der AG Security des German Testing Board.

Software-Unit-Verifikation in IEC 62304

Referent: Frank Büchner, Hitex GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 14:35 - 15:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Technischer Tiefgang: Tiefere technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Manager, Software-Entwickler, Software-Tester, Software-Qualitätsbeauftragte

Abstract: In Abschnitt 5.5.5 fordert die IEC 62304 kurz und knapp in einem einzigen Satz „Der Hersteller soll Software-Unit-Verifikation durchführen und die Ergebnisse dokumentieren.“ Um herauszufinden, wie man diese Forderung erfüllen kann, muss man die Norm durchforsten, um Fragen zu klären wie „Was ist eine Unit und was ist Verifikation für die IEC 62304?“. Im Zuge dessen stößt man auf Beispiele Akzeptanzkriterien, deren Erfüllung im Rahmen der Verifikation nachgewiesen werden kann. Leider sind diese Akzeptanzkriterien nicht näher beschrieben, ein solches Kriterium lautet beispielsweise lediglich „boundary conditions“.

Im Rahmen des Vortrags werden Akzeptanzkriterien anhand von Beispielen interpretiert und es wird beispielsweise gezeigt, welche Codier-Richtlinien in anderen Industriezweigen eingesetzt werden und dass diese auch für Medizintechnik-Software passend sind.

Ferner werden auch Akzeptanzkriterien besprochen, die in IEC 62304 fehlen, die aber in anderen Normen wie IEC 61508 oder ISO 26262 wichtig sind, beispielsweise die Messung der durch die Tests der Software-Unit erreichten Codeüberdeckung oder die Methoden, wie man zu Testfällen für die Software-Unit-Verifikation kommt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Die Zuhörer lernen, wie in anderen Bereichen, beispielsweise der Automobilindustrie, dynamische Unit-Tests und statische Quellcode-Analyse durchgeführt werden und welche Anforderungen (die konkreter sind als in der IEC 62304) gestellt werden. Die Zuhörer erhalten Empfehlungen zu Vorgehensweisen und zum Stand der Technik in anderen Bereichen.


Frank Büchner,Hitex GmbHFrank Büchner

Intensivcoaching: Testen im Medizintechnikumfeld

Referent: Georg Haupt, oose Innovative Informatik eG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 14:35 - 16:15 Uhr

Abstract: folgt in Kürze


Georg Haupt, oose Innovative Informatik eGISTQB Certified Agile Tester, Certified Quality Designer, ITIL Certified

Als Trainer und Berater liegen die Schwerpunkte von Georg Haupt im Bereich der Qualitätssicherung und Softwaretests.

In 14 Jahren vergleichende Produkttests für die Computerbild, Computerbild-Spiele und Audio-Video-Foto-Bild wurde sein Blick für Produktqualität geschult. Das Motto seiner Trainings lautet: „Aus der Praxis für die Praxis!“. Denn er Blick als ISTQB zertifizierter Test- und Qualitäts-Management Experte auf mittlerweile annähernd 20 Jahre praktische Erfahrung in den Bereichen Soft- und Hardwaretests zurück. Ebenso praxiserfahren ist Georg Haupt in der Test-Automatisierung, Test-Koordination sowie Test-Analyse.

Ein Fundus an Testwissen, bereit abgerufen zu werden.

Intensivcoaching: Agilität in der Medizintechnik

Referentin: Katja Keller, Boris Gloger Consulting GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 14:35 - 16:15 Uhr

Abstract: folgt in Kürze


Katja Keller ist Betriebswirtin, Informatikerin und Coach und seit 15 Jahren in der Unternehmensberatung tätig. Sie begleitet Unternehmen bei der Gestaltung der agilen Transitionen ihrer Organisationen und unterstützt agile Teams bei der Entwicklung erfolgreicher Hard- und Softwareprodukte. Ihr Anliegen ist es, Arbeitssphären zu gestalten, in denen wertvolle Produkte entstehen, weil jeder sein Bestes beitragen kann und gern zur Arbeit geht.

Anwendung von Methoden der strukturierten Modellierung von eingebetteten Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen in der Medizintechnik am Beispiel von Klasse III – Produkten der Berlin Heart GmbH

Referenten: Dr. Andreas Froese, Universität Duisburg-Essen und Hendrik Heinze, Berlin Heart GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 15:30 - 16:15 Uhr

Level: Einsteiger

Zielgruppe: Hersteller von aktiven Medizinprodukten, Entwickler von eingebetteten Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen in der Medizintechnik (System Architect, System Requirements Engineer, Test Engineer, Software Architect, Software Developer)

Abstract: In den letzten Jahren kam es zu einer massiven Zunahme der funktionellen Komplexität bei medizintechnischen Anwendungen. Auf der anderen Seite kam es auch zu einer drastischen Steigerung der regulatorischen Anforderungen an Medizinprodukte. Dies hat zur Folge, dass die Produktlebenszyklen sich stark verlängern, die Produktentwicklungskosten drastisch steigen und die Markteintrittsbarrieren für neue Produkte dramatisch zunehmen.
Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Medizintechnik und hier wiederum innovative Hersteller von Produkten höherer Risikoklassen sind hiervon besonders betroffen.
Auch die Firma Berlin Heart GmbH, die auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Herzunterstützungssystemen spezialisiert ist und weltweit die einzige Firma ist, die diese Systeme für Patienten jeden Alters und jeder Größe (auch für Kinder) anbietet, muss sich diesen Herausforderungen stellen.
In den BMBF-Projekten SPES 2020 und SPES_XT (Software Plattform Embedded Systems) wurde eine Methodik entwickelt, die eine durchgängige modellbasierte Entwicklung von eingebetteten Systemen unterstützt und somit einen interessanten Ansatz bietet, den eben erwähnten negativen Folgen entgegenzuwirken. Berlin Heart und die Universität Duisburg-Essen waren an den Projekten beteiligt und konnten ihr jeweiliges Fachwissen einbringen. Innerhalb des Vortrags werden exemplarisch diverse Anforderungen vorgestellt, die Berlin Heart als Medizinprodukthersteller bei der Entwicklung berücksichtigen muss und anderseits veranschaulicht, wie die SPES-Methodik diese Anforderungen innerhalb des Entwicklungsprozesses explizit unterstützt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Die Zuhörer erhalten einen Einblick in die SPES-Entwicklungsmethodik und ihre Anwendung in der Medizintechnik. Hier werden so genannte „Viewpoints“ auf unterschiedliche Aspekte des zu entwickelnden Systems gebildet und mittels Granularitätsebenen die äußerst komplexen Sachverhalte bei eingebetteten Systemen strukturiert. Nach dem Vortrag kennen die Zuhörer die verschiedenen Viewpoints, dessen Entwicklungsartefakte und erhalten einen Einblick in die Anwendung der SPES-Methodik auf reale Anforderungsbeispiele, die von Berlin Heart zur Verfügung gestellt werden.


Dr. Andreas Froese, Universität Duisburg-EssenDr. Andreas Froese arbeitet am Ruhr-Institut für Software-Technology paluno in der Arbeitsgruppe Software Systems Engineering von Prof. Dr. Klaus Pohl. Innerhalb seiner fünfjährigen Projektarbeit in der Softwareentwicklung im Finanzdienstleistungssektor, promovierte er 2004 zum Dr. rer. nat. Seit dieser Zeit beschäftigt sich Herr Froese, in enger Kooperation mit führenden Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus unterschiedlichen Industriebranchen, mit der methodischen und werkzeugtechnischen Unterstützung des Requirements Engineerings. Insbesondere auf die Entwicklung und Erprobung von Konzepten, Techniken und Methoden für den Entwurf softwareintensiver und/oder eingebetteter Systeme hat Herr Froese sich fokussiert. Er ist (Co-)Autor von mehreren Veröffentlichungen, Buchkapiteln und Vortragender bei mehreren Fachkonferenzen zum Thema Requirements Engineering.

Hendrik Heinze verfügt über mehr als 25-jährige Erfahrungen im Bereich der Entwicklung und weltweiten Zulassung von Medizinprodukten der Klasse III sowie aktiven Implantaten.
In seiner jetzigen Position als Director Quality & Regulatory Affairs ist er zuständig für die Übereinstimmung der Produkte mit den regulatorischen Anforderungen weltweit.

FMEA – die universelle Risk Analysis Methode

Referent: Dr. Reiner Spallek, IABG mbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 15:30 - 16:25 Uhr

Level: Einsteiger

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: An alle Interessenvertreter (Risikomanagement, Qualitätssicherung, Produktentwicklung, Verifikation) in einem Projekt

Abstract: Systemfehler können immer und überall auftreten. Im Rahmen des Qualitätsmanagements bzw. Sicherheitsmanagements werden Methode und Prozesse zur Fehlervermeidung eingesetzt. Die Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) ist eine in diesem Zusammenhang häufig genutzte Methode der universellen Risk Analysis. FMEA haben eine lange Historie seit den 50er Jahren. Dennoch hat diese Methode bis heute nicht an Attraktivität verloren. Im Gegenteil – die Grundprinzipien sind gemäß den spezifischen Lösungsanforderungen einfach auch an aktuelle und zukünftige Anforderungen anzupassen, sie ist unabhängig vom Industriebereich sowie mit und ohne Toolunterstützung anwendbar. Die FMEA kann immer dort angewendet werden wo Fehler im Rahmen der MOT-Systeme (Mensch, Organisation, Technik) auftreten können. Die Hauptanwendungsbereiche reichen von der Analyse einfacher mechanischer Komponenten bis zu Risikoanalyse komplexer sicherheitskritischer Systeme – dann oft in der Erweiterung als Failure Mode and Effects and Criticality Analysis (FMECA). Die Grundelemente Failure Mode und Failure Effect sowie deren Bewertung Severity und Probability können durch weitere Elemente entsprechend der spezifischen Anforderung ergänzt werden ohne das Grundprinzip zu ändern. Tragen z.B. die involvierten Personen maßgeblich zur Komplexität und zum Fehlerrisiko bei, wird neuerdings die Methode auch zur HFdFMEA (Human Factor dependent FMEA) erweitert. Große Synergieeffekte in der Produktentwicklung ergeben sich vor allen, wenn die Methodik durchgängig angewendet wird (z.B. vom Risikomanagement über die Gefährdungs- und Risikoanalyse bis zur Analyse des zu entwickelnden Produktes (inklusiver spezifischer Software-Funktionsanteile) und der Verfolgung der durchzuführenden Maßnahmen). Dies erleichtert die durchgängige Nachweisdokumentation gemäß den Anforderungen aus EN ISO 14971:2012.
Die Anforderungen an ein Risikomanagementsystem für Medizinprodukte müssen durch die folgenden Prozesse erfüllt werden: Risiko Analyse, Risiko Bewertung, Risiko Kontrolle, Informationen zur Produktion und wenn das Produkt auf dem Markt ist. Ins Besonderes für die Risiko Analyse ist die Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) eine bewährte Methode, die während des gesamten Entwicklungsprozesses (gemäß des V-Modells) angewendet werden sollte und Aspekte der System- und Datensicherheit mit einbezieht. Auch können wertvolle Erkenntnisse für den Bereich Human Factors (z.B. bzgl. des vernünftigerweise vorhersehbaren Fehlgebrauchs) sowie den Produktionsbereich gewonnen werden. Die Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) ersetzt nicht das Risiko Management – liefert aber die Methodik und Dokumentation um ein effektives Risikomanagement durchzuführen.
Im Vortrag werden anhand eines generischen Beispiels die verschiedenen Möglichkeiten der FMEA Methode für die Anwendung im Rahmen des Risikomanagements für Medizinprodukte vorgestellt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Wenn das FMEA Prinzip verstanden ist, kann die Methode vielfältig und effizient im Risikomanagement eingesetzt werden.


Dr. Reiner Spallek, IABG mbHDr. Reiner Spallek, IABG mbH

Sichere Medizingeräteentwicklung unter Einbeziehung etablierter Ansätze der Automobilindustrie

Referenten: Tim Heinemann und Florian Bogenberger, exida.com GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 15:30 - 16:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Zielgruppe: Safety Manager, Entwicklungsingenieure, Produktmanager, Projektleiter, Prozessmanager und -ingenieure, Qualitätsmanager und -ingenieure

Abstract: Ein funktional sicheres Gerät ist frei von unzumutbarem Risiko, das durch Gefahren aus Fehlfunktionen von elektrischen/elektronischen Systemen hervorgerufen wird.
Im medizinischen Bereich erfolgt die Bewertung dieser Gefährdungen durch Anwendung der ISO 14971. Entsprechend wird das Gerät nach der Medical Device Regulation (MDR) eingestuft. Software wird separat nach IEC 62304 klassifiziert. Zusätzlich definiert die FDA ein "Level of Concern".
Die Anwendung etablierter Methoden aus der Automobilindustrie kann diese Ansätze der Medizintechnik ergänzen. Im Folgenden werden Methoden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Integration in den Entwicklungsprozess erläutert. Weiterhin werden mögliche Vorteile für die Entwicklung medizinischer Geräte aufgezeigt:

- Definition dedizierter Sicherheitsziele und Sicherheitsanforderungen
- Methoden zur Definition von Hardware-Metriken
- Quantitative Sicherheitsanalysen, die die Bewertung der „Diagnostic Coverage“ für Sicherheitsmechanismen beinhalten
- Methoden zur Rückwirkungsfreiheit einschließlich etablierter Entwurfsmuster (in IEC 62304 als " Segregation " bezeichnet)

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Auf systematische Art und Weise „das Richtige“ zu tun ist für die Entwicklung sicherer Geräte unablässig - unabhängig des Industriezweiges, für den ein Gerät entwickelt wird. Daher ist der Austausch von Erfahrungen, etablierten Methoden und Vorgehensweisen immer von Vorteil, um nicht nur die Sicherheit eines Gerätes zu erhöhen, sondern auch das Vertrauen in die Verwendung zu stärken.
Die Teilnehmer dieses Vortrags erfahren, wie Ansätze und Methode der Automobilindustrie den Entwicklungslebenszyklus der Medizintechnik ergänzen können.


Tim Heinemann ist als Functional Safety Consultant bei der exida.com GmbH tätig. Er verfügt über mehr als 10 Jahren Erfahrung in den Bereichen Systems und Software Engineering, Signalverarbeitung und Projektmanagement für sicherheitsrelevante Produkte.

Herr Heinemann studierte an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dresden. Nachdem er 2007 seine berufliche Laufbahn bei der Corscience GmbH & Co. KG in der Medizintechnik begonnen hatte, wechselte er 2013 als Experte für Funktionale Sicherheit zur Elektrobit Automotive GmbH. Seit 2016 ist Herr Heinemann als Funktional Safety Consultant bei der exida.com GmbH tätig. Sein Fokus liegt hier sowohl auf der Medizintechnik als auch der Automobilindustrie.

Als Managing Safety Consultant leitet Florian Bogenberger ein Team von Technologie-Spezialisten bei exida.com GmbH und berät führende Unternehmen bei der Realisierung verschiedener sicherheitsrelevanter Systeme primär im Bereich „Hochautomatisiertes Fahren“.

Er studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität München. Ab 1993 arbeitete er bei Motorola Halbleiter, später Freescale und war dort für die Entwicklung von HW und SW für Mikroprozessoren in hochsicherheitsrelevanten Systemen zuständig. Bei der Elektrobit Automotive GmbH baute er dann die zentrale Abteilung für Safety Consultancy & Engineering auf. Seit 2015 ist er bei exida für den Bereich Safety Consultancy für teilautonomes Fahren mit Fokus auf hochinnovative Sicherheitsprojekte verantwortlich. Parallel wirkte er an der initialen Entwicklung der ISO26262 mit, ebenso an der aktuellen 2nd Edition und an der Weiterentwicklung der IEC61508.

Ideal oder Real? - Die Fabrikation fehlerfreier Software

Referenten: Ingo Nickles und Hermann Rauth, Vector Informatik GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 15:30 - 16:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Zielgruppe: Software Entwicker, Entwicklungsleiter, Manager, Produktionsleiter, QA, Qualitätssicherung, Testingenieure, SW Tester

Abstract: Die Qualitätsrevolution, die in den späten 1950er Jahren in der industriellen Fertigung begann, hat viele Erkenntnisse gebracht, die leicht auf die Softwareindustrie und einer Softwarefabrik übertragen werden können.
In der Definition einer Software-Fabrik wird die Verwendung von Herstellungstechniken und -Prinzipien für die Softwareentwicklung empfohlen, um damit die gleichen Vorteile zu erhalten die eine traditionelle industrielle Fertigung bietet. Grundlegend ist dabeieine Fabrikationsumgebung zu schaffen, die sicherstellt, dass eine Produktion in optimaler Geschwindigkeit bei maximaler Qualität stattfinden kann.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag In diesem Vortrag werden die Kernprobleme einer industriellen Softwareproduktion betrachtet und aktuelle Lösungen vorgestellt. Es wird der Unterschied zwischen Vorlaufzeit und Zykluszeit erklärt und die vier Schlüsselprinzipien zum Aufbau einer modernen Software Fabrik erläutert. Der Zuhörer erfährt eine aktuelle Einschätzung inwieweit die Produktion einer fehlerfreien Software aus eine Softwarefabrik bereits heute der Realität entspricht.


Ingo Nickles, Vector Informatik GmbHIngo Nickles arbeitet als Senior Field Application Engineer bei Vector Informatik und ist dort für die Kunden- und Projektbetreuung verantwortlich. Er kann auf über 20 Jahre Berufserfahrung in der Software Entwicklung, System Design und Software Tests und agilen Entwicklungsmethoden zurückgreifen und hat zahlreiche Vorträge in Online Seminaren und auf Konferenzen im In- und Ausland gehalten.

Hermann Rauth, Vector Informatik GmbHHermann Rauth ist Field Application Engineer bei Vector Informatik und dort für die Kundenbereuung, Präsentationen und den technischen Support verantwortlich. Er schloss 1999 sein Studium als Telekommunikationsingenieur an der RWTH Aachen ab. Seitdem arbeitete er als Voice, Engineer, Program Manager und Customer Product Engineer bei führenden Telekommunikationsunternehmen wie z.B. Bosch, Avaya und CCT.

Resilience sorgt für bessere UX in verteilten Systemen

Referent: Maik Schöneich, MAXIMAGO GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 16:45 - 17:30 Uhr

Level: Fortgeschritten

Technischer Tiefgang: Geringe technologische Grundkenntnisse erforderlich

Zielgruppe: Software-Entwickler und -Architekten

Abstract: Verteilte Systeme sind überall: Microservices wachsen aus dem Boden und Firmen folgen dem Hype und trennen große existierende Software-Systeme in kleinere handhabbare Einheiten. Die selbst geschriebene Software wird somit wartbarer. Allerdings verlässt man sich auf ein System, welches mitunter viel komplexer und schwieriger ist: das Netzwerk.

Verbindungsabbrüche, langsame Verbindungen (z.B. in mobilen Szenarien mit dem Smartphone) führen zu Fehlern und zur Frustration des Benutzers, der seine Aufgabe erledigen möchte und die Erwartung hat, dies immer und überall tun zu können.

Durch den gezielten Einsatz von Resilience Patterns ist es möglich diese Frustrationen drastisch zu senken und ein deutlich besseres Nutzererlebnis zu erzeugen.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Durch den Einstaz von Resilience Patterns soll aufgezeigt werden, wie innerhalb von Anwendungen gut mit Fehlersituationen umgegangen werden kann. Fehler gehören zum Lebenszyklus einer Applikation und dürfen während der Entwicklung keinesfalls vernachlässigt werden.

Dieser Vortrag soll sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Entwickler ansprechen, da aus meiner Erfahrung diese Sensibilität für die Wichtigkeit von Fehlern sowie der richtige Umgang mit ihnen, nicht überall vorhanden ist.


Maik Schöneich, MAXIMAGO GmbHLead Software Engineer bei MAXIMAGO.
Seit über 10 Jahren leidenschaftlicher Software-Entwickler und -Architekt mit dem richtigen Gefühl für gute Software-Systeme.

Klinische Evidenz vor und nach der Markteinführung

Referentin: Sandra Bugler, PROSYSTEM GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 16:45 - 17:30 Uhr

Abstract: folgt in Kürze

„SERENE-IoT" - Safe and Secure Connected Medical Devices

Referentin: Gudrun Neumann, SGS-TÜV Saar GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 16:45 - 17:30 Uhr

Level: Fortgeschritten

Zielgruppe: Hersteller und Entwickler von IoT Medizinprodukten

Abstract: In diesem Beitrag wird das Förderprojekt „SERENE-IoT" (Secured & EneRgy EfficieNt health-carE solutions for IoT market) vorgestellt. Dieses Projekt wird durch ein Europäisches Konsortium durchgeführt. Partner aus Deutschland, Frankreich und Spanien arbeiten zusammen, um eine Basis für sichere (Security) und energieeffiziente IoT Medizin Produkte Lösungen zu erarbeiten.
Als Teilergebnis des Projekts wird ein Vergleich von Gefahren- bzw. Risikoanalyse und Risikobewertung in den Bereichen Safety und Security vorgestellt. Als Beispiel wird ein daraus resultierender Ansatz einer Security Risikoanalyse für IoT Medizin Produkte Lösungen gezeigt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Eine Möglichkeit eine Security Risikoanalyse für IoT Medizin Produkte Lösungen durchzuführen.


Gudrun Neumann, SGS-TÜV Saar GmbHGudrun Neumann studierte Informatik an der Technischen Universität München und schloss das Studium als Diplom-Informatikerin Univ. im Jahr 1990 ab.
Seit dem Jahr 2005 befasst sich Frau Neumann mit der Funktionalen Sicherheit von sicherheitsrelevanten Steuerungen mit Schwerpunkt Software in den Bereichen Automotive, Maschine, Industrie, Haushalt und Medizingeräte.
Seit 2010 hat ist sie Produkt Managerin der Funktionalen Sicherheit Software bei der SGS-TÜV Saar GmbH und seit 2012 Teamleiterin Funktionale Sicherheit. In diesem Rahmen ist sie für die Norm konforme Definition und Durchführung von Analysen und Beurteilungen komplexer Software Systeme verantwortlich. Basierend auf langjähriger praktischer Erfahrung bietet sie Schulungen der Standards an und führt Beratungen auf dem Gebiet der sicherheits-relevanten und -orientierten Software Entwicklung durch.

Risikobasierter Ansatz bei der Tool Validierung – Unterschiedliche Erfahrungen nach 2 Jahren ISO 13485:2016: 150% oder doch nur die 80% Lösung?

Referenten: Lukas Vogler und Sarah Panten, SEABAY IT & Media Services GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 22. November 2018, 16:45 - 17:30 Uhr

Level: Einsteiger

Zielgruppe: QM Manager, Verantwortliche für Software Tool Validierung (CSV), Mitarbeiter Entwicklung

Abstract: Die Übergangsfrist der ISO 13485:2016 geht langsam auf das Ende zu und viele Hersteller kämpfen noch mit dem Aufwand für die Validierung von Software Tools, welche zur Unterstützung des QM-Systems eingesetzt werden.

Nach zwei Jahren Erfahrungen präsentieren wir in diesem Vortrag:

-Kurzüberblick der regulatorischen Anforderungen und verfügbarer Standards und Leitlinien
- Bedeutung eines gut durchdachten risikobasierten Ansatzes für die Skalierung des Aufwands
- Einblicke in unterschiedliche Implementierungen: Vom Startup bis zum DAX Konzern
- Möglichkeiten für die sinnvolle Reduzierung des Aufwands: Fokus der Validierungsaktivitäten
- Voraussetzungen für die Validierung von Tools mit Verwendung elektronischer Aufzeichnungen und Unterschriften

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag Welche unterschiedlichen Möglichkeiten es bei der Implementierung des risikobasierten Ansatzes für Software Tool Validierung gibt.


Lukas Vogler besitzt mehr als 9 Jahre Erfahrung im Bereich der Softwareentwicklung von Medizinprodukten. Bevor er als Partner bei Seabay IT einstieg, arbeitete er für eine internationale Beratungsfirma, wo er für die Software-Abteilung verantwortlich war. Während dieser Zeit arbeitete er als Berater und Software-Projektleiter, um Kunden auf der ganzen Welt in allen Phasen des Lebenszyklus von Medizinprodukt-Software zu unterstützen.

Für Seabay IT hat er bereits bei über 30 Herstellern in der Medizintechnik das ALM Tools Polarion implementiert. Sein fundiertes Wissen über Polarion und die branchenspezifischen, regulatorischen Anforderungen an Medizinprodukte stellen sicher, dass Hersteller Ihre Produkte effektiv und unter Einhaltung entsprechender Standards und Gesetze entwickeln und dokumentieren können.

Sarah Panten hat nach dem Medizintechnik Studium zunächst als internationale Produktmanagerin für Olympus Medical Systems gearbeitet. Danach wechselte sie ebenfalls in die Beratung und hat internationale Projekte im Bereich Regulatory Affairs, Qualitätsmanagement sowie klinische Bewertung und klinischen Studien durchgeführt. 2014 wechselte sie zu dem Start Up iThera Medical und leitete erforderliche Aktivitäten für die Entwicklung und Zulassung (EU, USA) des ersten klinischen Multispektralen Optoakustischen Tomographie (MSOT) Systems. Dort hat sie u.a. das ALM Tool Polarion eingeführt, den Prozess für Software Tool Validierung aufgesetzt und die Validierung aller erforderlichen Tools koordiniert. Seit 2016 ist sie zusätzlich als externe Beraterin für andere Unternehmen tätig und unterstützt die Seabay IT GmbH bei Polarion Projekten.

Platinsponsor

QA Systems

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